Schulausschuss der Samtgemeinde Hoya stimmt gegen Vorschlag des Eystruper Vorstands

Ein neuer Name für die Grundschule Hassel

Hoya - Von Nala Harries. Die Grundschule am Sudthal in Hassel erhielt während der Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Grafschaft Hoya am Montag einen neuen Namen, und zwar heißt sie jetzt „Gretel-Bergmann-Grundschule Eystrup, Außenstelle Hassel“. Claudia Wübbeling (CDU), die Vorsitzende des Gremiums, begründete die Änderung, wie folgt: „Die Grundschule darf ihren Namen nicht mehr weiterhin tragen, da sie in eine Außenstelle der Gretel-Bergmann-Grundschule Eystrup umgewandelt wurde“ (wir berichteten). Außenstellen stehe grundsätzlich kein eigener Name zu, ein Zusatz sei jedoch möglich. Der Eystruper Schulvorstand schlug im Zuge dessen unter anderem den Namen „Gretel-Bergmann-Grundschule-Eystrup, Außenstelle am Sudthal Hassel“ vor. „Der Name wurde abgelehnt, da er einfach zu lang und damit nicht alltagstauglich ist“, sagte Britta Grohs, Fachbereichsleiterin für Bildung, Familie, Kultur und Tourismus bei der Samtgemeinde. Mit einer Enthaltung sprach sich das Gremium für den neuen Namen aus. Auch Heiko Lange (Unabhängige Wählergemeinschaft Samtgemeinde Hoya, UWGSH), der sich stets für den Erhalt des ursprünglichen Schulnamens einsetzte (wir berichteten), sagte im Namen der Gruppe aus CDU, UWGSH und FDP: „Ich nehme die Luft jetzt einmal von Anfang an raus und sage ,Ja, wir stimmen für die Vorlage und für den neuen Namen’. Natürlich wurde das in unserer Gruppe kontrovers diskutiert, aber die Lage hat sich jetzt nun einmal zweckmäßig entwickelt.“ Zudem bestand er darauf, dass seine Gruppe bei relevanten Entwicklungen zukünftig frühzeitig beteiligt wird. Steffen Lühring (SPD) sprach sein Verständnis aus: „Es ist nachvollziehbar, dass diese Änderung schwierig war. Aber es geht darum, eine Einheit der Schulen zu entwickeln, und das funktioniert nicht mit unterschiedlichen Namen.“ Dem stimmte auch Anne Sophie Wasner (SPD) zu und meinte, dass es vielmehr um die Entwicklung der Schüler gehe und dass der Name in Bezug darauf beiläufig sei.

Berichte der Grundschulen

Darüber hinaus berichteten die Schulleiter der Grundschulen der Samtgemeinde über ihre Einrichtungen. Sandra Philip-Asmus von der Grundschule Hoya betonte die „sehr gute Lehrerversorgung von 100 Prozent“. Durchschnittlich gebe es rund 170 Schüler an der Schule, die in neun Klassen aufgeteilt sind. Außerdem gebe es seit Kurzem eine neue Schulordnung, die von allen Jungen und Mädchen unterschrieben wurde. Zudem habe die Einrichtung zwei neue Lehrkräfte eingestellt und beschäftige eine FSJlerin. „Wir unterstützen die Grundschule Wechold mit Abordnungen. Ein Lehrer gibt dort für acht Stunden in der Woche Unterricht“, sagte sie.

Liane Ehbrecht, die Leiterin der Wecholder Grundschule, führte ebenfalls die 100-prozentige Versorgung an. Die Lehreinrichtung habe momentan 94 Schüler, sechs Lehrkräfte, drei pädagogische Mitarbeiter sowie einen Bundesfreiwilligendienstler, der 19 Stunden pro Woche seine Unterstützung anbietet. Auch die baulichen Neuerungen sprach sie an: „Wir haben unsere Bushaltestelle im Sommer behindertengerecht umgebaut und die Radständer sowie eine Laterne erneuert.“ Zu Beginn des Schuljahrs habe es zudem Planungstreffen mit der Kita „Gänseblümchen“ aus Wechold und der Kita „Waldwichtel“ aus Hoyerhagen gegeben, um die Zusammenarbeit zu konkretisieren. „Das Brückenjahr soll nicht mehr in der Schule stattfinden, sondern die vorschulische Arbeit wird in den Kindergärten durchgeführt“, erklärte Ehbrecht.

„Insgesamt haben wir an der Gretel-Bergmann-Grundschule Eystrup und der Hasseler Grundschule 210 Schüler, davon 157 in Eystrup und 53 in Hassel“, berichtete Leiterin Cornelia Kehlbeck-Raupach. Einschulungskinder gebe es in Eystrup im Jahr 2020/21 voraussichtlich 47, in Hassel hingegen 21. 2021/22 sehe es für Hassel aber schon anders aus, denn dann sollen nur vier Kinder eingeschult werden. In Eystrup seien es dann 43. „Oberstes Ziel ist die Zusammenführung der beiden Standorte, es sollen auch Fachkräfte beispielsweise Sport und Religion in Hassel lehren“, betonte sie. Derzeit gebe es 13 Lehrkräfte im Stammkollegium an der Gretel-Bergmann-Grundschule, wovon eine abgeordnete Lehrkraft in Hassel unterrichtet. Im Schulverwaltungsblatt solle zum 1. August 2020 die Konrektorenstelle ausgeschrieben werden. Kehlbeck-Raupach rechnet mit „guten Aussichten für die Besetzung“.

In der Kapitän-Koldewey-Grundschule Bücken würden derzeit 103 Kinder von neun Lehrkräften betreut werden, sagte Leiter Joachim von Lingen. Außerdem fand eine behindertengerechte Sanierung der Lehrertoiletten statt sowie die Erneuerung der Deckenplatten im Schulflur und einiger schadhafter Stellen im Außenmauerwerk. Im nächsten Jahr stehe die Fenstersanierung an. Morgen ist der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne in Bücken zu Gast. Im Rahmen des Projektes „Bildung 2040“ wird ab 16 Uhr an längerfristigen Perspektiven der Bildung für den Primarbereich gearbeitet.

Beantragung zusätzlicher Mittel

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war der Haushalt 2020 für den Bereich der Schulen. Die Schulleitungen hatten bereits zusätzliche Mittel für die Anschaffung von Geräten und Mobiliar sowie insbesondere zur Erweiterung ihrer digitalen Infrastruktur beantragt. „Die Gesamtsumme beläuft sich auf 95 000 Euro“, verkündete Britta Grohs. Ziel sei es laut Beschlussvorlage, die digitale Ausstattung der Lehreinrichtungen mit Mitteln des Digitalpakts zu finanzieren.

Die Mitglieder des Schulausschusses empfahlen schließlich einstimmig die Bereitstellung von zusätzlichen Haushaltsmitteln im Jahr 2020.

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