Neue Rangfolge / Stellungnahmen noch möglich

Umspannwerksstandort: Mehringen von 0 auf Platz 2

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Das bestehende Umspannwerk in Wechold teilen sich die Firmen Tennet und Avacon. Tennet verteilt den Strom überregional, die Avacon regional. Das Umspannwerk steht auf einer Fläche von 3,5 Hektar. Der von Tennet geplante Neubau würde zusätzliche 10 Hektar benötigen, wobei das Umspannwerk in Wechold bestehen bleibt, weil es weiterhin benötigt wird.

Samtgemeinde - Von Michael Wendt. Die Firma Tennet würde das geplante Umspannwerk in der Samtgemeinde Hoya in Magelsen bauen. Daran hat auch die Einbeziehung weiterer drei möglicher Standorte in das Raumordnungsverfahren nichts geändert. Zweitbeste Alternative ist laut Tennet die Feldmark zwischen Mehringen und Ubbendorf – ein von Bürgern vorgeschlagener Standort. Wechold liegt neu auf Platz drei, jetzt vor statt hinter Hoyerhagen*. Die weiteren drei Standorte scheinen keine echte Rolle zu spielen.

Nach Eingaben aus der Bevölkerungen haben Tennet und das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) als zuständige Behörde das laufende Raumordnungsverfahren erweitert. Bürger hatten Mehringen und Hoyerhagen-Tivoli (westlich der Kreuzung Tonnenweg/Vogelsang) als Umspannwerksstandorte ins Spiel gebracht. Tennet prüfte zudem einen Standort östlich des Hellbergs auf Eignung, weil dort die geplante Erdkabelstrecke in eine Freileitung übergeht und wie nördlich von Mehringen eine Kabelübergabe-Station entstehen soll.

Der Standort Wechold liegt jetzt in der Rangfolge vor Hoyerhagen, weil die Stromleitungen direkt dorthin geführt werden können. Vormals hatte Tennet ein Gebäude in der Nähe fälschlicherweise als bewohnt eingestuft und die Leitungen weiträumig drum herum geplant.

20 Interessierte bei Bürgersprechstunde

Bei einer Bürgersprechstunde erörterten Tennet und ArL kürzlich im Hoyaer Rathaus die Planungen. 20 Interessierte kamen, teilt Tennet mit. Vor Ort war auch Stefano Panebianco vom ArL, das letztlich vorentscheidet, welcher Standort es werden soll. „Wir gehen davon aus, Anfang 2018 das Raumordnungsverfahren abzuschließen“, sagte er. Es endet mit einer „Landesplanerischen Feststellung“, die Gutachter-Charakter habe. Im abschließenden Planfeststellungsverfahren muss die zuständige Landesbehörde die Vorplanungen grundsätzlich berücksichtigen, kann aber in Details davon abweichen.

So vergleicht Tennet die sieben Standorte für ein Umspannwerk.

Tennet als Bauherr des Umspannwerks und der neuen 380-Kilovolt-Leitung geht davon aus, ein Jahr nach Abschluss der Raumordnung die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zusammengestellt zu haben. „Das Planfeststellungsverfahren kann lange dauern“, sagte Panebianco. Anspruch sei aber, es schnell abzuarbeiten, denn bundesweit sollen die Netze bis 2024 fit sein für die Einspeisung und Weiterleitung regenerativ erzeugten Stroms.

Zwei Jahre Bauzeit eingeplant

Tennet plant derzeit mit zwei Jahren Bauzeit für Umspannwerk und 380-kV-Trasse.

Die Unterlagen für den erweiterten Standortvergleich liegen noch bis zum 4. Oktober im Rathaus Hoya aus. Eine Stellungnahme kann bis 18. Oktober erfolgen. „Uns ist ein transparentes, nachvollziehbares Verfahren wichtig“, sagte Panebianco, „wir werden veröffentlichen, was aus den Stellungnahmen geworden ist.“

Näheres auf www.grafschaft-hoya.de. Unterlagen zum erweiterten Standortvergleich gibt es auch an dieser Stelle (dazu lässt sich diese Legende zur Orientierung nutzen):

Standort Duddenhausen

Umspannwerk Tennet Standort Duddenhausen

Standort Hoyerhagen Hoya

Umspannwerk Tennet Standort Hoyerhagen Hoya

Standort Hoyerhagen Tivoli

Umspannwerk Tennet Standort Hoyerhagen Tivoli

Standort Magelsen

Umspannwerk Tennet Standort Magelsen

Standort Mehringen Nord

Umspannwerk Tennet Standort Mehringen Nord

Standort Mehringen Süd

Umspannwerk Tennet Standort Mehringen Süd

Standort Wechold

Umspannwerk Tennet Standort Wechold

* Tennet nennt den Standort „westlich von Hoya“, er liegt südlich des Tonnenwegs, etwa auf halber Strecke vom Ortsausgang bis zur Kreuzung Vogelsang.

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