„Präventive Maßnahme steigert die Wohnqualität“

13 neue Schilder in Hassel - Tempo-30-Zone erweitert

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Stefan Bormann, Stefan Gädecke, Dennis Mankowski (alle vom Bauhof) und Bürgermeister Heiko Lange (von links) haben bis jetzt nur positive Rückmeldungen zur Erweiterung der 30er-Zone in Hassel erhalten. 

Hassel - Von Vivian Krause. Mitarbeiter des Bauhofs haben kürzlich in Hassel 13 neue Schilder aufgestellt und 14 alte entfernt. Die neuen Verkehrszeichen weisen im nördlich gelegenen Teil der Landesstraße 330 und der Kreisstraße 151 weitere 30er-Zonen aus. Entfernt wurden Stopp- und Vorfahrtsschilder. Denn: Ab sofort gilt in dem Bereich generell rechts vor links, mit nur einer Ausnahme.

Vor dem Bahnübergang an der Einmündung zur Bürgermeister-Kawalek-Straße haben die auf der Bürgermeister-Precht-Straße fahrenden Fahrzeuge Vorfahrt. Grund ist laut Bürgermeister Heiko Lange, dass die Gefahr zu groß wäre, dass Fahrzeuge auf dem Bahnübergang zum Stehen kommen, wenn sie die Vorfahrt gewähren müssten.

Es handelt sich in den nun als 30er-Zonen ausgewiesenen Bereichen nicht um Unfallschwerpunkte, jedoch um eine Hauptader, gerade für Kinder, die auf ihrem Schulweg diesen Bereich passieren, sagt Lange. Die Beschränkung der Geschwindigkeit trägt zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit bei.

Generell gilt in der 30er-Zone rechts vor links. Mit einer Ausnahme: Autofahrer, die aus der Bürgermeister-Kawalek-Straße kommen, müssen die Vorfahrt achten; jene auf der Bürgermeister-Precht-Straße haben Vorfahrt.

Zwei Messungen mit Geschwindigkeitsmessgeräten haben ergeben, dass nicht nur zahlreiche Fahrzeuge diese Bereiche entlang fahren, sondern dass sie oft auch viel zu schnell unterwegs sind. Geschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde waren in den einstigen 50er-Zonen gemessen worden. In der Heinrich-Köhlmoos-Straße beispielsweise sind laut Heiko Lange innerhalb von sieben Tagen 1 250 Verkehrsbewegungen gemessen worden, auf der Bürgermeister-Precht-Straße waren es an zehn Tagen rund 3 500. „Der Verkehr hat hier unheimlich zugenommen“, sagt Lange.

Auf Anregung der Bürger hatte der Rat der Gemeinde Hassel sich mit dem Thema befasst, sagt Lange. „Viele Anwohner haben sich über den Verkehr und die hohe Geschwindigkeit beschwert.“ Nach kontroversen Diskussionen stimmt der Rat für die Einrichtung von Tempo-30-Zonen. Es folgte eine Antragstellung beim Straßenverkehrsamt Nienburg. Mit Erfolg.

Bei zwei Ortsterminen mit der Verwaltung, dem Straßenverkehrsamt Nienburg, der Polizei Nienburg und der VGH Hoya wurde laut Lange klar, dass die Einrichtung der 30er-Zonen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt und die Entwicklung der Wohnqualität in der Gemeinde erhöht. Die Verkehrsbetriebe sehen keine grundsätzlichen Einschränkungen in die Belange des öffentlichen Personennahverkehrs.

Folgende Straßenzüge sind als 30er-Zonen ausgewiesen worden: Grüner Jäger, Im Kneifel, Heinrich-Gestering-Straße, Waldstraße, Bürgermeister-Precht-Straße, Heinrich-Köhlmoos-Straße, Bergstedtstraße, Gantenstraße, Mühlenstraße, Alter Postweg, Breslauer Straße.

Auf den folgenden Karten sind die neuen Beschilderungen eingezeichnet: 

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