Das nächste Projekt: „die 12“

Hasseler Künstler arbeitet erneut mit Kirchengemeinden zusammen

Henning Diers. - Foto: Steuer
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Henning Diers. 

Hassel/Balge - Von Michael Wendt. Nach dem erfolgreichen, überregional beachteten Projekt „Bilder95Thesen“ ist der Hasseler Künstler Henning Diers erneut aktiv und arbeitet dabei wieder mit Kirchengemeinden in der Region Hoya zusammen – landkreis- und kirchenkreis-übergreifend. „die 12“ heißt das aktuelle Kunstprojekt, in dem Diers gemeinsam mit Kirchenmitgliedern das Leben und Wirken der zwölf Jünger Jesu beleuchtet.

Das Ergebnis fließt in die Gestaltung von zwölf Stühlen. Sie sollen die Einladung Jesus Christus symbolisieren, sich mit ihm an einen Tisch zu setzen. Das Projekt startet morgen in Balge. Nach einer einjährigen Schaffensphase zeigt Henning Diers die Gesamtschau in allen beteiligten Kirchengemeinden.

„Ich nutze meinen eigenen Schwung aus dem Thesen-Projekt und mache gleich weiter“, sagt der Künstler. Bei den Kirchengemeinden sei er auf offene Ohren gestoßen – auch aufgrund der guten Erfahrungen bei „Bilder95Thesen“. Für ihn sei es spannend, die Kirchengemeinden auf diese Art miteinander in Kontakt zu bringen. Dieser sei aufgrund unterschiedlicher Kirchenkreis-Zugehörigkeit ansonsten nicht immer gegeben. So sind neben acht Gemeinden aus dem Kirchenkreis Syke-Hoya (siehe Kasten) auch zwei aus Verden dabei (Kirchlinteln und Dörverden) sowie zwei aus Nienburg (Balge/Schweringen und eine noch nicht genannte).

Los geht es im Kirchenkreis Nienburg. Nach mehrwöchiger Ideenfindung und -umsetzung präsentieren Henning Diers und eine Arbeitsgruppe aus der Gemeinde den ersten Stuhl des Kunstprojekts. Es soll der von Apostel Bartholomäus sein, nach dem die Balger Kirche benannt ist.

„In der Bibel und theologischen Arbeiten findet man nicht ganz so viel über ihn“, sagt Henning Diers. „Deshalb haben wir uns die Bartholomäus-Darstellung in Leonardo da Vincis Gemälde ,Das Abendmahl‘ angesehen. Es zeigt den Moment, in dem Jesus sagt: ,Einer unter euch wird mich verraten!‘.“ Bartholomäus, ist auf dem Bild ganz links dargestellt, empört aufspringend.

Ohne zu viel zu verraten: Der gestaltete Stuhl soll die Dynamik des Jüngers vermitteln und auch Bezug nehmen zum Tod Bartholomäus’. Er starb als Märtyrer, wurde geköpft und gehäutet.

Mit der Gestaltung des zweiten Stuhls beschäftigt sich dann eine Gruppe aus der Kirchengemeinde Eitzendorf.

Am Ende des Projekts ist die Gesamtschau aus zwölf Stühlen der Reihe nach in allen teilnehmenden Gemeinden zu sehen. „Dann können sich die Besucher selbst fragen: Welcher Platz passt zu mir? Welcher Stuhl wäre wohl der richtige für mich?“, sagt Henning Diers.

Der Ostersonntags-Gottesdienst in der Balger Kirche (Kirchstraße 3) beginnt um 10 Uhr.

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