Musikzug der Grafenstadt Hoya spielt vier Mini-Platzkonzerte

Schmetternd bis stimmungsvoll

Mit vier Mini-Platzkonzerten hat der Musikzug der Grafenstadt die Einwohner in den Hoyaer Vierteln erfreut. Das Bild zeigt die insgesamt 28 Musiker unter der Stabführung von Laurent Loiseau auf dem Parkplatz Wienhofstraße, Ecke Rosenstraße im dritten Viertel.
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Mit vier Mini-Platzkonzerten hat der Musikzug der Grafenstadt die Einwohner in den Hoyaer Vierteln erfreut. Das Bild zeigt die insgesamt 28 Musiker unter der Stabführung von Laurent Loiseau auf dem Parkplatz Wienhofstraße, Ecke Rosenstraße im dritten Viertel.

Es ist eine kleine Tournee, die der Musikzug der Grafenstadt Hoya hinter sich gebracht. Mit vier Auftritten an einem Abend beglückte das Ensemble die Bewohner der vier Viertel.

Hoya – Starke Rhythmen und wohlgesetzte Bläsertöne aus vier Richtungen: Das haben Hoyas Einwohner am Donnerstagabend erlebt. Dank des Musikzugs der Grafenstadt fühlten sich viele Zuhörer in jene Stimmung versetzt, die – normalerweise – alle vier Jahre herrscht, wenn das traditionsreiche Bürgerschießen stattfindet. Diesmal, exakt am Donnerstag, dem 1. Juli 2021, wäre es das 400-Jährige gewesen, das mit dem Kommersabend seinen Anfang genommen hätte. Corona aber zwang zum Aufschub des Jubiläumsfests der Superlative. Doch der Musikzug sprang ein.

Mit vier Mini-Platzkonzerten gelang den 28 Musikern mit großem Können und spielerischer Leidenschaft mehr als das, was sie sich vorgenommen hatten – nämlich, einen Hauch von Bürgerschießen zu vermitteln. Es war schon eher eine steife Brise, die da aufkam und in das Segel der Schaluppe „John B“ griff, wenn die Bläser und Trommler des Musikzugs den guten alten Beach-Boys-Hit mit neuem, instrumental vibrierendem Leben erfüllten. „Sloop John B“ wird den Zuhörern wohl noch lange als Ohrwurm im Gedächtnis bleiben – ebenso wie die anderen Mini-Konzert-Titel.

Mit einer gehörigen Portion Temperament und Esprit leitete Stabführer Laurent Loiseau den Auftritt der 28 Musikzugmitglieder im jeweiligen Zentrum der vier Bürgervereinsviertel. Dank eines sorgsam ausgetüftelten und entsprechend angekündigten Zeitplans versammelten sich an den Auftrittsorten schon vor Konzertbeginn zahlreiche Zuhörer, unter ihnen die Vorstandsmitglieder der Bürgervereine in der festlich angemessenen Kleidung, bestehend aus schwarzem Anzug und schwarzem Zylinder. Auch die Mitglieder der Bärenkappenkompanie trugen mit ihrem eindrucksvollen Traditions-Outfit zur Bürgerschießen-Atmosphäre bei.

Das erste Mini-Platzkonzert des Abends fand im vierten Viertel auf dem Grünstreifen an der Rudolf-Harbig-Straße, Ecke Kiebitzstraße statt. Mit ihren Autos brachen die Musiker anschließend zum zweiten Konzertort auf, dem Parkplatz an der Wienhofstraße, Ecke Rosenstraße. Wiederum motorisiert ging es weiter zum Konzertschauplatz Nummer drei im zweiten Viertel, auf dem Lindenhof-Parkplatz. Zum Abschluss ging es in das erste Viertel, die Heimat des amtierenden Bürgerkönigs, Bernd Westhoff, und des Musikzugs. Dort fand das vierte Mini-Konzert des Abends auf dem Platz vor dem Rathaus statt.

Bei allen vier Konzerten verstanden es die Musiker am Donnerstagabend, die Zuhörer mit Erfolgstiteln aus ihrem Repertoire zu begeistern. „Resi“ ist so ein Stück, mit dem der Musikzug sein Publikum immer wieder zum Tanzen und In-die-Hände-Klatschen anfeuerte. Die Bläsersätze, von schmetternd bis stimmungsvoll, wurden unterfüttert von den virtuos wirbelnden Trommlern und den Basstönen eines weithin sichtbaren weißen Sousafons. Mit den Titeln ihrer Mini-Konzerte entführten die Musiker ihre Fans in die rechte Bürgerschießen-Stimmung und zugleich in die romantische Melodienwelt vergangener Jahre. Überaus einfühlsam gelang das etwa mit dem Klassiker „Country Roads“ oder mit Elvis Presleys Superhit „I Can’t Help Falling In Love With You“. In solchen Stücken entwickeln die Bläser des Musikzugs einen unverwechselbar sanften und zugleich geschliffenen Sound – ohne Frage ein Ergebnis intensiver Probenarbeit.

Für die Mitglieder des Musikzugs der Grafenstadt Hoya war das vierfache Konzertereignis der erste Auftritt nach coronabedingter Pause. Eine insgesamt große Zuhörerzahl belohnte die Musiker für ihren Einsatz. Der Applaus, den sie dafür ernteten, bewies, dass sie ihr Motto für den Abend, einen „Hauch von Bürgerschießen“ zu vermitteln, hundertprozentig verwirklicht hatten.

Unterdessen sind die Arbeitsgruppen der Bürgervereine weiterhin im Einsatz, um die Vorbereitungen für das 400. Bürgerschießen voranzutreiben, damit sie beim erhofft baldigen Ende der Coronabeschränkungen verwirklicht werden können.

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