Maßnahme kostet schlimmstenfalls 120 000 Euro

Mühlbachbrücke muss saniert werden

Die Ausschussmitglieder überprüfen die Substanz der Brücke über den Mühlbach.
+
Die Ausschussmitglieder überprüfen die Substanz der Brücke über den Mühlbach.

Bücken – Jahr für Jahr passieren insbesondere im Sommer Radfahrer die Holzbrücke über den Bücker Mühlbach auf ihrer Tour entlang des Weserradwegs. Etwa drei Jahrzehnte ermöglicht das Bauwerk schon das Überquren des kleinen Flusses. Nun aber muss es saniert werden. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses des Fleckens machten sich am Montagabend ein Bild vom Zustand der Brücke und besprachen mögliche Maßnahmen.

Es seien drei Varianten untersucht worden, schilderte Sören Schumacher von der Verwaltung der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Die finanziellen Auswirkungen würden zwischen 30 000 und 120 000 Euro liegen. Teuerste Variante sei der komplette Brückenneubau. Ob dieser notwendig werde, würde man erst im Verlauf des Rückbaus sehen. Augenscheinlich abgängig seien derzeit nur der Bodenbelag sowie das Geländer.

Deshalb empfehle laut Schumacher die Verwaltung die Variante 2, die Erneuerung des Brückengeländers in Holzbauweise sowie einen neuen Bodenbelag aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Der Kostenpunkt: circa 40 000 Euro. Eine Sanierung mit Holzbohlen als Bodenbelag sei zwar etwa 10 000 Euro günstiger, dafür aber auch witterungsanfälliger. Damit sei langfristig von höheren Wartungskosten auszugehen als bei einer Bauweise mit dem wetterbeständigen GFK, welches aufgrund seiner geschlossenen Oberfläche zudem kein Niederschlagswasser an die Unterkonstruktion zulasse.

Einige Mitglieder des Gremiums erkundigten sich nach der Möglichkeit, zwar einen Neubau in Angriff zu nehmen, aber aus finanziellen Gründen die Unterkonstruktion stehen zu lassen. „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Neubau mehr als 100 000 Euro kosten soll“, meinte beispielsweise Bernd Gräpel von er Wählergemeinschaft Bücken und umzu. „Die Unsicherheit sind die Widerlager“, sagte Jürgen Köneking vom Bauamt der Samtgemeinde. Er glaube nicht, dass diese den aktuellen Standards der Statiker entsprechen würden. Zudem würden zusätzliche Kosten anfallen für die Planung und die statischen Berechnungen. Bei einer Teilsanierung hätten die alten Widerlager aber Bestandsschutz.

Die Verwaltung informierte außerdem darüber, dass das neue Geländer der Brücke 30 Zentimeter höher werde, um den aktuellen Vorschriften gerecht zu werden. Diese Maßnahme sei besonders wichtig aufgrund der vielen Fahrradfahrer, welche die Brücke nutzen würden.

Nach einigen Diskussionen entschieden sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses dafür, die zweite Variante als Empfehlung an den Rat weiterzugeben. Demnach favorisieren sie die Bauweise mit glasfaserverstärkten Kunststoff als Belag. Des Weiteren baten sie die Verwaltung darum, zu prüfen, welche preislichen Unterschiede es gebe bei einem Geländer aus Holz oder Metall. Es bestehe die Befürchtung, dass ein 1,30 Meter hohes Holzgeländer zu massiv wirke.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Wer fälscht, wird gekündigt: So kontrollieren Hoyaer Unternehmen die Einhaltung der 3G-Regel

Wer fälscht, wird gekündigt: So kontrollieren Hoyaer Unternehmen die Einhaltung der 3G-Regel

Wer fälscht, wird gekündigt: So kontrollieren Hoyaer Unternehmen die Einhaltung der 3G-Regel
Ausbau der L351 in Schweringen: Land will im Herbst loslegen

Ausbau der L351 in Schweringen: Land will im Herbst loslegen

Ausbau der L351 in Schweringen: Land will im Herbst loslegen
Tödlicher Unfall bei Bücken: Polizei ermittelt Tatverdächtigen

Tödlicher Unfall bei Bücken: Polizei ermittelt Tatverdächtigen

Tödlicher Unfall bei Bücken: Polizei ermittelt Tatverdächtigen
Corona-Test positiv: Paar aus Samtgemeinde Hoya berichtet von Leben in Quarantäne

Corona-Test positiv: Paar aus Samtgemeinde Hoya berichtet von Leben in Quarantäne

Corona-Test positiv: Paar aus Samtgemeinde Hoya berichtet von Leben in Quarantäne

Kommentare