Rat sichert finanzielle Unterstützung zu

„Alles ist auf Spur“:Planungen für den Bau einer Lagerscheune in Schweringen schreiten voran

Als Standort für die neue knapp 350 Quadratmeter große Lagerscheune zieht die Gemeinde das Flurstück nördlich des Sportplatzes in Schweringen in Betracht. Bisherige Eigentümerin ist die Meyer-Seeken-Stiftung.
+
Als Standort für die neue knapp 350 Quadratmeter große Lagerscheune zieht die Gemeinde das Flurstück nördlich des Sportplatzes in Schweringen in Betracht. Bisherige Eigentümerin ist die Meyer-Seeken-Stiftung.

Schweringen – „Alles ist auf Spur“, fasste Gemeindedirektor Detlef Meyer am Dienstagabend während einer Sitzung des Rats der Gemeinde Schweringen die aktuellen Planungsfortschritte bezüglich des Baus einer Lagerscheune für den Männerturnverein (MTV) Schweringen zusammen.

Dieser wünscht sich nämlich schon seit einiger Zeit eine neue Einlagerungsmöglichkeit für Großgeräte und übrige Materialien, die nicht ganzjährig dem Sportbetrieb dienen. Die alte steht aufgrund eines Eigentümerwechsels nicht mehr zur Verfügung. Auch die übrigen Kulturträger sowie die Gemeinde selbst könnten in der neuen Scheune verschiedenste Utensilien unterbringen. Der Rat sicherte diesem Projekt nun seine finanzielle Unterstützung zu, allerdings nur unter der Voraussetzung einer Bezuschussung im Rahmen der Dorferneuerung und der Sicherstellung der Gesamtfinanzierung.

Wie Meyer verkündete, sei jedoch diesbezüglich alles auf den Weg gebracht worden. Der Fördersatz betrage „außergewöhnliche“ 73 Prozent, was bei einer Gesamtinvestition von rund 186 000 Euro inklusive eigener Arbeitsleistungen einen Anteil von knapp 136 000 Euro ausmache. „Das ist ein großer Erfolg“, bewertete Meyer den Zuschuss im Rahmen der Dorferneuerung. Somit blieben noch rund 25 000 Euro übrig, wovon der MTV circa 20 000 Euro aus eigener Tasche zahle. Der Anteil für die Gemeinde belaufe sich demnach auf maximal 6 000 Euro. „Eine hervorragende Kofinanzierung“, sagte der Gemeindedirektor. Auch der Bauvorbescheid sei bereits positiv beschieden worden und damit ein „optimaler Zustand für alle Beteiligten“ erreicht.

Er war sichtlich erfreut über die Fortschritte im Rahmen dieses Projekts, da das Thema die Gemeinde schon einige Jahre begleiten würde. Besonders die Standortefrage der Lagerscheune habe sich schwierig gestaltet. Am geeignetesten erscheine dafür ein Grundstück nördlich des Sportplatzes/Beachvolleyballplatzes. Dieses gehöre jedoch der Meyer-Seeken-Stiftung. Die Gemeinde habe sich daher darauf geeinigt, einen Teilbereich davon zu erwerben.

Auch die Ratsmitglieder teilten Meyers Freude über die Planungsfortschritte. Ehler Harms (Grüne) meinte beispielsweise: „Das ist sehr, sehr wichtig für Schweringen und für unsere Bürger. Durch die vielfältige Vereinsarbeit können wir uns starkmachen.“

Schweringen: Rat hebt Förderungsprogramm zur Gewährung von Zuschüssen für Grundstückskauf auf

Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war am Dienstagabend die Aufhebung des Förderprogramms zur Gewährung von Zuschüssen beim Kauf von Baugrundstücken und Wohnhäusern in Schweringen, wofür sich schließlich auch alle Ratsmitglieder aussprachen.

Als die Gemeinde diese Unterstützung 2013 ins Leben rief, verfolgte man damit das Ziel, der demografischen Entwicklung und dem langfristig zu erwartenden Bevölkerungsrückgang entgegenzuwirken. Um potenziellen Neubürgern einen Anreiz zu bieten, sich langfristig in Schweringen niederzulassen, wurden jährlich eigene Haushaltsmittel – insgesamt 134 000 Euro – für den Kauf von Baugrundstücken und Wohnhäusern bereitgestellt. Die Zuschusshöhe betrug 750 Euro (auch für Kinder, die innerhalb von zwei Jahren nach Kauf geboren wurden), maximal aber 3 000 Euro. „Ein tolles Projekt für das kleine Schweringen“, resümierte Detlef Meyer. Es sei damals erfolgreich angelaufen, sodass es nur noch wenige Bauplätze in der Gemeinde gebe, führte Frank Stumpenhausen (WGWFS Schweringen) weiter aus.

Der Rat stimmte jedoch dafür, das Förderprogramm 2022 auslaufen zu lassen, denn die Einwohnerzahlen hätten sich nicht wie gewünscht verändert. „Sie sind sogar eher gesunken“, sagte der Gemeindedirektor. 2012 lag man noch bei insgesamt 794 Personen, 2021 sind es 767. „Man muss auch bedenken, dass es sich dabei um Steuergelder handelt. Zudem bietet Schweringen bereits sehr günstiges Bauland an“, so Meyer. 30 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließungsbeitrag waren es 2020. Dem konnte auch Ehler Harms zustimmen. „Das Förderprogramm war eine gute Idee, der Effekt jedoch leider nicht so durchschlagend. Wir können den Ort jedoch auch auf andere Art und Weise für Neuzugänge interessant machen“, war er sich sicher.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Sprengfähige Mörsergranate, schwere Brandstiftung, lebensgefährliche Verfolgungsfahrt

Sprengfähige Mörsergranate, schwere Brandstiftung, lebensgefährliche Verfolgungsfahrt

Sprengfähige Mörsergranate, schwere Brandstiftung, lebensgefährliche Verfolgungsfahrt
Die unglaubliche Reise des Nienburger Fußballers Jens Todt

Die unglaubliche Reise des Nienburger Fußballers Jens Todt

Die unglaubliche Reise des Nienburger Fußballers Jens Todt
Wer fälscht, wird gekündigt: So kontrollieren Hoyaer Unternehmen die Einhaltung der 3G-Regel

Wer fälscht, wird gekündigt: So kontrollieren Hoyaer Unternehmen die Einhaltung der 3G-Regel

Wer fälscht, wird gekündigt: So kontrollieren Hoyaer Unternehmen die Einhaltung der 3G-Regel
Lutz Bittner gibt die Leitung des Johann-Beckmann-Gymnasiums in Hoya in jüngere Hände

Lutz Bittner gibt die Leitung des Johann-Beckmann-Gymnasiums in Hoya in jüngere Hände

Lutz Bittner gibt die Leitung des Johann-Beckmann-Gymnasiums in Hoya in jüngere Hände

Kommentare