Mehrere Verdächtige festgenommen

Junge Mutter lebend mit Betonplatte in Weser geworfen: Ermittler geben neue Details bekannt

Porträtbild Mordopfer Andrea Korzen
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Wer kennt die 19-jährige Andrea Korzen?
  • Rebecca Göllner-Martin
    vonRebecca Göllner-Martin
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Die Mordkommission ermittelt im Fall der Frauenleiche in Balge (Landkreis Nienburg). Ihre Identität ist geklärt. Die Polizei konnte mehrere Verdächtigte festnehmen. Eine Person wurde inzwischen wieder freigelassen. Nun muss der genaue Tathergang ermittelt werden.

  • Binnenschiffer entdecken im Landkreis Nienburg eine Frauenleiche in der Weser
  • Mordkommission „Anker“ ermittelt nach Leichenfund.
  • Polizei nimmt mehrere Verdächtige fest und gibt neue Details bekannt.

Update vom 27. Juli: Die vier Beschuldigten im Mordfall von Andrea Korzen sind weiterhin in U-Haft. Eine fünfte Person wurde bereits kurz nach ihrer Festnahme wieder freigelassen. Der Grund: kein hinreichender Tatverdacht. Laut der Staatsanwaltschaft Verden wird auch weiterhin gegen diese Person ermittelt.

Update vom 14. Juli: Im Mordfall von Andrea Korzen haben Polizei und Staatsanwaltschaft Verden neue Details zu den Ermittlungen der vergangenen Tage veröffentlicht. Demnach wurden insgesamt fünf Tatverdächtige gefasst. Nun gehe es laut einer Meldung der beiden Behörden darum, den genauen Tathergang, bei dem die junge Frau mit einer Betonplatte beschwert in der Weser bei Balge ertränkt worden war, zu ermitteln.

Am 7. Juli wurden in Stotel-Loxstedt ein 21-Jähriger und dessen 25-jährige Verlobte durch ein mobiles Einsatzkommando der Polizei festgenommen, heißt es der Meldung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Beide Personen stehen im Verdacht an dem Mord zum Nachteil der Andrea Korzen beteiligt gewesen zu sein. Während sich der Mann in Untersuchungshaft befindet, wurde der Haftbefehl gegen die Frau aufgehoben, weil gegen Sie kein dringender Tatverdacht besteht, heißt es weiter.

Mehrere Verhaftungen im Zusammenhang mit Mord an Andrea Korzen

Am 9. Juli wurden daraufhin in Nienburg zwei Männer im Alter von 40 und 53 Jahren sowie eine 39 Jahre alte Frau aus Nienburg ebenfalls wegen des Verdachts einer Beteiligung an dem Mord festgenommen. Gegen alle drei wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft kurz darauf Haftbefehle erlassen.

Im Zusammenhang mit den Festnahmen erfolgten noch am 9. Juli mehrere Durchsuchungen im Landkreis Nienburg sowie in den Landkreisen Wiesmoor, Cuxhaven und Heidekreis. Insgesamt wurden sieben Objekte durchsucht, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mit. Die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg wurde dabei unter anderem durch Kräfte der Bereitschaftspolizei Hannover und die Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes unterstützt.

Andrea-Korzen-Ermittlungen drehen sich um genauen Tathergang

Die weiteren Ermittlungen seien mittlerweile darauf gerichtet, ausgehend vom Fund des Opfers Ende April, die näheren Umstände und Hintergründe dieser grausamen Tat zu rekonstruieren, heißt es in der Meldung der Ermittler. Nach den vorliegenden Erkenntnissen wurde Andrea Korzen mit einer Betonplatte beschwert bei lebendigem Leib in die Weser geworfen und ertrank.

Update, 10. Juli: Im Mordfall von Andrea Korzen hat es drei Festnahmen gegeben. Es handelt sich um zwei Männer und eine Frau. Das bestätigte gestern Marcus Röske, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Verden. Die Festgenommenen befinden sich in Untersuchungshaft. Ihnen wird Mord vorgeworfen. Unter den Personen soll sich ein Nienburger befinden.
 
Die Leiche von Andrea Korzen aus Schöningen (Landkreis Helmstedt) ist am 28. April dieses Jahres aus dem Weser-Schleusenkanal in Balge geborgen worden. Ein Binnenschiffer hatte den leblosen Körper der 19-Jährigen im Wasser treibend entdeckt. Schnell war klar, dass die junge Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Korzen soll Kontakte ins Rotlichtmileu gehabt haben und in Nienburg der Prostitution nachgegangen sein. 

Aufgrund der Obduktionsergebnisse steht fest, dass das Opfer lebend im Schleusenkanal versenkt wurde und ertrank. Die Frau war mit einer Steinplatte beschwert. Die Ermittlungen in dem Mordfall liefen seitdem auf Hochtouren. Eine 25-köpfige Mordkommission mit dem Namen „Anker“ wurde eingerichtet. Zuletzt hatten Staatsanwaltschaft und Polizei eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgeschrieben, um weitere Hinweise zur Ergreifung der Täter zu erhalten. Ob diese Hinweise nun entscheidend für die Festnahmen waren, war am Freitag noch unklar.

Update, 26. Juni: Der leblose Körper von Andrea Korzen aus Schöningen (Landkreis Helmstedt) ist am 28. April dieses Jahres aus dem Schleusenkanal in Balge bei Nienburg geborgen worden. Ein Binnenschiffer hatte die Leiche der 19-Jährigen im Wasser treibend entdeckt. Schnell war klar, dass die junge Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist.  Nun setzen die Staatsanwaltschaft und Polizei Nienburg mit einer gemeinsamen Presseerklärung auf weitere mögliche Zeugen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung von 5 000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen.

Zum jetzigen Zeitpunkt, insbesondere aufgrund der Obduktionsergebnisse, wissen die Ermittler laut Presseninformationen, dass das Opfer lebend im Schleusenkanal versenkt wurde und ertrank. Andrea Korzen sei mit einer Steinplatte beschwert gewesen. Derzeit gehen Polizei und Staatsanwaltschaft etwa 30 Hinweisen nach. „Vermutlich sind die Täter, mindestens zwei Männer, dem Rotlichtmilieu zuzuordnen“, heißt es weiter. Zuletzt wurde die junge Mutter lebend am 5. April im Bereich des Nienburger Bahnhofs gesehen.

Die Ermittlungsbehörden wenden sich mit speziellen Fragenstellungen an die Öffentlichkeit und hoffen dadurch, Aufschlüsse zur Tat zu erhalten:

Polizei Nienburg fragt zum Gewaltverbrechen:

  • Wer hat in der Zeit zwischen dem 5. und 6. April Beobachtungen am Schleusenkanal gemacht? Auch scheinbar unwichtige Dinge könnten dabei bedeutsam sein.
  • Interessant für die Ermittler seien auch Beobachtungen von Fahrzeugen, neben NI-Kennzeichen auch die Kennzeichen WTM und FRI.
  • Wer hat Andrea Korzen in Nienburg oder Umgebung gesehen?
  • Wer kann Angaben zu ihrem Aufenthaltsort und/oder Wohnort machen?
  • Wer kann Hinweise auf unerlaubte Prostitution im Bereich Nienburgs geben? Wertvoll seien auch Hinweise aus der Szene.
  • Insbesondere für diesen Personenkreis fügt die Staatsanwaltschaft hinzu, dass Hinweise auch vertraulich entgegengenommen werden können.
  • Bei der Polizei ist ein Hinweistelefon eingerichtet, das rund um die Uhr erreichbar ist unter der Nummer 0172/2628714.

Update, 14. Mai: Bei der Frauenleiche, die in der Weser bei Nienburg gefunden worden ist, handelt es sich um die 19-jährige Andrea Korzen aus Schöningen im Landkreis Helmstedt. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Behörden gehen nach ersten Ermittlungen von einem Gewaltverbrechen aus. Die Polizei hat inzwischen eine 25-köpfige Mordkommission eingerichtet und bittet die Bevölkerung nun um Mithilfe:

„Wer hat Beobachtungen im Zeitraum von Ende März bis Mitte April im Bereich der Schleuse in Balge gemacht, möglicherweise Personen beobachtet, die sich im Bereich der Brücke an der Schleuse aufhielten beziehungsweise dort ein Fahrzeug in der Nähe parkten? Wer kann Angaben Aufenthaltsort von Andrea Korzen ab Mitte März machen?“

Leichenfund in der Weser: Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass sich die 19-Jährige in diesem Zeitraum zeitweise in Nordenham und auch Nienburg beziehungsweise Drakenburg aufgehalten hat. Weiterhin fehlen die persönlichen Gegenstände des Opfers. Die Polizei fragt: „Wer hat weibliche Bekleidung zwischen Ende März bis Mitte April aufgefunden, die augenscheinlich entsorgt oder achtlos weggeworfen wurde und die sich nicht zweifelsfrei einer Spende zuordnen lässt?“

Frauenleiche in Balge: Wer kennt Andrea Korzen?

Es gibt Hinweise darauf, dass Andrea Korzen möglicherweise Kontakte zum Rotlichtmilieu in Hannover sowie ins Bremer Umland hatte. Des Weiteren trug das Opfer eine Tätowierung am Hals, es symbolisiert ein circa 5x5 Zentimeter großes religiöses Kreuz, daneben in Schreibschrift der Buchstabe „P“. Die Polizei fragt, wem dieses Tattoo bekannt oder wem die Tätowierung im Zeitraum Ende März bis Mitte April aufgefallen ist.

Wer hat dieses Tattoo schon mal gesehen?

Personen, die in den zurückliegenden Monaten Kontakt zu Andrea Korzen hatten oder Angaben zu ihren konkreten Aufenthaltsorten und auch Kontaktpersonen machen können, werden gebeten, sich mit der Mordkommission in Nienburg/Schaumburg oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Bei der Mordkommission wurde dafür ein Hinweistelefon eingerichtet: 04917/22628714. Hinweise können vertraulich angenommen werden.

Originalmeldung, 6. Mai: Balge - „Die Identität der Frauenleiche ist geklärt“, sagte Martin Schanz, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Verden, auf Nachfrage der Kreiszeitung. Mehr Informationen zu der Person wollte er aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht preisgeben.

Ein Taucher sowie Beamte in einem motorisierten Schlauchboot suchen den Fundort nach weiteren Hinweisen zu der Gewalttat ab.

Unter Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen „und aus Rücksicht auf die Angehörigen der Toten“ wollte er keine weiteren Angaben machen. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen würden noch andauern. Nach Medienangaben zufolge soll es sich bei der Toten um eine 19 Jahre alte Frau handeln.

Leichenfund im Kreis Nienburg: Polizei schließt Fremdverschulden nicht aus

Vor gut einer Woche wurde aus dem Schleusenkanal in Balge (Landkreis Nienburg) ein lebloser Körper geborgen. Binnenschiffer hatten diesen entdeckt und die Polizei informiert. Die Leiche soll laut Presseberichten beschwert und gefesselt gewesen sein. Inwieweit diese Informationen der Wahrheit entsprechen, ließ die Staatsanwaltschaft unkommentiert. Fest steht aber: Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft sprachen relativ schnell von einem möglichen Gewaltverbrechen und Fremdverschulden. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf, eine Mordkommission wurde eingerichtet.

Was ist zu tun? Die Beamten sprechen sich vor dem Einsatz mit dem Taucher ab.

Auch am Mittwoch waren Polizeibeamte am Fundort der Leiche im Einsatz. Sie suchten in einem motorisierten Schlauchboot den Schleusenkanal nahe der Überführung der Kreisstraße 2 zwischen Balge und Drakenburg ab. Ebenso soll ein Sonarboot angefordert gewesen sein.

Polizei sucht nach Leichenfund in Balge nach weiteren Hinweisen

An Leinen gesichert, geht der Taucher in das Wasser des Schleusenkanals.

Den Grund des Gewässers direkt unter der Brücke kontrollierte ein Taucher. Er erhielt Unterstützung von seinen uniformierten Kollegen, die Leinen hielten, an denen sich der Taucher unter Wasser orientieren konnte. Rund 15 Beamten waren vor Ort. Ziel der Aktion war es laut Martin Schanz, weitere Hin- und Beweise zur Tat zu finden. Ob die Ermittler bereits einen konkreten Verdacht haben, wer für die Tat verantwortlich ist, blieb offen.

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