Instandsetzung kostet rund sechs Millionen Euro

Modernste Technik kommt bei Schlossvermessung zum Einsatz

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Patrick Dietz (links) von der „Pmp Projekt GmbH“ aus Hamburg schildert (von links) Fritz Groß (CDU-Fraktionsvorsitzender), Heide Wirtz-Naujoks (SPD-Fraktionsvorsitzende), Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer, Bürgermeisterin Anne Wasner, Marja Völlers (SPD-Bundestagsabgeordnete) und Axel Knoerig (CDU-Bundestagsabgeordneter) die aktuellen Arbeiten am Schloss in Hoya.

Hoya - Von Rebecca Göllner-Martin. Es geht voran im Schloss Hoya. Gestern besuchte eine Abordnung aus der Verwaltung und Politik das altehrwürdige Gebäude, um den aktuellen Sachstand vom Projektbüro „Pmp“ aus Hamburg zu erfahren. Die Mitarbeiter Patrick Dietz und Maxi Elen Kochskämper stellten ein Scan-Verfahren vor, mit dem das Schloss derzeit „verformungsgetreu und exakt“ vermessen wird.

Seit Sommer vergangenen Jahres seien umfangreiche Bestandsuntersuchungen am Gebäude durchgeführt worden. Diese seien eine unverzichtbare Grundlage für die weitere Planung, schilderte Dietz. Die komplette Gebäudestruktur werde mithilfe mordernster Technik erneut aufgemessen und mit alten Unterlagen verglichen und angepasst. Außerdem untersuchen die Experten die Oberflächen auf Material und eventuelle Schäden – dazu gehörten Fußböden, Decken, Wandputze, Fensterbänke und vieles mehr. Anhand der daraus resultierenden Ergebnisse könne dann geschaut werden, in welchem Umfang die Instandsetzung des Schlosses vonstattengehen kann.

Zudem sei im vergangenen Jahr ein Nutzungskonzept für das ehemalige Herrschaftshaus erarbeitet worden. Bei alten, denkmalgeschützten Gebäuden bestehe die Schwierigkeit im Wesentlichen darin, den Erhalt der Bausubstanz mit den heutigen Nutzungsanforderungen, dazu gehörten unter anderem der Brandschutz und die Barrierefreiheit, in Einklang zu bringen. „Mit ,Pmp’ haben wir aber Spezialisten in Sachen Denkmalschutz gefunden“, sagte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer. Das Hamburger Büro habe den Zuschlag bei einer europaweiten Ausschreibung erhalten.

Konzept für die Nachnutzung erstellt

Mitte Februar dieses Jahres sei das Nachnutzungskonzept dem Rat der Stadt Hoya vorgestellt worden, welcher dieses abgesegnet und beschlossen habe. Prämisse sei laut Detlef Meyer, das Schloss für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Für die drei Gebäudetrakte gebe es schon genaue Vorstellungen für die spätere Nutzung. Im sogenannten Weserflügel solle ein Gastronomiebetrieb heimisch werden. Dort, im Bereich des ehemaligen Amtsgerichts, soll ein Restaurant im Bistro-Niveau entstehen. Im mittleren Trakt, dem ehemaligen Grundbuchamt, sollen ein Trauzimmer mit Aussicht auf die Weser und die Tourist-Information untergebracht werden. Auch eine museale Nutzung mit wechselnden Kunstausstellungen sei denkbar. Im östlichen Gebäude des Schlosses seien schließlich unter anderem ein Veranstaltungsraum im Gewölbekeller und ein großzügiger Festsaal angedacht sowie die Ansiedlung von Gewerbe.

Auch der Innenhof soll, so erklärte der Samtgemeindebürgermeister Meyer, komplett überarbeitet werden. Dort könne ein zusätzlicher Veranstaltungsbereich, beispielsweise für Open-Air-Konzerte, entstehen.

Zuschüsse aus Fördertöpfen

Für die Umsetzung des Konzepts, „wenn alles so schick wird, wie wir uns das vorstellen“, erläuterte Detlef Meyer, rechnet die Stadt Hoya mit einem Kostenvolumen von rund sechs Millionen Euro. Eine Teilfinanzierung solle durch Förderprogramme wie dem ländlichen Städtebau gedeckt werden.

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