Mittelalterrock-Band „Impius Mundi“ freut sich auf besondere Konzerte

Zum runden Geburtstag eine neue CD: „Decem“

+
Immer gut drauf: Fünf der sechs „Impius Mundi“-Musiker beim Proben im Bandraum in Eystrup.

Von Christel Niemann. Die Mittelalterrock-Band „Impius Mundi“ feiert im Juli ihr zehnjähriges Bestehen und bringt rechtzeitig dazu ihre dritte CD heraus: „Decem“ (lateinisch: zehn). Die sechs Musiker Peter Heilen, Ralf Bruns und Matthias Ehrlich (alle aus Verden), Lars Meyer (Hoya), Hannes Riedemann und Claas Rüscher (Nienburg) blicken auf eine bewegte Bandgeschichte zurück und haben die Mittelaltermusik-Szene in der Region geprägt.

Die Release-Party wird im Break-Out in Asendorf gefeiert. Unterstützt werden „Impius Mundi“ dabei am Freitag, 26. Juni, von der regionalen Rockband „Absence of Malice“ sowie der Marktmusik-Gruppe „TalentFrey“ aus Essen. Einlass ist ab 19 Uhr.

„Impius Mundi“ ist 2006 aus der Katharinenmarkt-Musikgruppe „Comes Vagantes“ entstanden (die bis heute besteht). 2009 brachte „Impius Mundi“ ihre erste CD heraus: „Feuerprobe“. Damit erlangte sie regional große Aufmerksamkeit.

Nach mehreren personellen Veränderungen folgte dann 2013 mit „Diese Nacht“ CD Nummer zwei, mit der die Band große Erfolge feierte. Aber nicht nur deshalb war 2013 das Jahr von „Impius Mundi“. Zuerst erhielten sie die Chance, beim weltweit größten Heavymetal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken zu spielen, und dann wurden sie beim größten europäischen Mittelalter-Festival, dem „Mediaval“ im bayrischen Selb, als beste Newcomer-Band ausgezeichnet.

Obwohl sie es selbst kaum glauben konnten, durften die Musiker auch vergangenes Jahr in Wacken rocken, und Ende Juli sind sie zum dritten Mal dabei!

Die Musik hat der Band seit ihrer Gründung viel Einsatz und Engagement abverlangt. Der Musikstil von „Impius Mundi“ hat so gar nichts mit dem Mainstream gemein. Ob bei nachdenklichen, melodischen Balladen oder heiterem Liedgut, ob bei Ausflügen ins Mythologische oder in mittelalterliche Sphären, ob bei Fantasy-, Celtic- oder Mittelalter-Folk: Ihre Lieder sind individuell und haben Charme.

Es ist weder reiner Folk noch kernige Rockmusik; „Impius Mundi“ nennt seinen Sound „Mittelalterrock“. Der verbindet ebenso alte und neue Instrumente wie er harte Rockrhythmen und traditionelle Klänge zusammenfügt, sodass die Lieder stilistisch genauso in die Mittelalter-Szene wie ins Zeitgenössische passen. Oft startet die Musik sanft und melancholisch, um dann zusehends härter zu werden. Balladen gipfeln in Hardrock, Experimentelles in Altüberliefertem, und meistens mischen noch Einflüsse aus dem Mittelalter mit.

In ihren Texten drücken die Musiker das aus, was sie beschäftigt und bewegt.

Einen besonderen Auftritt hat die Band am Sonntag, 19. Juli, in Verden: Unter dem Titel „Rock meets Choral“, spielt sie ab 19 Uhr in der Aula des Domgymnasiums mit dem Großen Chor der Schule. „Der 70-köpfige Chor hat sich auf unsere Stücke eingestellt“, sagt Sänger Lars Meyer, „schon bei der Probe habe ich Gänsehaut bekommen.“

Eintrittskarten kosten 5 Euro (an der Abendkasse 6 Euro) und sind erhältlich im Domgymnasium (Grüne Straße 32), im Verdener Musikhaus Hartig (Obere Straße 7) und über die Homepage der Band. Schüler erhalten 2 Euro Ermäßigung.

http://impiusmundi.wix.com/impius-mundi

Mehr zum Thema:

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Küken liefern „PiepSchau“ in der Grundschule Asendorf

Küken liefern „PiepSchau“ in der Grundschule Asendorf

Ostermarkt in Brunsbrock

Ostermarkt in Brunsbrock

Meistgelesene Artikel

Bergung des Unfallzugs in Landesbergen hat begonnen

Bergung des Unfallzugs in Landesbergen hat begonnen

Drei Monate nach Unfall soll Bahnwrack abtransportiert werden

Drei Monate nach Unfall soll Bahnwrack abtransportiert werden

70-Jähriger in Nienburg vermisst

70-Jähriger in Nienburg vermisst

Keine Leiche auf dem Grund der Weser

Keine Leiche auf dem Grund der Weser

Kommentare