Neue Ausstellung im Heimatmuseum

„Mit Pfeil und Bogen“

Elfriede Hornecker freut sich schon auf die neue Ausstellung im Heimatmuseum Hoya. - Foto: Max Brinkmann

Hoya - Von Max Brinkmann. Fliegender Wechsel im Heimatmuseum Hoya, im wahrsten Sinne des Wortes: Am Sonntag, 3. Juli, endet die aktuelle Bilderausstellung „Ma(h)lzeiten – Bilder für ein Butterbrot“. Die nächste schließt unmittelbar an und wird am Sonntag um 15 Uhr eröffnet. Ihr Name: „Mit Pfeil und Bogen – Waffen aus zwei Welten“.

Wolfgang Asendorf-Walther aus Hoya spendete dem Heimatmuseum zwei Sammlungen. Eine präsentiert Jagd- und Kriegspfeile aus Südostasien zur Kolonialzeit Anfang des 19. Jahrhunderts. Die andere zeigt viele unterschiedliche Pfeilspitzen aus Europa, die ältesten sind aus der Steinzeit.

„Manche habe ich im ersten Moment gar nicht als Pfeilspitzen erkannt“, gibt Elfriede Hornecker, Leiterin des Heimatmuseums, zu. „Es gibt zum Beispiel stumpfe Pfeilspitzen, die für die Kaninchenjagd verwendet wurden. Damit sollten die Tiere betäubt und das Fell nicht beschädigt werden“, erklärt sie.

Die Jäger haben ihre Pfeile schon früh ständig weiterentwickelt. Es gab Wurfpfeile oder Pfeile, die mit einem bestimmten Gerät, zum Beispiel einem Blasrohr, einem Bogen oder einer Armbrust abgeschossen wurden.

Die Materialien und die Form waren natürlich je nach Zweck unterschiedlich. Die Spitzen bestanden meistens aus Stein, Eisen, Holz oder Knochen. Wollte der Jäger zum Beispiel einen Vogel unverletzt vom Himmel holen, war die Spitze stumpf und breit. Zur Fischjagd benutzte er oft mehrere Spitzen, die kegelförmig am Stab angebracht waren. Der widerum hatte Widerhaken, damit der glitschige Fisch nicht vom Pfeil rutschte.

Für ihre gefährlichste Waffe schnitzten die Jäger in den Pfeil einen Schaft, in den sie giftige Stoffe legten, damit diese sich bei einem Treffer im Körper des Tiers ausbreiteten. So konnten die Menschen damals auch große Beute schnell zur Strecke bringen.

Das alles und noch viel mehr können Interessierte ab Sonntag im Heimatmuseum Hoya begutachten. Von geschmückten Pfeilen für Zeremonien, bis hin zu modernen Pfeilen mit rotierender Spitze ist alles dabei. Hornecker hat auch darauf geachtet, dass es nicht nur um die Pfeile geht, sondern auch Hintergrundwissen zur Stein- beziehungsweise Kolonialzeit vermittelt wird.

Die Ausstellung geht bis Sonnabend, 20. August. Das Heimatmuseum Hoya hat immer sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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