Bund sagt Förderung zu

2,4 Millionen Euro für Hoyas Freibad

Die 50-Meter-Bahnen im Schwimmerbereich sollen auch nach der Sanierung bestehen bleiben.
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Die 50-Meter-Bahnen im Schwimmerbereich sollen auch nach der Sanierung bestehen bleiben.

Hoya – Solch erfreuliche Neuigkeiten gab es am Mittwochnachmittag für die Samtgemeinde Grafschaft Hoya, dass Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer laut eigener Aussage „auf einem Bein um seinen Schreibtisch gelaufen ist“. Der zuständige CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig überbrachte nämlich die Nachricht, dass die Sanierung des Freibades Hoya vom Bund mit 2,4 Millionen Euro im Rahmen eines Sanierungsprogramms für Sportstätten gefördert wird. „Das ist eine wirklich tolle Überraschung“, sagte Meyer.

„Ich freue mich sehr über diese Förderzusage, die heute im Haushaltsausschuss des Bundestages getroffen wurde“, lässt Knoerig über eine Pressemitteilung wissen. „Bundesweit gibt es einen großen Sanierungsstau bei Sporthallen und Schwimmbädern, daher sind die Förderaufrufe schnell überzeichnet und insofern ist es eine tolle Leistung, dass die Bewerbung aus Hoya erfolgreich war.“

Der Millionenzuschuss stammt aus dem Bundesprogramm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Rund 1 300 Kommunen hatten bei diesem Förderaufruf, der bereits 2018 erfolgte und nach einer Verlängerung mit doppelten Mitteln im Umfang von 200 Millionen Euro ausgestattet wurde, ihr Interesse bekundet. „Für die heute bekannt gegebenen ausgewählten Vorhaben wurden nochmals 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt“, erklärt Knoerig in dem Schreiben weiter. Weitere 400 Millionen stünden in einem kürzlich gestarteten neuen Förderaufruf, der noch bis 30. Oktober läuft, zur Verfügung.

Unterstützt würden investive Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung sowie hohem Investitionsvolumen oder Innovationspotenzial. Dabei spielten auch die Wirkung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die soziale Integration in der Kommune, die Stadtentwicklungspolitik und der Klimaschutz eine entscheidende Rolle.

Axel Knoerig sagt abschließend: „Mit diesen erheblichen Bundesmitteln können jetzt in Hoya die Planungen für die Sanierung des Freibades weiter vorangebracht werden. Bei uns im ländlichen Raum spielen solche Freizeitangebote eine wichtige Rolle, gerade für die Jugend, den Sport und den Tourismus.“

Die Förderung helfe enorm bei der Umsetzung der Maßnahme, erklärt auch Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer. Es handele sich dabei beinahe um einen Ersatzneubau des in die Jahre gekommenen Freibades. Viele Bereiche müssten angefasst werden. Meyer unterstreicht aber auch auf Nachfrage dieser Zeitung: „Die 50-Meter-Bahnen im Schwimmerbereich sind gesetzt.“ Lediglich der Nichtschwimmerbereich würde komplett umgestaltet, gab er nach den zuletzt aufgekommenen Diskussionen um eine mögliche Verkürzung der Bahnen auf 25 Meter (wir berichteten) zu verstehen.

Mit der Zusage für die Förderung sei nun laut Meyer der Startschuss gefallen, in die weiteren Planungen einzusteigen. So könnten beispielsweise die Ingenieurleistungen ausgeschrieben werden, schilderte Meyer weiter. Insgesamt rechne er mit Sanierungskosten für die komplette Maßnahme von rund sechs Millionen Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Zuschuss für das Freizeitbad Hoya erfolgreich an Land ziehen konnten. Gerade in Zeiten, in denen Kommunen mit sinkenden Gewerbesteuereinnahmen und anderen Einnahmeausfällen durch die Corona-Pandemie zu kämpfen haben, war es uns als Große Koalition und als SPD wichtig, dass wir die Wirtschaft auch durch öffentliche Investitionen unterstützen und vor allem Kommunen bei ihren Sanierungsvorhaben nicht alleine lassen. Dass es nun mit dem Zuschuss geklappt hat, ist ein gutes Zeichen für alle Badegäste in der Gemeinde“, geben auch die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Sarah Ryglewski und Marja-Liisa Völlers in einer Pressemitteilung bekannt.

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