Handbremse nicht angezogen

Fotosession geht schief: Mercedes landet bei Auto-Selfie in der Weser

Ein grüner Schwimmbagger hebt einen Mercedes aus der Weser.
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Ein Schwimmbagger war nötig, um den Selfie-Mercedes aus der Weser zu bergen.
  • Jannick Ripking
    vonJannick Ripking
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Schweringen – Für fünf Heranwachsende hat eine private Fotosession am Weserufer in Schweringen kein gutes Ende genommen. Ein Auto landete am Sonntagabend gegen 18 Uhr im Fluss, weil die Handbremse nicht angezogen war.

„Die Jugendlichen wollten in schönem Ambiente Fotos ihrer Autos mit der Weser im Hintergrund machen“, teilte Christian Sieb, Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg auf Nachfrage der Kreiszeitung mit.

Für die Fotos habe sich die kleine Gruppe die für den Fahrzeugverkehr gesperrte Panzerstraße an der Weser auf der Gandesberger Seite in Schweringen im Landkreis Nienburg ausgesucht. Dabei habe ein 18-jähriger Bremer offensichtlich vergessen, die Handbremse seines Mercedes C-Klasse anzuziehen. Nach einem verzweifelten Rettungsversuch, seinen Wagen zu stoppen, habe er nur noch mit anschauen können, wie das Fahrzeug – das auf einen Familienangehörigen anmeldet sei – die abschüssige Panzerstraße hinunter in die Weser rollte, teilt die Polizei Nienburg mit. Das Auto sei dann in Richtung Hoya abgetrieben und schlussendlich versunken.

Mercedes rollt in die Weser: Verzweifelter Rettungsversuch scheitert

Für die anschließende, langwierige Suche des in der Weser versunkenen Autos waren neben der Wasserschutzpolizei und dem Einsatz- und Streifendienst des Polizeikommissariats Hoya das Wasserschifffahrtsamt mit ihrem Schwimmbagger „Stolzenau“ im Einsatz. Dazu kamen zwei Einsatzboote der Bootsgruppe von der Feuerwehr Hoya / Marklohe unter der Leitung des Hoyaer Ortsbrandmeisters Wilfried Gütz. Ein Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde des Landkreises Nienburg sei ebenfalls vor Ort gewesen, um sich ein Bild von eventuellen Gewässerverunreinigungen durch austretende Betriebsstoffe des Autos zu machen.

Um das versunkene Auto zu finden, setzt das Wasserschifffahrtsamt den Schwimmbager „Stolzenau ein.

Nachdem die Suche nach dem Mercedes wegen der einsetzenden Dunkelheit gegen 23 Uhr beendet werden musste, machten sich die beiden Bootsgruppen der Kreisfeuerwehr und der Samtgemeinden Hoya/Marklohe, sowie der Schwimmbagger des WSA Montagmorgen erneut auf die Suche. Von 9 Uhr an suchten die Feuerwehrboote per Echolot den Grund der Weser ab. Die zu erkennenden Erhöhungen, die der Schwimmbagger nachging, entpuppten sich als Schlamm.

Suche in der Weser nach Selfie-Mercedes erst am Montag erfolgreich

Die Suche gestaltete sich zudem als schwierig, da es keinen genauen Anhaltspunkt gab, wo der Mercedes genau in der Weser gesunken war. Am Montagnachmittag endete die Suche endlich erfolgreich. Ein vorbeifahrendes Schiff verursachte solche Wellen, das sich offenbar die Kofferraumklappe des Mercedes öffnete und an der Wasseroberfläche Luftblasen zu sehen waren. Das Auto konnte dann gegen 15 Uhr erfolgreich nach langer Suche mit dem Greifarm des Schwimmbaggers geborgen werden.

Auch bei einem andern Vorfall blieben alle Insassen unverletzt: Ein mit sechs jungen Leuten besetztes Auto ist am Sonntagmorgen beinahe vom Oberdeck eines Wolfsburger Parkhauses in die Tiefe gestürzt. 

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