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Masken ade: Viele Betriebe in Hoya verzichten auf ihr Hausrecht - einer spricht weiterhin Empfehlung aus

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Von: Lisa Hustedt

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Christian Blome, Leiter des Hagebaumarkts, mit dem Schild, das Kunden sowohl auf die aufgehobene Pflicht als auch auf den weiterhin wichtigen Schutzaspekt, den eine Maske bietet, hinweist.
Christian Blome, Leiter des Hagebaumarkts, mit dem Schild, das Kunden sowohl auf die aufgehobene Pflicht als auch auf den weiterhin wichtigen Schutzaspekt, den eine Maske bietet, hinweist. © lh

Hoya – Vor rund vier Wochen, am ersten Sonntag im April, fielen in ganz Niedersachsen weitreichende Corona-Maßnahmen – darunter auch die Maskenpflicht. Für Betriebe und Inhaber besteht allerdings seitdem die Möglichkeit, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen, und Kunden weiter zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes zu verpflichten.

Praktisch kommen darauf jedoch die wenigsten zurück, weiß Katrin Schwandt, Inhaberin der Outfiteria und Vorsitzende der Fördergemeinschaft Hoya. „Ich weiß von keinem Betrieb, der von seinem Hausrecht Gebrauch macht“, schildert Schwandt mit Blick auf die Hoyaer Geschäfte im Pressegespräch. Sie selbst verzichte in ihrem Laden ebenfalls darauf. „Ich und meine Mitarbeiterinnen tragen aber weiterhin eine FFP2-Maske, eine feste Vorgabe für Kunden gibt es jedoch keine. Trotzdem kommen die meisten mit korrekt aufgesetztem ,Schnutenpulli‘ durch die Tür“, erläutert sie. Auch die Hygienestation im Eingangsbereich, an der sich Kunden die Hände desinfizieren können, werde ebenfalls noch oft genutzt. „Es ist schön zu sehen, dass sich viele auch ohne feste Regeln schützen und somit gleichzeitig auf ihre Mitmenschen achten“, so Schwandt.

Der Hagebaumarkt in der Grafenstadt geht diesbezüglich noch einen Schritt weiter: Der verpflichtet seine Kunden zwar ebenfalls nicht zum Tragen einer Maske, spricht aber eine deutliche Empfehlung dafür aus – und das in zweierlei Hinsicht. „Einerseits haben wir bei uns im Eingangsbereich ein großes Schild, das einen Appell darstellt, und andererseits sind alle Mitarbeiter weiter an die Maskenpflicht gebunden“, erläutert Christian Blome, Marktleiter des Hagebaumarktes, auf Nachfrage. Mehrere Aspekte hätten in diese durchaus schwierige Entscheidung mit hineingespielt. „So darf man nicht außer Acht lassen, dass für viele, so auch für uns, der Wettbewerbsgedanke eine wichtige Rolle spielt. Hätten wir die Regelung durchgesetzt und auf das Tragen einer Maske bestanden, hätten wir uns darauf einstellen müssen, dass einige Kunden lieber zur Konkurrenz gehen, wo sie keine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht mehr einhalten müssen“, gibt Blome Einblick in das Unternehmen. Gleichzeitig dürfe man nicht vergessen, wie hoch die aktuellen Corona-Zahlen sind, „und eine Maske weiterhin zum Schutz jedes Einzelnen beiträgt“.

Mit der jetzigen Lösung fahre der Baumarkt recht gut. „Gerade in den ersten Wochen haben noch circa 90 Prozent der Kunden eine Maske getragen“, blickt Blome zurück. Mittlerweile seien es weniger, „aber immer noch um die 60 Prozent, unter ihnen insbesondere etwas ältere Kunden“.

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