Liedermacher kommt in Hoya gut an

Till Simon: Der Alltag inspiriert ihn

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Das Konzert im Filmhof war gut besucht.

Hoya - Von Heide Wirtz-Naujoks. Im Rahmen der Reihe „Konzerte mit Hut“ begeisterte der Achimer Till Simon jetzt mit seinem Programm im Café und Biergarten des Filmhofs Hoya. In der stimmungsvollen und privaten Atmosphäre der „Weserterrasse“ präsentierte er „Geschichten über das Leben mit der Wahrheit, ungeschminkt und ehrlich“.

Die Lieder unterscheiden sich in feinen Nuancen und fallen in die Kategorie „Deutscher Pop“. Mal kommen sie munter, mal leise oder verträumt daher. Der Musiker Till Simon ist Komponist und Texter in einer Person. Viele verschiedene Wege der Inspiration und sein besonderes Gespür für Situationen bilden die Grundlage für seine Lieder. Die klugen und poetischen Texte auf Deutsch werden von in sanften Tönen dahin fließenden Melodien der Gitarre begleitet. Mit seiner kraftvollen sonoren Stimme gelingt es Till Simon mühelos, eine Verbindung zum Publikum herzustellen.

Als Beobachter des ganz normalen Alltagslebens schildert der Sänger in seinen Liedern Themen, die ihn persönlich bewegen. Der Song „Dieser Ort“, in dem der Achimer sein neu entdecktes Heimatgefühl zum Ausdruck bringt, klingt fröhlich und rhythmisch, während andere Titel mit melancholischer Musik emotional berühren.

Den Singer-Songwriter beschäftigen Veränderungen, die das Leben inszeniert. In dem Lied „Wenn sie tanzt“ spiegelt sich seine Bewunderung für die natürliche Anmut und Leichtfüßigkeit einer Tänzerin wider. Die Bewegungen dieser Frau faszinierten ihn so sehr, dass er mit ihr sogar sein privates Glück fand.

Andere Lieder regen zum Nachdenken an. In einer Welt, die immer schneller und komplexer scheint, konzentrieren sie sich auf das kleine Glück des Augenblicks.

Till Simon beherrscht das Spiel mit Worten. Er singt vom Suchen und Finden, von Freundschaft und Irrwegen. Es finden sich sozialkritische, selten auch politische Komponenten.

Auf „der schönsten Bühne, die er je bei einem Solokonzert hatte“, gelingt es dem Künstler mit dem Stück „Ruhe“, das Publikum zum Mitsingen des Refrains zu animieren.

Eines der letzten Lieder heißt „Hallo Träume“, das mit schönen Worten beschreibt, wie wir uns im Schlaf unseren Wünschen und Träumen ergeben.

Nach mehreren Zugaben entlässt Till Simon die Zuschauer mit einem guten Gefühl: „So wie es ist, ist es gut. So wie ich bin, ist es gut. So kann es weitergehen, und es kann jederzeit noch besser werden.“

Das Konzert kam gut an. Die Gäste honorierten den Auftritt, indem sie den herumgereichten Hut füllten.

Die Reihe der Hutkonzerte im Filmhof Hoya wird fortgesetzt am Freitag, 18. September, mit dem Singer-Songwriter Axel Kruse aus Bremen.

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