Lieder von „West Side Story“ bis „Ein Käfig voller Narren“

Musicalnacht lockt 250 Besucher nach Hoya

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Der Kinderchor der Grundschule Hoya trat am Sonnabend bei der Musicalnacht auf.

Von Julia Kreykenbohm. Die Hoyaer sind Musicalfans. Bei sommerlichen Temperaturen kamen am Samstagabend rund 250 Gäste in den Schlosshof. Die Künstler schenkten als Gegenleistung allen Besuchern einen unterhaltsamen, stimmungsvollen Abend mit vielen zauberhaften Momenten. Karina Klüber, Martin Holtgreve, Michael Svensson, Denise Vilöhr, Kim Lisa Berger und Stefan Monsees, der auch als Moderator auftrat, nahmen ihre Zuhörer mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Musicals.

Mal auf Deutsch, mal auf Englisch, mal solo, mal als Duett oder auch als Gruppe beeindruckten die Sänger mit ihren Stimmen und sorgten durch kleine Tanz- und Showeinlagen für gute Laune. Das Repertoire reichte im ersten Teil des Abends von gefühlvollen Balladen wie „Maria“ aus der „West Side Story“ über schwungvolle Stücke wie „Hello, Dolly“ aus dem gleichnamigen Musical bis zu der bekannten Liedzeile „Let´s do the timewarp again“ aus der „Rocky-Horror-Picture-Show“, bei dem das Publikum zum ersten Mal begeistert mitklatschte.

Moderator Stefan Monsees führte mit viel Witz durch den Abend, gab immer mal wieder Hintergrundinformationen zur Entwicklung von Musicals im Laufe der Jahre – und den ein oder anderen bissigen Kommentar, der das Publikum zum Lachen brachte: „Bei Starlight-Express rollen die Züge seit 1988 ununterbrochen – daran sollte sich die Deutsche Bahn mal ein Beispiel nehmen.“ Sehr liebevoll hingegen kündigte er den Auftritt des Kinderchores der Grundschule Hoya an, der „sein persönliches Highlight“ des Abends sei. Gemeinsam mit den jungen Nachwuchssängern präsentierten er und die Künstler „Wie vom Traum verführt“ aus „Josef“.

Was den Auftritt im Schlosshof und die Gruppe auch sehr liebenswert machte, waren die kleinen „Pannen“ am Rande. So vergaßen die Sänger hin und wieder nach dem Auftritt ihr Mikrofon auszuschalten, so dass die Gäste hören konnten, wie der Künstler hinter der Bühne von seinen Kollegen mit einem „Geilo“ gelobt wurde. Ein anderes mal weigerte sich die Technik beharrlich, ein Lied abzuspielen, weswegen einer der Interpreten rasch von der Bühne eilte und dem Tontechniker sein I-Pad zur Verfügung stellte, damit „All that Jazz“ aus „Chicago“ doch noch präsentiert werden konnte. Jede Situation wurde von Monsees und seinen Mitstreitern souverän gelöst.

Musicalnacht in Hoya

Im zweiten Teil des Abends wurde es noch einmal sehr gefühlvoll. Das Lied „Ich bin was ich bin“ aus „Ein Käfig voller Narren“, gesungen von Monsees, der dafür von seinen Kollegen extra in ein goldglitzernes Sakko und Stöckelschuhe gesteckt und mit einer pinken Boa behängt wurde, entpuppte sich als eine Art Hymne. Unter die Haut gingen auch die Lieder aus „Elisabeth“ und „Mozart“, während „I want to break free“ die Leute wieder kräftig zum Jubeln brachte. Für die kleinen – aber auch großen Gäste – hatten die Sänger zum Ende des Auftritts noch einige Songs aus Walt- Disney-Filmen im Gepäck und so erklangen Lieder aus „Pocahontas“, „König der Löwen“ und „Der Glöckner von Notre Dame“ im Schlosshof.

Am Schluss gab es stürmischen Applaus und sogar Ovationen. Der Wunsch nach einer Zugabe wurde laut, den die Künstler prompt erfüllten. Ein mehrminütiges Medley aus den Hits der Band „Abba“ versetzte das Publikum endgültig in restlose Begeisterung. Bis zum Ende wurde mitgetanzt und -geklatscht.

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