Letztes großes Wegebau-Projekt kurz vor dem Abschluss / 350 Teilnehmer

Flurbereinigung in Warpe auf der Zielgeraden

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Gruppenbild mit Teermaschine: Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft traf sich gestern anlässlich der letzten großen Flurbereinigungs-Baumaßnahme in Warpe. Eingeladen waren auch Vertreter der teilnehmenden Behörden. Die von der Bassumer Firma BTS neu asphaltierte Gemeindeverbindungsstraße 27 soll spätestens Ende Juli offiziell freigegeben sein.

Von Michael WendtDie letzte große Wegebau-Maßnahme der Flurbereinigung in Warpe steht kurz vor der Vollendung: Derzeit wird die Gemeindeverbindungsstraße (GVS) 27 von der Bundesstraße 6 nach Warpe asphaltiert. Von den Arbeiten überzeugten sich gestern der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft sowie Vertreter beteiligter Behörden. Mit dem Straßenbau ist die Flurbereinigung aber nicht abgeschlossen. Unter anderem laufen mit den beteiligten Landbesitzern noch Gespräche über den vorgesehenen Flächentausch.

Insgesamt hat die Teilnehmergemeinschaft als Träger der Flurbereinigung fast 23 Kilometer Wirtschaftswege hergestellt. „In erster Linie geht es heute nicht um die Verbesserung der Agrarstruktur. Hauptziel einer Flurbereinigung ist die Förderung von Wirtschaftswegen“, sagte Joachim Delekat vom Amt für regionale Landentwicklung in Sulingen, das für die Durchführung des Verfahrens zuständig ist. Mit zwei Millionen Euro fließt mehr als die Hälfte des Finanzvolumens der 2010 gestarteten Flurbereinigung in den Wegebau.

Dennoch verliert die Teilnehmergemeinschaft das andere Ziel, die Agrarstruktur, nicht aus den Augen. Aus vielen kleinparzelligen Stücken sollen große Wirtschaftseinheiten geschaffen werden, „so groß, dass sie sich nach heutigen Maßstäben sinnvoll bewirtschaften lassen“, erklärte Delekat.

Deshalb werden Flächen getauscht. Alle Teilnehmer haben dabei Anspruch auf eine „wertgleiche Abfindung“, grob gesagt: einen neuen Acker, der ebenso viel Ertrag bringt wie der alte. Welchen Wert die ins Verfahren eingebrachten Flächen haben, wurde im Vorfeld ermittelt.

„Bei 350 Teilnehmern ist ein Konsens vielleicht nicht immer machbar“, sagte Joachim Delekat. Eine gütliche Einigung sei aber angestrebt, und in den „Planwunschverhandlungen“ können alle ihre Abfindungswünsche äußern.

Derzeit laufen 31 Flurbereinigungsverfahren im Bereich des Sulinger Amts. „Die Herrschaften haben da also Erfahrung drin“, sagte Hermann Heuermann, Gemeindebürgermeister und Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft.

Bei der Flurbereinigung werden auch umweltpolitische und gemeindliche Projekte umgesetzt. So umfasst sie zum Beispiel den Bau von Sohlschwellen in drei Gewässern, und die Gemeinde Warpe plant, einen Skulpturenpfad anzulegen.

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