Familie Twietmeyer lädt für Samstag zum „Tag des offenen Gartens“ ein

Künstliche Käfer und Spinnen verschönern Warper Park

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Vom Tränkebecken bis zur Baustahlmatte reichen die Materialien, die Jörg Twietmeyer für seine Garten-Dekorationen verwendet.

Warpe - Von Horst Friedrichs. „Achtung, unbekanntes Flugobjekt in Bodenhaltung gesichtet! Größe: überdimensional. Farbe: Schwarz-rot. Position: Garten.“ Könnte die Kamera-Drohne selbstständig Funkmeldungen senden, würde ihr Fernsteuerer auf dem Hof Twietmeyer in Warpe (Hausnummer 7) dennoch nicht aus dem Häuschen geraten. Denn die erspähten Objekte sind harmlos. Davon können sich Interessierte auf der Internetseite der Familie Twietmeyer überzeugen. Dort können sie per Video den Drohnenflug über den Garten nachvollziehen. Wer sich lieber vor Ort ein Bild machen möchte, hat am Samstag dazu Gelegenheit.

Dass der große, dicke Marienkäfer ins Kamera-Auge sticht, ist für Kenner der Szenerie kein Wunder. Verwandte, Freunde und Nachbarn der Familie wissen, was dabei herauskommt, wenn Jörg Twietmeyer mit Schweißgerät und Schraubenschlüssel Stahlteile in Form bringt. Das Ergebnis – bunt lackiert oder natürlich rostend – kommt in den Garten. Dort ergänzen Jörg Twietmeyers Deko-Objekte die von seiner Ehefrau Petra liebevoll gestaltete und weit über die Grenzen des Orts hinaus bekannte paradiesische Garten-Idylle.

Petra und Jörg Twietmeyer aus Warpe präsentieren einen Käfer und eine Spinne vor der Brücke über den Bach in ihrem idyllischen Garten.

Am Samstag, 9. Juli, ist „Tag des offenen Gartens“ bei Twietmeyers. Dann werden noch mehr Besucher erwartet als ohnehin schon an normalen Tagen per Reisebus, Auto oder Fahrrad auf dem Areal des heutigen Ackerbaubetriebs eintreffen. „Vor elf Jahren haben wir die Kühe aufgegeben“, erzählt Jörg Twietmeyer, „zwei Jahre danach dann auch die Rinder. Und 2008 haben wir den Garten vergrößert.“ Gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra gestaltet Jörg Twietmeyer das Schmuckstück des Anwesens: den Garten, der einen Hektar groß und wahrhaft eine Besichtigung wert ist.

Um 18 Uhr startet das Programm zum „Tag des offenen Gartens“. Der späte Beginn hat einen guten Grund, und der heißt „Open End“. Nach Einbruch der Dunkelheit soll die Gartenanlage mit vielen Lichtern so richtig zur Geltung kommen. Dazu gibt es Snacks, Prosecco und Wein.

Garten-Markt am 24. September

Für Sonnabend, 24. September, ist am selben Ort zudem wieder der beliebte Garten-Markt geplant. Dann warten 25 Aussteller mit Garten-Artikeln, Pflanzen, Leinen, Schmuck und allem nur Erdenklichen für Haus und Garten auf.

Unterdessen können sich Interessierte auf der Webseite der Familie Twietmeyer schon mal einen Vorgeschmack auf das verschaffen, was sie an Ort und Stelle erwartet – auch aus der Vogelperspektive.

Die Software der Drohne würde das große grüne Krabbeltier in der Nähe des rot gepunkteten Käfers natürlich mühelos als nicht flugfähiges Objekt namens Spinne identifizieren, besitzt dieses doch acht Beine – als deutliches Unterscheidungsmerkmal zum sechsbeinigen „Kollegen“, der sich in die Lüfte erheben könnte, wäre er denn lebendig. Dass dem nicht so ist, würde die Drohne wahrscheinlich auch feststellen, weil das Insekt und das Spinnentier da unten im Garten ja eines gemeinsam haben – den rundlichen Korpus aus lackiertem Stahlblech. Falls die Software der Drohne auch noch mit landwirtschaftlichem Fachwissen gefüttert wäre, würde sie natürlich auf den ersten Blick erkennen, dass ebenjene Käfer-Spinnen-Rundkörper in ihrer früheren Existenz einmal Tränkebecken für Rinder und Kühe waren.

Just so verhält es sich mit dem Ausgangsmaterial, das Jörg Twietmeyer in seiner Werkstatt zur kreativen Gartendeko-Herstellung benutzt. Alles hatte einmal einen anderen Verwendungszweck – seien es die Reststücke von Baustahlmatten, alte Scheinwerfergehäuse, alte Zahnräder aus Maschinen, Sägemesser oder eben die Tränkebecken. „Dann kommt noch etwas Farbe hinzu“, beschreibt Twietmeyer seine künstlerisch-handwerkliche Tätigkeit. Und: „Bei allen Objekten prüfe ich vorher genau, welches Material dafür geeignet ist und welches nicht.“

Seit acht Jahren stellt Jörg Twietmeyer Dekorationsstücke her – ausschließlich für den eigenen Garten. „Ich verkaufe nichts davon“, sagt er. „Bei dem Aufwand, den ich dafür betreibe, wären die Stücke viel zu teuer.“ Höchstens in Ausnahmefällen, so ergänzt er, würde er von dem Grundsatz abweichen.

www.garten-twietmeyer.de

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