Mitmach-Projekt in der Samtgemeinde Hoya startet / Infoabend am 27. März

Ist Kreuzkraut eine Gefahr oder nicht?

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Kreuzkraut. Gelangen größere Mengen davon ins Tierfutter, zum Beispiel in Heu, können die Tiere daran verenden.

Hoya - „Kreuzkraut in der Grafschaft Hoya – Gefahr oder Medienhype?“: Unter diesem Titel veranstaltet der Naturschutzverein Weseraue in diesem Sommer in Kooperation mit der Samtgemeinde und der Landwirtschaftskammer ein gemeinsames Projekt.

Zum Auftakt gibt es eine Informationsveranstaltung am Montag, 27. März, um 19 Uhr in den Räumen der Landesreitschule, Scheibenwiese 2 in Hoya.

Gefahr für Pferde und Kühe

Lüder Cordes von der Bezirksstelle Nienburg der Landwirtschaftskammer spricht über die Problematik und über den Umgang mit der Pflanze. Anschließend informieren die Veranstalter über den geplanten Projektverlauf.

„Kreuz- beziehungsweise Greiskräuter stellen zweifellos eine Gefahr für Pferde und Kühe dar“, schreibt der Naturschutzverein in einer Pressemitteilung. Darin heißt es weiter:

„Die Inhaltsstoffe wirken stark leberschädigend, krebserregend, embryonen- und erbgutschädigend. Gefährlich wird es für Pferde und Rinder in der Regel aber erst dann, wenn es in großen Mengen in das Heu gelangt. Denn erst dann fressen Pferde und Rinder das Kreuzkraut in größeren Mengen.

Eine unmittelbare Gefahr für den Menschen geht von der reinen Pflanze jedoch nicht aus. Allerdings klagen auch Imker zunehmend über das Jakobskreuzkraut, da sich die Gifte der Kreuzkräuter in manchen Honigsorten (hauptsächlich in der Sommertracht) in extrem geringen Spuren nachweisen lassen. Ob das allerdings für den Menschen gefährlich ist, wird aktuell untersucht.“

Weder Hysterie, noch Verharmlosung gewünscht

In einigen Regionen seien die Kreuzkraut-Bestände inzwischen derart großflächig, dass eine effektive Bekämpfung kaum noch möglich ist. „So weit wollen wir es hier nicht kommen lassen“, schreibt der Naturschutzverein. Bislang sei das Vorkommen in der Samtgemeinde nicht erfasst. „Wir möchten dies mit diesem Projekt ändern. Und sachlich über die Problematik aufklären. Hysterie ist nicht angebracht, aber verharmlosen sollte man die Problematik auch nicht“, sagt Frauke Litzkuhn vom Naturschutzverein Weseraue. Sie besitzt selbst Pferde.

In diesem Jahr soll vorrangig eine flächendeckende Bestandsaufnahme erfolgen, und die Pflanzen sollen gegebenenfalls auf Pferdewiesen und Flächen zur Heugewinnung sowie angrenzenden Bereichen entfernt werden.

„Dieses Projekt kann nur ein Erfolg werden, wenn möglichst viele Bürger teilnehmen“, appeliert der Vorsitzende des Naturschutzvereins, Arne Röhrs, an die Bevölkerung in der Samtgemeinde.

Die Teilnehmerzahl bei der Infoveranstaltung ist begrenzt, Anmeldung per E-Mail an info@naturschutzverein-weseraue.de.

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