Konzertreihe „Orgelschätze“ beginnt in Wechold/Zehntes Thesenbild entsteht

Lebendige Noten und Kunst

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Während des Orgelkonzerts in Wechold entstand das zehnte Thesenbild des Hasseler Künstlers Henning Diers.

Von Anette Steuer. Ein kulturelles Programm der Extraklasse sorgte am Sonntagnachmittag für eine fast volle Kirche in Wechold: Der Bruchhausen-Vilser Kirchenmusiker Dietrich Wimmer startete die Konzertreihe „Orgelschätze“, der Hasseler Künstler Henning Diers setzte das Bild zur zehnten These im Rahmen der Kirchenkunst-Aktion „95 Thesen-Bilder“ zusammen, und der Stuhrer Maler Wilfried Lehnert zeigte Bilder unter dem Titel „Sakralbauten“.

Bereits zum vierten Mal bringt Dietrich Wimmer mit der von ihm initiierten Konzertreihe die Orgeln der Region zum Klingen – mit jeweils genau auf die Instrumente abgestimmten klassischen Werken.

Zuvor aber luden am Sonntag Pastorin Friederike Werber und ihr Team die Besucher zu einer Kirchenführung ein. Dabei erfuhren die Gäste so einiges über Sankt Marien und den ehemaligen Wecholder Pastor und Komponisten Carl Johann Philipp Spitta (1801-1859). Der schuf in Wechold zahlreiche Kirchenlied-Texte im Geist der lutherischen Erweckungsbewegung. So war es nur logisch, dass auch Wimmer im Laufe seines Konzerts den Komponisten bedachte. Es erklang das Kirchenlied „Es kennt der Herr die Seinen“ von Spitta.

Dass Dietrich Wimmer die Besucher zum Mitsingen aufforderte, war ein Novum für seine Konzerte. Das Publikum machte gerne mit. Schon vorab hatte er erklärt, dass sich die Wecholder Orgel ganz hervorragend für Mendelssohn eignet. Und so begann er mit Felix Mendelssohns Praeludium. Auf dem Konzertprogramm standen des Weiteren Stücke von Léon Boëllmann („Marche Religieuse“) und Johann Sebastian Bach, von dem Wimmer „Oh Mensch, bewein Dein Sünde groß“ spielte.

Mit einer besonderen Improvisation des bekannten Bohnhoeffer Lieds „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ zeigte Wimmer sehr gefühlvoll, was alles in der Wecholder Orgel steckt. Nach Felix Mendelssohns Sonate Nr. 2 c-Moll schlug Wimmer einen musikalischen Bogen zu der Kirchenkunst-Aktion von Henning Diers: Er improvisierte auf der Orgel, während der Künstler sein Bild zu Luthers zehnter These zusammensetzte. Es besteht aus 38 Fragmenten, die die Besucher des Gottesdiensts in der Vorwoche erhalten hatten und zum Konzert wieder mitbrachten (zwei der ursprünglich 40 fehlten am Sonntag).

Zum Abschluss des Orgelkonzerts spielte Wimmer eine Improvisation von „Es kennt der Herr die Seinen“. Anschließend bestand die Möglichkeit im Gemeindehaus einen Blick auf Werke des Künstlers Wilfried Lehnert zu werfen und mit ihm und Hennig Diers ins Gespräch zu kommen.

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