1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Nienburg
  4. Grafschaft Hoya

Hoyaer Schüler organisieren Festival und setzen Zeichen gegen Rechtsextremismus und Homophobie

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Lisa Hustedt

Kommentare

Wollen gemeinsam ein Zeichen für Diversität und gegen Rechts setzen: (von links) Alena Straßburg, Karla Pawlikowski, Marvin Harms, Swer Wapenhensch, Sabine Wagner, Micha Saalmüller und Maik Landsmann.
Wollen gemeinsam ein Zeichen für Diversität und gegen Rechts setzen: (von links) Alena Straßburg, Karla Pawlikowski, Marvin Harms, Swer Wapenhensch, Sabine Wagner, Micha Saalmüller und Maik Landsmann. © Lisa Hustedt

Hoya – Es soll ein Zeichen für den Frieden sowie für religiöse und menschliche Vielfalt setzen. Gleichzeitig soll es aber auch für ein demokratisches, friedliches und solidarisches Miteinander werben. Gemeint ist das Festival „Get loud against hate“, das am Dienstag, 8. November, in Hoya an der Weser stattfinden soll.

Organisiert von den Arbeitsgruppen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Johann-Beckmann-Gymnasiums (JBG) und der Marion-Blumenthal-Oberschule (MBO) in Kooperation mit dem Präventionsrat Hoya, knüpfen 13 Schülerinnen und Schüler an die frühere Tradition der Konzertreihe „Rock gegen Rechts“ an und gehen engagiert gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Faschismus vor. „Dafür ist hier kein Platz“, ist sich die Gruppe im Pressegespräch einig. Sie hoffen mithilfe des Festivals möglichst viele Menschen zu erreichen – gerade mit Blick auf die aktuell besonders harten Zeiten, „denn Musik verbindet und eint uns alle“, erläutern Sabine Wagner und Maik Landsmann, Lehrkräfte am JBG und der MBO, die das Projekt betreuen.

„Wir müssen aber betonen, dass wir mehr beratend mithelfen als alles andere“, schildert Wagner. So hätten die Schüler alles, von der neuen Webseite bis hin zu den bereits feststehenden Sponsoren und Bands, bisher in Eigenarbeit geleistet. „Alle sind unglaublich motiviert und engagiert dabei“, ergänzt Landsmann, der außerdem Mitglied im Präventionsrat ist. Das Gremium verwaltet alle finanziellen Angelegenheiten rund um das geplante Rockkonzert.

Um gemeinsam ihre Idee umzusetzen, und sich jeweils darauf zu konzentrieren, was sie am besten können, bildeten die Jugendlichen zu Beginn des Projektes Arbeitsgruppen. So waren Marvin Harms und Micha Saalmüller beispielsweise zusammen für den Bereich Social Media sowie für die Webseite zuständig. „Dort stellen wir einerseits uns als Team sowie unser Line-Up, sprich die Bands, die wir bis jetzt gewinnen konnten, vor“, schildert Micha Saalmüller. Das Line-Up bestünde derzeit aus den „Meilentauchern“ sowie „Casino Blackout“. „Eine weitere Band steht bereits, die wird aber erst später bekannt gegeben“, schildern die beiden Schüler und empfehlen Interessierten die Webseite hier und da mal für ein Update zu besuchen. Dort wird es dann auch die Karten für das Konzert zu kaufen geben. „Aber derzeit steht noch nicht ganz fest, wie viel die kosten sollen, darum warten wir mit dem Vorverkauf noch“, ergänzt Maik Landsmann.

Wiederum ein weiteres Team, bestehend aus Alena Straßburg, Karla Pawlikowski und Swer Wapenhensch, war für alles rund um Design, Farbgestaltung und Bildauswahl zuständig. „Wir haben überlegt, welche Farben einerseits ins Auge stechen, aber gleichzeitig gut zusammenpassen“, so Alena Straßburg über die Aufgabe ihrer Gruppe. Sie erstellte außerdem ein Logo in verschiedenen Ausführungen für das Festival.

Aber wieso denn eigentlich Rock? „Mit Rock wurden schon in der Vergangenheit Zeichen gesetzt. Er rüttelt die Leute auf und regt oftmals mit seinen Texten zum Nachdenken an“, weiß Micha Saalmüller schnell eine Antwort. Dem schließen sich die anderen Projektmitglieder an und ergänzen, wie schön es sei, dass nach langer, zweijähriger Corona-Pause überhaupt wieder ein Festival stattfinden dürfe.

Abschließend ist es der Gruppe besonders wichtig zu betonen, dass Besucher des Konzerts sich nicht nur auf tolle Rockmusik, sondern auch auf ein umfangreiches, informatives Programm freuen können. „Rund um das Festival werden mehrere Infostände aufgebaut, an denen sich Vereine und Organisationen aus der Umgebung vorstellen werden.“ Mit dabei seien bis jetzt unter anderem die Opferhilfe Verden, das Frauenhaus Nienburg sowie eine Entwicklungshilfe aus Bremen. „Denn die Diversität, für die wir uns einsetzen, soll sich nicht nur in unserem Motto, sondern auch in unserem Programm wiederfinden“, sind sich die Schüler einig.

Weitere Infos

zum Konzert und der Gruppe gibt es im Internet unter www.getloudhoya.de.

Auch interessant

Kommentare