Polizeioberkommissarin Nicole Schuster informiert über Verkehrssicherheit von Radfahrern

„Der Klügere gibt nach“

Polizeioberkommissarin Nicole Schuster gibt Tipps, wie sich Radfahrer im Straßenverkehr verhalten sollten. Foto: uwe campe

Dem Fahrrad als Verkehrsmittel kommt heute eine immer größere Bedeutung zu. Sowohl als beliebte Freizeitaktivität, aber auch um ihre täglichen Wege zum Arbeitsplatz, zum Einkaufen oder zum Arzt zu überbrücken, nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad. Aber genau dort lauern die Gefahren. Die Marschenradlerinnen aus der Gemeinde Hilgermissen, eine Vereinigung von Frauen, die seit mehr als 40 Jahren das Interesse an gemeinsamen Fahrradausflügen verbindet, informierten sich daher am Donnerstagnachmittag anlässlich eines Vortrags im Lindenhof zum Thema Verkehrssicherheit und Unfallprävention für Radfahrer. Dazu begrüßte Marschenradlerin Hildegard Görtmüller neben den 22 Besuchern auch Polizeioberkommissarin Nicole Schuster, die in der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg innerhalb eines fünfköpfigen Präventionsteams als Verkehrssicherheitsberaterin tätig ist.

Hoya - Gleich zu Beginn ihres mit viel Bildmaterial versehenen Vortrags wies die Kommissarin anhand von Statistiken auf die unter anderem in Niedersachsen gestiegene Zahl bei Verkehrsunfällen getöteter Radfahrern hin. Gerade ältere Personen seien besonders gefährdet, da sich bei ihnen die Auswirkungen von Unfällen meist drastischer als bei jüngeren Menschen zeigen würden. Im Zuge der zunehmenden Verbreitung sogenannter Pedelecs, also Fahrrädern mit elektrischem Hilfsantrieb, erwarten Unfallforscher im Übrigen zukünftig weiter steigende Zahlen, meinte Nicole Schuster

In der Folge ging die Vortragende auf zahlreiche Aspekte zur Anhebung der Sicherheit von Radfahrern ein. In kurzen Filmsequenzen demonstrierte die Polizeioberkommissarin beispielsweise eindrucksvoll die oftmals fatalen Auswirkungen von Zusammenstößen zwischen Fahrradfahrern und Kraftfahrzeugen. Anhand des umfangreichen Informationsmaterials erklärte die Referentin aber auch die Bedeutung von Radwegen und Verkehrszeichen, die Sichtbarkeit von Verkehrsteilnehmern, das grundsätzliche Verständnis zwischen Auto- und Radfahrern, die Gefahren des toten Winkels, das Tragen von Helmen, für Pedelecs geltende Bestimmungen und letztlich auch Bußgelder bei Verstößen gegen die bestehenden Vorschriften thematisiert. Die Kommissarin stellte den Besuchern das Material im Anschluss zur Verfügung.

Weitere Themen des Vortrags waren verschiedene Gefahrenschwerpunkte in Hoya, für die Hildegard Görtmüller entsprechendes Bildmaterial vorbereitet hatte. Ob beispielsweise im Kreuzungsbereich Auf dem Kuhkamp/Mehringen, dem Kreisel Weserstraße, dem Einmündungsbereich Deichstraße/Von-Kronenfeldt-Straße, dem Bereich Weserbrücke oder dem Hasseler Steinweg, bei allen gab Nicole Schuster kompetent und ausführlich Informationen über die verkehrsrechtliche Ausgangssituation und darüber hinaus Empfehlungen, wie sich die Radfahrer an diesen neuralgischen Punkten korrekt, aber auch dem eigenen Sicherheitsbedürfnis gerecht werdend, verhalten sollten. Dabei ging sie bereitwillig immer wieder auch auf sachkundige Hinweise und Fragen seitens der Zuhörerschaft ein. Ihren gleichermaßen informativen wie instruktiven Vortrag schloss die Referentin mit dem Rat ab: „Der Klügere gibt nach. Man sollte nicht immer auf ein bestehendes Recht beharren, da man als Fahrradfahrer in der Regel der schwächere Verkehrsteilnehmer ist und damit letztlich auch die Folgen eines nicht selbst verschuldeten Unfalls zu tragen hat.“

Nächste Radtour:

Die Marschenradlerinnen fahren am Mittwoch nach Bruchhausen-Vilsen. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Grundschule Wechold (Wechold 129).

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