Klassische Philharmonie Nordwest brilliert mit Schumann und Brahms in Hoya

Romantisches im vollen Haus

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Die Klassische Philharmonie Nordwest unter der Leitung von Ulrich Semrau spielte am Sonntag zum wiederholten Mal in der Martinskirche Hoya.

Von Horst FriedrichsKenner kamen auf ihre Kosten: „Zauber der Romantik“ lautete die Überschrift zu einem Sinfoniekonzert im Kulturzentrum Martinskirche in Hoya. Die Klassische Philharmonie Nordwest unter der Leitung von Ulrich Semrau gastierte dort am Sonntag mit Werken von Robert Schumann und Johannes Brahms. Als weiteres musikalisches Kleinod präsentierte Georg Sättler für den Kulturkreis Grafschaft Hoya eine CD des Ensembles, deren Lieder während des Konzerts im vergangenen Jahr in der Martinskirche aufgenommen worden waren.

Zunächst hatte es am Sonntag den Anschein, als ob die Zuhörerzahlen beträchtlich, aber nicht überwältigend sein würden. Das erwies sich als Fehleinschätzung, denn während der Beginn des Konzerts näher rückte, setzte ein regelrechter Andrang ein, und es zeigte sich die in letzter Zeit in der Samtgemeinde häufiger beobachtete Notwendigkeit des Herbeischaffens zusätzlicher Stühle. Nun kam auch der Kulturkreis mit seinem herausragenden Angebot klassischer musikalischer Kostbarkeiten in den Genuss jener Wertschätzung, die gemeinhin unter dem Schlagwort „volles Haus“ zusammengefasst wird.

Gleich zu Beginn brillierten die Musiker des vollzählig anwesenden Orchesters mit den Feinheiten und klangfüllenden Höhepunkten der Ouvertüre zu Robert Schumanns Oper „Genoveva“. Das Werk aus der deutschen Romantik, zu dem Schumann neben der Musik auch den Text schrieb, sollte seine einzige Oper bleiben. Deren Ouvertüre entwickelte sich zu seinen bekanntesten Kompositionen.

Die melodiöse Leichtigkeit, die Johannes Brahms mit seinen Haydn-Variationen op. 56a zu Notenpapier gebracht hatte, gab das Sinfonieorchester unter seinem Chefdirigenten Ulrich Semrau so überzeugend wie einfühlsam wieder – gleichsam ein abermaliger Beleg dafür, dass die „Variationen“ zu den schönsten frühen Werken des aus Hamburg stammenden Brahms gehören.

Der zweite Teil des Konzerts in der alten Martinskirche gehörte Robert Schumanns 3. Sinfonie Es-Dur op. 97, die auch die „Rheinische“ genannt wird – als Hinweis auf den Umzug der Schumanns von Dresden nach Düsseldorf, mit einem Ausdruck von Lebensfreude und euphorischer Stimmung, die dem Komponisten aufgrund seiner ersten Begegnungen mit dem rheinischen Frohsinn zugeschrieben werden.

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