Die Reihe „Orgelschätze“ gastiert in Eitzendorf / Improvisationen die Höhepunkte

Kirchenmusiker bittet zum Tanz auf (fast) allen Registern

Die Kirche war gut gefüllt. „Das ist ja wie Weihnachten“, befand Pastorin Friederike Werber. - Foto: Uwe Campe

Eitzendorf - Von Uwe Campe. Das fünfte und vorletzte Konzert in der diesjährigen Reihe „Orgelschätze“ des freiberuflichen Kirchenmusikers Dietrich Wimmer aus Bruchhausen-Vilsen war am Sonntag in Eitzendorf zu hören. Nachdem zuvor der „Dörpsverein“ seine Gäste am Backhaus mit selbst gebackenem Brot und geräuchertem Fisch verköstigt hatte (siehe Infokasten), begrüßte Pastorin Friederike Werber in der St.-Georg-Kirche zahlreiche Gäste. Das sei fast wie Weihnachten, sagte sie. Die Konzertreihe hat inzwischen ihre eigene Fangemeinde, und viele Besucher waren aus der weiteren Umgebung angereist.

Organist Dietrich Wimmer - Foto: Uwe Campe

Bevor sich Dietrich Wimmer an die 1868 von Folkert Becker (Hannover) gebaute Orgel setzte, führte er mit einigen Erläuterungen in das Programm ein, auf dem Werke von Felix Mendelssohn (1809-1847), Johann Sebastian Bach (1685-1750), Léon Boellmann (1862-1891) und Gustav Roguski (1839-1924) sowie verschiedene Improvisationen standen. Das Präludium und die Fuge in G-Dur von Mendelssohn sowie der „Marche Religieuse“ von Boellmann sind feste Bestandteile aller Konzerte der Reihe.

In der Folge genossen die Gäste dann ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art. Der Organist hob immer wieder die Feinheiten und die Klangstärken der 2012 grundlegend renovierten Eitzendorfer Orgel hervor. Im Zuge dieser Maßnahme war ihr das klangliche Gewand wiedergegeben worden, das ihrem Pfeifenmaterial ursprünglich zugemessen war.

Die einzelnen Beiträge waren auf die Orgel abgestimmt. Neben den bereits erwähnten Stücken erfreuten sich die Konzertbesucher an Felix Mendelssohns Andante D-Dur und Fuge in d-Moll, an Johann Sebastian Bachs Praeludium a-Moll sowie am Praeludium a-Moll von Gustav Roguski.

Konzerthöhepunkte bildeten die Improvisationen. Nach der „Sonate im romantischen Stil“ würdigte Kirchenmusiker Dietrich Wimmer im „Choralkonzert“ auch die Veranstaltung beim Backhaus am Nachmittag. Beim „Tanz auf (fast) allen Registern“ ließ er schließlich unter anderem auch noch die Stimmen von Doppelflöte, Gemshorn, Geigenprinzipal, Gambe und Tutti erklingen.

Die Besucher zeigten sich sehr angetan und beeindruckt von den virtuos vorgetragenen Stücken und spendeten Dietrich Wimmer viel wohlverdienten Beifall. Der Musiker dankte es ihnen mit einer kleinen Zugabe.

Nach dem Konzert bestand die Möglichkeit, sich bei einem Imbiss zu stärken und Aquarelle und Drucke des Malers Wilfried Lehnert zu erwerben. Der Stuhrer hat alle Kirchen aus dem Kirchenkreis Syke-Hoya gemalt.

Die diesjährige Konzertreihe „Orgelschätze“ findet am Sonntag, 23. Oktober, in Heiligenloh ihren Abschluss. Es bleibt zu wünschen, dass sie in den kommenden Jahren fortgesetzt wird.

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