Eine Burg für das Gut

Kinderheim „Kleine Strolche“ will Therapie-Einrichtung aufbauen

Vorfreude auf den neuen Spielplatz: (v.l.) Bernhard Schubert, Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner (Hoya), Landschaftspräsident Werner von Behr und Bürgermeister Wilhelm Schröder (Bücken). Foto: Anke Seidel
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Vorfreude auf den neuen Spielplatz: (v.l.) Bernhard Schubert, Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner (Hoya), Landschaftspräsident Werner von Behr und Bürgermeister Wilhelm Schröder (Bücken).

Das Kinderheim „Kleine Strolche“ will eine Therapie-Einrichtung für traumatisierte Kinder aufbauen. Hierfür erhielten sie eine finanzielle Unterstützung der Hoya-Diepholz’sche-Landschaft.

Bücken - Eine kleine Ritterburg aus Holz hatte Anne Sophie Wasner, Bürgermeisterin in Hoya und Vertreterin der Hoya-Diepholz’schen Landschaft, mit ins Rittergut Ovelgönne mitgebracht – als Symbol für eine ganz besondere Symbiose. Denn die mehr als 500 Jahre alte Hoya-Diepholz’sche-Landschaft mit ihrem Präsidenten Werner von Behr an der Spitze will handfest zur positiven Zukunftsgestaltung beitragen – und unterstützt mit 2000 Euro den Bau eines Holz-Spielplatzes in Form einer Burg auf dem Rittergut Ovelgönne in Bücken, in dem das Kinderheim „Kleine Strolche“ eine Therapie-Einrichtung für traumatisierte Kinder aufbauen will.

Als Geschäftsführer des Kinderheims berichtete Bernhard Schubert, warum ein Burg-Spielplatz so wichtig ist – zum Beispiel für ein zwei Jahre altes Mädchen, das ausschließlich in einem Zimmer gelebt und noch niemals die Natur kennengelernt hatte. Es sei total verängstigt. Ein Spielplatz aus Holz könne helfen, sich in der Natur sicher zu fühlen. Schubert ist dankbar für Spenden, denn eine Spielburg bezahle das Jugendamt nicht. Sie soll sich baulich in das Ambiente des Ritterguts Ovelgönne einfügen. Rund 20 000 Euro betragen die Materialkosten. Den Aufbau übernehmen Freiwillige.

Landschaftspräsident Werner von Behr stellte klar, das die Förderung von Kindern ein wichtiges Anliegen der Landschaft ist. Aus ihren Wurzeln – der landwirtschaftlichen Brandkasse – heraus arbeitet sie eng mit dem Versicherungsunternehmen VGH zusammen und kann mit 20 000 Euro pro Jahr gemeinnützige Projekte unterstützen. Weitere Förderungen 2019: 2 500 Euro für Grabungen am Heiligenberg, 6 000 Euro für die Restaurierung von Akten aus den Ämtern Bruchhausen und Bassum, 1 500 Euro für den Buchdruck „Ritter und Knappen im Harpstedter Raum“, 1 700 Euro für für den Druck eines Schüler-Geschichtsbuches des Johann-Beckmann-Gymnasiums Hoya, 330 Euro für Buchspenden für Landwirtschaftsschüler in den Landkreisen Diepholz, Nienburg und Verden, 3 000 Euro für Ortschroniken, 700 Euro für die Musikschule Nienburg (Teilnahme am Deutschen Musikfest) und 1 300 Euro für unvorhergesehene, aber förderwürdige Projekte (über die Vergabe entscheidet der Landschaftspräsident). ANKE SEIDEL

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