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Kfz-Zulassungsstelle Grafschaft Hoya: Behörde bearbeitet 2021 rund 1800 Fälle weniger als 2020

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Von: Nala Harries

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Zulassungsstelle
Ein Schild weist den Weg zur Zulassungsstelle. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Samtgemeinde – Noch im Jahr 2020 war der Andrang auf die Kfz-Zulassungsstelle der Samtgemeinde Hoya groß. 2021 sieht die Situation jedoch ganz anders aus. 

Noch im Jahr 2020 war der Andrang auf die Kfz-Zulassungsstelle der Samtgemeinde Hoya groß, sodass Bürger teilweise längere Wartezeiten in Kauf nehmen mussten, um einen Termin zu ergattern. Dementsprechend viel zu tun hatte daher auch das Team der Behörde.

2021 sah die Situation jedoch ganz anders aus: Erheblich weniger Bürger ließen neue Fahrzeuge zu, wollten diese umschreiben oder abmelden lassen, geht aus der aktuellen Statistik der Kfz-Zulassungsstelle hervor. „Im Jahr 2020 hatten wir mehr Mitarbeiterinnen und weniger Corona“, begründet Uwe Back, Fachbereichsleiter Bürgerservice, die Unterschiede im Zahlenwerk.

2020 bearbeitete das Team der Zulassungsstelle in Hoya, welches bis zum dritten Quartal noch aus drei Mitarbeiterinnen mit insgesamt 60 Wochenstunden bestand, 624 Neuzulassungen, 2 753 Umschreibungen, 2 160 Abmeldungen sowie 906 Änderungen und 610 sonstige Fälle. Zusammengerechnet kam es so 7 053 Vorgänge. Zu Beginn der Pandemie seien neben Autos besonders Wohnmobile, Motorräder und Gartenanhänger gefragt gewesen, ging aus einem damaligen Gespräch hervor.

Im vergangenen Jahr sank die Zahl an Neuzulassungen jedoch erheblich auf 563. Auch die Anzahl an Umschreibungen verringerte sich auf 1 941, Abmeldungen gab es 1 500, Änderungen 790 und sonstige Fälle 452, sodass am Ende nur 5 219 Vorgänge bearbeitet worden sind. Dies macht im Vergleich zu 2020 ein Minus von 1 834 aus.

Dazu ist jedoch zu erwähnen, dass die Behörde nach dem Ausscheiden einer Kollegin lange Zeit nur noch mit zwei Beschäftigten und damit mit 47 Wochenstunden besetzt war. Zwar half eine Kraft vertretungsweise aus, aber erst Anfang Dezember 2021 konnte das Personal mit der neuen Mitarbeiterin Lajal Zeayter wieder voll aufgestockt werden, teilt Uwe Back auf Nachfrage mit.

Darüber hinaus habe sich die Corona-Situation im Jahr 2020 auch noch nicht ganz so schwierig gestaltet wie 2021. So konnte das Rathaus vor zwei Jahren zeitweise seine Zugangsbeschränkungen lockern, vergab aber trotzdem weiterhin Termine für einen Besuch in der Zulassungsstelle – ab Oktober dann sogar über ein neues Online-Portal.

Aufgrund des Andrangs 2020 besonders in den Monaten Februar (67 Neuzulassungen), Juni (75) und Juli (64) sei es teilweise zu verlängerten Vorlaufzeiten gekommen. 2021 hatte sich dies jedoch geändert, „da Besuchern der freie Zutritt zum Gebäude coronabedingt untersagt wurde. Alles lief über die Terminvergabe“, erklärt Back die Entwicklung. So bearbeitete das kleine Team im Februar vergangenen Jahres nur 41, im Juni 68 und Juli 37 Neuzulassungen.

Spitzenmonate in 2021, in denen die Anzahl der Vorgänge sogar höher lag als noch 2020, waren der März (79 Neuzulassungen) und April (59). „In diesen Monaten werden meist die Motorräder für die Saison neu angemeldet“, weiß der Fachbereichsleiter. Welche Art von Fahrzeugen sonst noch vermehrt zugelassen worden sind, könne er für das Jahr 2021 allerdings nicht sagen. „Ich denke aber, dass die Nachfrage nach Wohnmobilen wieder zurückgegangen ist. Die wurden sicherlich häufig schon zu Beginn der Pandemie angeschafft“, vermutet Back.

Auf Nachfrage bei Geschäftsführer Ralf Grünhagen vom gleichnamigen Autohaus in Hoya bestätigt dieser, dass sich auch die Verkaufszahlen seines Unternehmens noch nicht wieder eingependelt hätten und dementsprechend weniger Neuzulassungen an die Behörde gemeldet werden konnten. 2020 sowie im vergangenen Jahr seien im Vergleich zu 2019 rund zehn Prozent weniger Fahrzeuge verkauft worden.

Dem fügt er allerdings hinzu, dass sich noch rund 60 bis 70 Wagen im Vorlauf befinden würden. „Diese wurden 2021 gekauft. Deren Liefertermin hat sich allerdings verschoben, sodass diese erst 2022 ausgeliefert und dementsprechend die Neuzulassungen an die Behörde in Hoya gemeldet werden können“, erklärt Grünhagen.

Aber wie sieht die Terminlage in der Kfz-Zulassungsstelle eigentlich aktuell aus? Müssen Bürger derzeit immer noch mit verlängerter Wartezeit rechnen? „Nein, das hat sich gebessert“, berichtet Fachbereichsleiter Uwe Back. Im Winter sei die Nachfrage, beziehungsweise der Bedarf, in die Zulassungsstelle zu kommen, eh nicht so hoch. Im März gehe es dann zunächst mit den Zulassungen der Motorräder für die Saison wieder los. „Ich rechne aber auch dann nicht mit längeren Vorlaufzeiten, da die Behörde nun wieder mit drei Mitarbeitern besetzt ist“, blickt er optimistisch in die Zukunft.

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