Katharinenmarkt in Hoya versetzt Besucher in die Zeit des Grafen Otto III

Mittelalterliches Spektakel mit Gauklern und Rittern

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Marktvogt Hans von Soltau.

Hoya. Das Signal ist eindeutig: Laute Fanfarenstöße und die Kirchenglocken von St. Martin künden am Sonnabend, 19. September, zur ersten Stund nach Mittag: Es ist Katharinenmarkt in Hoya. Zwei Tage lang feiert der Graf von Hoya die Wahl seiner Tochter Katharina zur Äbtissin des Klosters Wienhausen – zum zweiten Mal infolge im und am Bürgerpark in Hoyas historischer Altstadt.

Der Verein Katharinenmarkt hat seine Zelte, Buden und Bühnen im historischen Quartier des Bürgerparks zu Hoya, an der Martinskirche und am Heimatmuseum aufgeschlagen und präsentiert am Sonnabend und Sonntag, 19. und 20. September, ein mittelalterliches Markttreiben.

Die Historie des Grafen von Hoya besagt: „Im Jahr 1428 wird Katharina, die Tochter des Grafen Otto III im Kloster Wienhausen zur Äbtissin gewählt; im Monat Septembris stattet sie ihrer Heimatstadt einen Besuch ab. Wie es gute Sitt‘ und alter Brauch, führt ihr erster Weg zur Martinskirche, um dort Andacht und Einkehr nach langer Reise zu finden. Graf Otto III und Gräfin Mechtild verließen das Schloss, um zum Empfang beim Staffhorstschen Gut alles auf´s Beste zu richten. Das gräfliche Prunkzelt, Speis und Trank sowie ein Markttreiben, wie es sonst nur in den großen Städten der Hanse zu begaffen ist.“

Comes-Vagantes, die Musiker des Grafen, konzertieren am Sonnabend nach 22 Uhr.

Der große Zuspruch im vergangenen Jahr hat gezeigt, der Markt ist dort angekommen, wo er hingehört – nämlich ins historische Ambiente rund um Martinskirche und Heimatmuseum. Das Konzept hat auch die Kritiker überzeugt. Der Markt hat in den Besucherzahlen stark zulegen können, und der Schulterschluss mit der Fördergemeinschaft ist absolut gelungen, denn auch der Herbstmarkt in der Innenstadt war rege frequentiert. Der Brückenschlag über die Weser zwischen Historie und Neuzeit ist gelungen, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter.

Neben bekannten und bewährten mittelalterlichen Ausstellern ist es den Verantwortlichen in diesem Jahr gelungen, für die Grünanlagen im Bürgerpark noch mehr „Heerlager“ zu gewinnen – Ritter und Edeldamen auf der Reise aus allen Teilen des Reiches schlagen dort ihre Zelte und Lager auf und präsentieren im Sinne eines lebendigen Museums das Alltagsleben im Mittelalter.

Neben dem mittelalterlichen Markt mit rund 40 Ständen ziehen sicher auch die Akteure auf den zwei Bühnen viele Besucher an. Gaukler und Musikanten sowie Akrobaten und Spaßmacher versuchen, das Publikum zu beeindrucken. Für Kinder gibt es zudem einen Streichelzoo, Spielestationen, Ponyreiten, einen Sprungturm, Bogenschießen, Kerzenziehen und Filzen.

Wer möchte, kann an dem Konzert von „Ver-Voices“ oder an dem mittelalterlichen Gottesdienst in der Martinskirche teilnehmen.

Der Katharinenmarkt ist geöffnet am Sonnabend von 13 bis 23 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr.

Der Verein Katharinenmarkt zu Hoya und die „Fogelvreien“ teilen mit, dass die Eintrittspreise stabil geblieben sind. Besucher haben die Wahl zwischen Einzeltickets zu je vier Euro oder Familienkarten im Wert von je zehn Euro. Unter Schwertmaß Gewachsene, also Kinder, haben freien Eintritt.

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