„Karl Adam“, „Uhu“ und „Ratzfatz“ getauft

Ruderverein Hoya weiht Terrasse ein und schickt drei neue Boote auf Jungfernfahrt

+
Im Sonnenschein vor den davonziehenden Wolken: das Bootshaus des Rudervereins Hoya mit der neuen Terrasse und der ebenfalls neuen Deichschutzmauer.

Gelassen von der Terrasse aus können Mitglieder und Gäste des Rudervereins Hoya künftig zuschauen, wenn der Wasserstand der Weser steigt. Denn zunehmende Pegelstände können die Ruderer in ihrem Bootshaus und auf dem Grundstück am Flussufer nicht mehr schrecken, seit die mächtige Hochwasserschutzmauer fertig ist. Vom Grafenschloss bis zum Bahndamm reicht das Bollwerk aus Beton, das dem Ruderverein die Möglichkeit bot, eine schmucke neue Bootshaus-Terrasse zu bauen. Eingeweiht wurde sie am Samstagnachmittag, und der festliche Anlass wurde zugleich für die Taufe dreier neuer Boote genutzt.

Hoya - Karin Jülke, Vorsitzende des Rudervereins Hoya, begrüßte insgesamt 80 Gäste zu der Veranstaltung, die von Regen und Sturm verschont blieb. Zeitweise strahlte sogar die Sonne durch eine Lücke in der Wolkendecke und ließ den neuen Blickfang im Herzen der Grafenstadt im allerbesten Licht erscheinen. „Mit der neuen Terrasse, die durch den Bau der Hochwasserschutzmauer entstand, ist für unseren Verein aus meiner Sicht das bestmögliche Ergebnis erzielt worden“, sagte Karin Jülke. „Das ganze Erscheinungsbild unserer Heimatstadt Hoya hat sich enorm verbessert.“ Auch die neue Bootshalle sei fast fertig, fügte die Vorsitzende hinzu.

Den Vertretern des Stadtrats und der Stadtverwaltung dankte sie im Namen des Rudervereins für Unterstützung und gute Zusammenarbeit beim Bau, der nach dem Beginn Anfang März dieses Jahres Ende September beendet worden sei. Jülke ließ die Bauarbeiten Revue passieren und dankte insbesondere Bauamtsleiter Rolf Walnsch und seinen Mitarbeitern, die stets hilfsbereit gewesen seien und bei aufgetretenen Problemen Lösungen gefunden hätten. Verschiedene rudersportliche Aktivitäten seien auch während der Bauarbeiten erfolgt.

Festredner Werner von Behr erinnerte daran, dass der Ruderverein, vertreten durch seinen Vorstand, ursprünglich sehr besorgt über das künftige Aussehen des Vereinsgeländes gewesen sei. „Nun aber ist aus dem ursprünglich geplanten Zweckbau ein gelungener, optisch ansprechender Hochwasserschutz geworden“, sagte von Behr. Der Weg dahin sei kein Selbstläufer gewesen, sondern ein langes Ringen zwischen der dreiköpfigen Rudervereins-Arbeitsgruppe „Hochwasserschutz“ und den zuständigen Behörden und Firmen. Von Behr weiter: „Gemeinsam sind wir nicht den Weg der Konfrontation gegangen, sondern der Gesprächsbereitschaft. Die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt Hoya haben sich ein Bild von der Situation gemacht und sich unsere Ideen verständnisvoll angehört. Dafür sind wir sehr dankbar, denn es war auch uns klar, dass manche Idee nicht durch die Drittmittel vom Land Niedersachsen und der Europäischen Union bezahlt werden würde.“

Ruderverein Hoya weiht Hochwasserschutzmauer ein

Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Hor st Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs
Der Ruderverein Hoya hat am Samstagnachmittag die Hochwasserschutzmauer eingeweiht. © Horst Friedrichs

Mit dem neu gestalteten Ruderhaus habe Hoya auf der Ostseite der Weser – noch vor der Folgenutzung des ehemaligen Grafenschlosses – schon jetzt einen echten Hingucker bekommen, sagte Werner von Behr, zumal auch das Westufer mit der sanierten Anlegestelle für Binnenschiffe optisch deutlich aufgewertet worden sei. Von Behr dankte ebenfalls Bauamtsleiter Rolf Walnsch für sein stets offenes Ohr und betonte: „Das Vereinsgelände mit dem Bootshaus ist unsere Visitenkarte und wird es auf Jahrzehnte bleiben.“

Pastor Andreas Ruh sprach anschließend, überleitend auf den darauffolgenden feierlichen Akt, über die Taufe, denn: „Davon verstehe ich etwas.“ Ein Boot oder ein Schiff dürfe niemals von einem Mann, sondern immer nur von einer Frau getauft werden. Mit der Namensgebung werde dem Schiff eine Seele eingehaucht, und finde das nicht statt, bringe es Unglück. Die Titanic etwa sei nie getauft worden. Die drei in Ratzeburg erworbenen gebrauchten Empacher-Boote wurden mit jeweils einem Glas Sekt getauft.

Maria Meyer, Ehefrau von Stadtdirektor Detlef Meyer, goss den perlenden Inhalt des Glases über den Rumpf des Einers namens „Uhu“. Christa Lüschen, Kassenwartin des Vereins, taufte den Doppelzweier auf den Namen „Ratzfatz“, und Bürgermeisterin Anne Sophie Wasner vollzog das Taufritual beim Doppelvierer „Karl Adam“, der von Spendengeldern der älteren Hoyaer Ruderer erworben worden war. Anschließend wurden die drei Boote zur Jungfernfahrt zu Wasser gelassen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Paris-Gipfel: Friedensprozess für Ostukraine wiederbelebt

Paris-Gipfel: Friedensprozess für Ostukraine wiederbelebt

Aung San Suu Kyi verfolgt Völkermord-Klage gegen Myanmar

Aung San Suu Kyi verfolgt Völkermord-Klage gegen Myanmar

Brände in Australien wüten weiter - Sydney in dichtem Rauch

Brände in Australien wüten weiter - Sydney in dichtem Rauch

11 sehenswerte Weihnachtsbäume rund um die Welt

11 sehenswerte Weihnachtsbäume rund um die Welt

Meistgelesene Artikel

Kinder empfangen den Nikolaus am Weserufer

Kinder empfangen den Nikolaus am Weserufer

Nienburg: Zwei Linienbusse brennen aus 

Nienburg: Zwei Linienbusse brennen aus 

Skoda fährt in Reitergruppe - eine 13-Jährige stürzt vom Pferd

Skoda fährt in Reitergruppe - eine 13-Jährige stürzt vom Pferd

2,2 Millionen Euro für Anbau am Hoyaer Feuerwehrhaus

2,2 Millionen Euro für Anbau am Hoyaer Feuerwehrhaus

Kommentare