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„Kaffkieker“ startet am 1. Mai in die Saison

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Von: Nala Harries

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Der „Kaffkieker“ ist ein 1959 erbauter Triebwagen mit zwei Dieselmotoren. Bei der Osthannoverschen Eisenbahn war er bis 1977 im Einsatz, anschließend wurde er verkauft und fuhr 23 Jahre lang in Italien. 2003 folgte ein Einsatz auf der Strecke Niebüll-Tondern, bis er schließlich 2005 auf einem Abstellgleis in Kiel landete. Gerettet von der Mittelweserbahn, ist der „Kaffkieker“ nun seit 2007 als Touristenbahn auf der Schiene unterwegs. archiv
Der „Kaffkieker“ ist ein 1959 erbauter Triebwagen mit zwei Dieselmotoren. Bei der Osthannoverschen Eisenbahn war er bis 1977 im Einsatz, anschließend wurde er verkauft und fuhr 23 Jahre lang in Italien. 2003 folgte ein Einsatz auf der Strecke Niebüll-Tondern, bis er schließlich 2005 auf einem Abstellgleis in Kiel landete. Gerettet von der Mittelweserbahn, ist der „Kaffkieker“ nun seit 2007 als Touristenbahn auf der Schiene unterwegs. archiv © D. Koch

Hoya – Es geht wieder los: Die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH) schicken den historischen Triebwagen „Kaffkieker“ auf die Schiene und starten am Sonntag, 1. Mai, pünktlich in die Saison. Coronabedingt war dies im vergangenen Jahr nicht möglich. 2021 konnte man demnach erst zu Pfingsten fahren. 2022 sieht die Situation allerdings anders aus: Die Vorbereitungen sind bereits abgeschlossen und die Vorfreude auf den Saisonauftakt groß.

„Es ist alles startklar“, kündigt Christian Schröder, der örtliche Betriebsleiter der VGH, an.

Den Winter über verbrachte der „Kaffkieker“ wie gewohnt in der großen Halle in Hoya. Dort bereitete ihn das Team für die Saison vor. „Wir haben die üblichen Wartungsarbeiten durchgeführt sowie alles gereinigt und durchgecheckt“, sagt Schröder über die Tätigkeiten der vergangenen Monate.

Nach zwei Jahren im Schatten der Corona-Pandemie hält er es für wichtig, „dass nun wieder Normalität ins Leben zurückkehrt“. Ebenso scheinen es die Fahrgäste zu sehen, denn einige hätten bereits Karten für eine Fahrt mit dem „Kaffkieker“ gebucht. Es seien aber immer noch ausreichend vorhanden, versichert er mit Blick auf die verfügbaren Plätze am Sonntag. Tickets sind im Vorverkauf unter www. kaffkieker.de erhältlich. Kurzentschlossene können Restkarten aber auch direkt beim Einstieg erwerben.

2020 sowie 2021 haben die Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya die Personenzahl im Triebwagen noch pandemiebedingt begrenzen müssen, dies sei nach Angaben von Christian Schröder nun aber nicht mehr erforderlich. Trotz dessen wolle man darauf achten, dass es nicht zu eng werde. „Es sollen sich alle wohlfühlen“, meint er. Daher wollen die VGH möglichst versuchen, die Fahrgäste gleichmäßig zu verteilen. Außerdem würde nach wie vor im gesamten Öffentlichen Personennahverkehr die Pflicht zum Tragen einer Maske bestehen. Davon sei auch der historische Triebwagen nicht ausgeschlossen, betont Christian Schröder.

Im „Kaffkieker“ gibt es Platz für insgesamt 180 Personen, 90 davon können sitzen. Die volle Auslastung sei aber zumeist nur an Brokser-Markt-Tagen erreicht, weiß Schröder aus Erfahrung. Auch das Rad könne unproblematisch mit auf Reisen gehen. „Wir kriegen knapp 25 normale Räder mit. Bei E-Bikes wird es etwas schwieriger. Dann sind es nur um die zehn“, weiß der örtliche Betriebsleiter.

Er geht davon aus, dass in dieser Saison die „Kaffkieker“-Fahrten wieder stärker nachgefragt werden als in den Vorjahren. „Die Lust auf Ausflüge ist gestiegen“, hat Schröder beobachtet. Das habe man schon 2021 an den gebuchten Urlaubsreisen sehen können, erklärt er seine Prognose.

Und wie sieht es mit den Ticketpreisen aus? „Die bleiben in diesem Jahr noch die gleichen wie in den Vorjahren“, kündigt der örtliche Betriebsleiter an. Aktuell belaufen sich die Fahrtkosten auf fünf Euro pro Person. Zukünftig müsse man sich jedoch über eine mögliche Erhöhung Gedanken machen. Grund dafür seien die gestiegenen Kraftstoffpreise.

Weitere Informationen

und Tickets sowie die genauen Abfahrtszeiten sind unter www.vgh-hoya.de zu finden.

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