„JUST“ spielt unplugged in der voll besetzten Kleinkunstdiele

Rekordverdächtiger Sound, rekordverdächtige Resonanz

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Die Band „JUST“ vor dem Auftritt (von links): Sebastian Mayer, Julian Marz, Hendrik Schumacher und Jannis Klettke.

Bücken - Von Horst Friedrichs. Die Stühle reichten nicht: Die Kleinkunstdiele Bücken erlebte rekordverdächtige Besucherzahlen, als am Sonnabend die Erfolgsband „JUST“ dort ihr erstes Konzert gab. Zugleich lieferten die jungen Musiker aus Eystrup und Hoya ihren ersten „Unplugged“-Auftritt. Der gute Ruf, der ihnen vorauseilte, reichte aus, um die Platzkapazität der Kleinkunstdiele dem Bersten nahe zu bringen, und das, obwohl die Voraussetzungen denkbar ungünstig gewesen waren.

„In unser reguläres Programm konnten wir die Band nicht mehr aufnehmen, als die Planungen begannen“, sagte Peter Klein, Inhaber der Kleinkunstdiele, in seiner Begrüßung vor ausgebuchtem Haus. „Das war schon mal ungünstig. Dann haben wir als Termin den vergangenen Sonnabend festgelegt und auch angekündigt. Wegen einer Konkurrenzveranstaltung mussten wir dann noch einmal ausweichen – auf den heutigen Tag.“ Dass im Zuhörerraum dennoch kein Platz leer blieb, zeigte sich letztlich als Beleg für die Beliebtheit von „JUST“.

Rearrangiert und mit reduzierter Lautstärke, von den Musikern selbst neu entdeckt, kamen die bekannten und beliebten Stücke der Band in einem veränderten und dennoch vertrauten Sound rüber. Das Programm bestand aus eigenen Liedern und Cover-Versionen; alle Titel des im vergangenen Jahr produzierten Albums waren darin enthalten – zusammen mit den angekündigten Überraschungen.

So spielten die Bandmitglieder nicht nur „unplugged“, sprich ungestöpselt, sondern sie tauschten auch höchst wirkungsvoll die Rollen, unter anderem mithilfe eines E-Pianos und eines Cajons. Als besondere Überraschung präsentierte die Band dann Sophia von Lingen an der Geige mit ausgewählten Titeln – einfühlsam eingefügt in den nahezu unverstärkten Klangrahmen.

Nahezu, denn völlig ohne Strom kommt die Band natürlich nicht aus. „Ganz ohne Elektrizität geht es nicht“, erläuterte Hendrik Schumacher, Gitarrist und Sänger. „Unsere Instrumente würden sonst keinen Ton von sich geben – bis auf das Schlagzeug.“ E-Gitarren und E-Bass brauchen die Steckdose, um den nötigen „Saft“ aufzunehmen, und auch die Mikrofone kommen nicht ohne elektrisch gespeiste Verstärkung aus. „Unplugged ist in unserem Fall also eine Spielweise, die dem akustischen Sound sehr nahe kommt“, ergänzte Schlagzeuger Julian Marz.

In der Wohnzimmer-Atmosphäre der Kleinkunstdiele hätte der Sound nicht angebrachter sein können. „Das ist ein toller Rahmen“, sagte Julian Marz, und sein Bandkollege Hendrik Schumacher setzte noch eins drauf: „Dieser Auftritt ist für uns das absolute Highlight des Jahres.“

Dazu trug auch ein Support-Act bei, den zwei Musiker aus Hannover bildeten. Ebenfalls nahezu unplugged sorgten Leif Libero, Singer-Songwriter, und sein Begleit-Gitarrist Lick 17 für den Konzertauftakt – Leif Libero mit markanter Stimme und Lick 17 mit wohlgesetzten Riffs und virtuosen Soli. Mit seinen Texten von echter Freiheit und bittersüßem Leben leitete der Sänger zu den Themen über, die auch die Jungs von „JUST“ in ihren gesellschaftskritischen Songs aufgreifen.

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