Schwerer Raub im Hafen von Hoya

Junge Männer mit Messer bedroht

Mit vorgehaltenem Messer entrissen die Täter einem Hoyaer den Rucksack.
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Mit vorgehaltenem Messer entrissen die Täter einem Hoyaer den Rucksack.

Hoya – Vier Männer hatten es auf den Rucksack abgesehen, den ein Heranwachsender aus Hoya bei sich trug. Mit vorgehaltenem Messer entrissen sie ihm seine Tasche und flüchteten.

Diese Szene hat sich am Freitag kurz nach 16 Uhr am Hafen in Hoya abgespielt, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigt. Wegen der laufenden Ermittlungen habe es bisher keine Pressemitteilung dazu gegeben, erklärt Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg.

Zwei Heranwachsende aus Hoya, 18 und 20 Jahre alt, haben an besagtem Nachmittag im Hafen gesessen, als vier junge Männer auf sie zukamen und die Herausgabe eines Rucksacks forderten. Zunächst habe sich der Eigentümer gewehrt und seine Tasche festgehalten. Als einer der Täter allerdings ein Messer zückte und ihn damit bedrohte, ließ er sich den Rucksack entreißen, schildert Axel Bergmann die Situation, die nicht unbeobachtet blieb. Als „großes Glück“ bezeichnet er den Umstand, dass ein Zeuge sowohl den Fahrzeugtyp als auch das Kennzeichen erkennen konnte und an die Polizei weitergab. Diese leitete eine großräumige Fahndung nach einem VW Golf mit Oldenburger Kennzeichen ein.

Polizisten in Syke gelang es, das gesuchte Fahrzeug an der Bundesstraße 6 zu stellen. Sie nahmen die vier Insassen fest und stellten den Rucksack sicher. In ihm befanden sich unter anderem ein Laptop und ein Handy, „der Gesamtwert des Inhalts liegt bei 1 500 Euro“, sagt Axel Bergmann. Da die Täter ihre Beute unter Einsatz einer Waffe gemacht haben, müssen sie sich wegen schweren Raubes verantworten. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Polizeibeamten „erhebliche Mengen“ an Marihuana, teilt die Polizei mit – weit mehr, als für den Eigenbedarf üblich. „Es besteht daher der Verdacht, dass die Täter mit Betäubungsmitteln handeln“, sagt Axel Bergmann zum Stand der Ermittlungen.

Ob sich die Opfer aus Hoya und die 20 bis 26 Jahre alten Männer aus Oldenburg kennen und in einer Beziehung zueinander stehen, sei Gegenstand der Ermittlungen, heißt es aus Nienburg. Die Täter seien in Syke von Beamten aus Hoya vernommen und von der Polizei erkennungsdienstlich behandelt worden. „Sie sind zum Teil polizeibekannt“, lässt Axel Bergmann wissen. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen seien die Täter entlassen worden. Sie müssen sich wegen schweren Raubes und des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln verantworten.

Laut Paragraf 250 im Strafgesetzbuch ist ein schwerer Raub anzunehmen, wenn der Täter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug, zum Beispiel ein Messer, bei sich führt. Dieses Vergehen kann je nach Schwere eine Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren nach sich ziehen.

Zwischen Raub und Diebstahl gibt es einen Unterschied: Geht ein Täter mit Gewalt gegen eine Person vor oder droht er Gewalt mit Gefahr für Leib und Leben an, ist von Raub die Rede. Diebstahl hingegen bezeichnet lediglich die rechtswidrige Aneignung fremden Eigentums.

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