Sirenenalarm statt Weckerklingeln

Jugendliche erleben einen Tag wie bei der echten Feuerwehr

24 Stunden Action erwarteten die Jugendfeuerwehr-Mitglieder.

Wienbergen - Von Marion Thiermann. Eine spannende, abwechslungsreiche Zeit verbrachten am Wochenende 19 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Hilgermissen bei einer 24-Stunden-Aktion. Sie erlebten sechs realistisch nachgestellte „Einsätze“, einen Fehlalarm sowie einen Übungsdienst, ausgearbeitet von Jugendfeuerwehr-Wart Erik Meyer in Kooperation mit den sieben Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Hilgermissen.

Die Feuerwehren halfen auch vor Ort bei der Ausführung und stellten ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Für die Verpflegung hatte die Volksbank Aller-Weser 150 Euro gespendet, das Essen und die Getränke hatten die Wehren Heesen und Wechold sowie die Eltern organisiert.

Nachdem sich die Jugendlichen am Samstagmorgen im Dorfgemeinschaftshaus in Wienbergen eingerichtet hatten, bildeten sie zwei Gruppen und bekamen eine Einweisung in die Fahrzeuge. Es folgte ein theoretischer Teil, in dem die Grundlagen eines Einsatzfalls erklärt wurden, und schon schrillte die handbetriebene Sirene zu den ersten beiden „Einsätzen“.

„Wasser marsch“ hieß es am Wochenende gleich mehrfach. - Fotos: Marion Thiermann

Während die erste Mannschaft auf einer Nebenstraße in Hilgermissen ausgelaufenes Öl abstreute und die Straße anschließend reinigte, löschte die zweite bei der „Alten Schule“ in Magelsen mit einem C-Strahlrohr einen Mülleimerbrand. Nach dem Mittagessen wurde ein Fehlalarm ausgelöst, und danach hatten die Kids – genau wie später am Abend noch mal – einige Zeit zur freien Verfügung, in der sie unter anderem Gesellschaftsspiele spielten.

Hochmotiviert löschten die Mädchen und Jungen am Nachmittag ein „Lagerfeuer“ in Hingste und beseitigten in Ubbendorf zwei Bäume von einer Straße. Im Anschluss folgte ein Übungsdienst am Löschplatz in Hingste mit einer Wasserwand sowie einem Wasserwerfer.

Highlight der Aktion war die Großübung am Abend, bei der es mit fünf Fahrzeugen und Blaulicht nach Oberboyen zum Hof Noltemeier ging. Hier galt es für die erste Gruppe, mit Atemschutz-Attrappen ausgestattet eine verletzte Person in einem mit einer Nebelmaschine verrauchten Gebäude zu suchen und zu retten. Die zweite Gruppe verlegte währenddessen eine 150 Meter lange B-Schlauchleitung, um mit einem C-Strahlrohr ein Feuer hinter der Scheune zu löschen.

24-Stunden-Aktion der Jugendfeuerwehr Hilgermissen

Am frühen Sonntagmorgen wurden die Jugendfeuerwehr-Mitglieder von einer Sirene geweckt und zum Anwesen von Metallbau Schwecke in Wechold gerufen. Das dortige Szenario: Zwei Personen, 15 und 19 Jahre alt, galten als vermisst. Mit Handscheinwerfern und Taschenlampen ausgestattet, durchsuchten die Kids den angrenzenden Kirchwald und bargen die beiden Strohpuppen, die dort versteckt waren. Bei Sonnenaufgang war auch dieser Einsatz erledigt.

Die Aktion endete nach dem Frühstück und einer Abschlussbesprechung.

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