Eystruper liegt bis kurz vor Schluss noch deutlich vorne

Jens Freymuth Deutscher Vizemeister im Skat

Auch wenn er bis vier Spiele vor Schluss aussah wie der sichere Sieger und dann doch noch überholt wurde, freute sich Jens Freymuth über den Vizemeistertitel.

Würzburg/Eystrup - Von Uwe Campe. Jens Freymuth vom Skatclub (SC) Hoya holte sich jetzt bei der Deutschen Skatmeisterschaft den Vizemeister-Titel im Einzel. Insgesamt starteten bei dem Turnier in Würzburg rund 470 Teilnehmer in den Kategorien Damen, Senioren, Junioren und Herren. Die Teilnahmeberechtigung hatten sie sich in verschiedenen Qualifikationsturnieren erspielen müssen.

Bei den Herren, die mit 264 Spielern das größte Kontingent stellten, wurden 8 Serien à 48 Spiele, insgesamt also 384 Spiele absolviert. Für Jens Freymuth, der Vorsitzender des Hoyaer Skatclubs und Kapitän dessen Bundesligamannschaft ist, begann das Turnier denkbar ungünstig: In der ersten Serie holte er nur magere 271 Punkte und rangierte damit auf Platz 256 der Tabelle. Doch dann zeigte der 52-jährige Eystruper, der vor einigen Jahren Vize-Europameisters war, sein ganzes Können und rollte das Feld von hinten auf. Mit Ergebnissen von 1 616, 1 319, 1 796 und 1 396 Punkten in den Durchgängen zwei bis fünf und insgesamt 6 398 Punkten setzte er sich am Ende des ersten Spieltags souverän an die Tabellenspitze.

Tagsdrauf waren drei weitere Serien zu spielen. Jens Freymuth nutzte dabei seine ganze Routine und verteidigte mit kontrolliertem Spiel und 1 266, 1 301 sowie 1 217 Punkten lange seine Tabellenführung. Nach 380 der zu absolvierenden 384 Spiele führte er das Feld immer noch mit einem eigentlich komfortablen Vorsprung von etwa 250 Punkten an und sah schon aus wie der sichere Sieger.

Doch dann geschah das Unfassbare: Sein einziger noch verbliebener ernsthafter Mitkonkurrent, Jan Wittenberg aus Emden, entschied die letzten drei Spiele für sich und zog so tatsächlich noch an Jens Freymuth vorbei.

Mit insgesamt 10 232 Punkten und einem hauchdünnen Vorsprung von 50 Punkten – auf einer Distanz von acht Serien ist dies nur ein Wimpernschlag – wurde Jan Wittenberg Deutscher Meister vor Jens Freymuth. Mit deutlichem Abstand und 9 672 Punkten folgte Uwe Hilgendorf aus Berlin auf Platz drei.

Bei aller berechtigter Enttäuschung über den so knapp verpassten Meistertitel, kann der Skatclub Hoya die Vizemeisterschaft seines Vorsitzenden doch als großen Erfolg sehen. Nach den Aufstiegen der ersten Mannschaft in die 1. Skatbundesliga und der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feierte der Club nun schon sein drittes großes Erfolgserlebnis innerhalb eines halben Jahres.

Zweiter Starter rundet Erfolg für SC Hoya ab

Das insgesamt sehr positive Ergebnis rundete der zweite Hoyaer Teilnehmer Uwe Elsner mit einem respektablen 71. Platz ab. Hinzu kommt, dass Moritz Campe (Wechold) seinen ersten Platz in der Rangliste der Junioren trotz Abwesenheit verteidigen konnte.

Der Skatclub Hoya freut sich über jeden, der gerne Skat spielen möchte. Kontakt: Jens Freymuth, Telefon 04254/2265.

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