Stephan König und Florian Poser begeistern die Gäste der Kleinkunstdiele

Ein Jazzereignis der Extraklasse

Stephan König (links) und Florian Poser lassen sich während der Performance gegenseitig genügend Spielraum für Spontanimprovisationen. Foto: HEIDE WIRTZ-NAUJOKS

Bücken - Von Heide Wirtz-naujoks. Mit dem musikalischen Auftritt zweier namhafter Solisten ist der Kleinkunstdiele (KKD) Bücken ein großer Wurf gelungen. Veranstalter Peter Klein konnte die renommierten und sehr gefragten Musiker Stephan König und Florian Poser erstmals für einen Konzertabend in der KKD gewinnen. Ausschließlich eigene Kompositionen, die speziell für die Besetzung Klavier und Vibrafon geschrieben wurden, bildeten den Rahmen für ein Jazzereignis der Extraklasse.

Der Leipziger Pianist Stephan König und der Oldenburger Vibrafonist Florian Poser treffen sich seit 2013 immer wieder zu besonderen Konzerten, nachdem eine musikalische Begegnung im „Mediencampus Leipzig“ die beiden unterschiedlichen Solisten zueinander geführt hatte. Als Duo begeistern sie mit ihrer Kreativität und ihrem Einfallsreichtum. Mit den Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Instrumente schaffen sie faszinierende Klangwelten.

Stephan König, dessen klassische Klavierausbildung bereits in jungen Jahren begann, erwies sich als hervorragender Jazz-Pianist auf dem erst kürzlich angeschafften und bisher noch wenig bespielten Flügel der Kleinkunstdiele. Vibrafon und Marimba sind die Hauptinstrumente des ausgebildeten Schlagzeugers Florian Poser. Er vervollständigte seine Ausbildung auf verschiedenen Jazz-Workshops und gilt inzwischen als einer der interessantesten und renommiertesten Vibrafonisten in Deutschland. An den Hochschulen für Musik in Bremen, Detmold und Oldenburg übt er seine Lehrtätigkeit im Fach Jazz und Popularmusik aus. Der Dozent eröffnete das Programm an der Marimba mit dem Stück „Crossing Minds“ des Oldenburger Gitarristen und Komponisten Martin Flindt. Ein idealer Titel für die nicht ganz alltägliche Kombination der Instrumente.

Die Vollblutmusiker treffen sich vor ihren Auftritten zu sogenannten Verständigungsproben, in denen der Programmablauf und einzelne Passagen erarbeitet werden, um sich gegenseitig bei der Performance genügend Spielraum für Spontanimprovisationen zu lassen. In dem von Florian Poser komponierten Stück „Calablues“ kommt deutlich zum Ausdruck, wie perfekt sich die Akteure in ihrer musikalischen Zwiesprache ergänzen. Voller Konzentration, Virtuosität und Spielfreude jonglierten die Tonkünstler im interaktiven Austausch. Das unbeschwert fließende Stück „Childhood“ von Martin Flindt ließ im Kopf lebendige Bilder von den ersten Schritten eines Kindes, Abzählreimen und kindlichen Entdeckungsreisen entstehen. Die spielerisch wechselnde Instrumentation in Rhythmus und Melodie sorgte für immer wieder neue Klangfarben.

Ein von Stephan König komponiertes Arrangement aus Bach-Variationen verwoben mit Klängen aus dem Jazz-Klassiker „Spain“ des berühmten zeitgenössischen Pianisten Chick Corea ließ die Zuhörer besonders aufhorchen. In der vom begeisterten Publikum eingeforderten Zugabe spannten die Musiker einen weiteren Bogen zwischen Jazz und Klassik mit Mozarts „Sehnsucht nach dem Frühling“ in einer Bearbeitung von Stephan König, was erneut das hohe künstlerische Niveau der beiden Musiker unter Beweis stellte.

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