Informationsseminar zur Dorferneuerung: Hilgermisser bilden Arbeitskreis

Viele Ideen, viel Offenheit

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Gregor Paus, Peter Bruns, Antje Grünhagen, Helga Kanenbley, Wolfgang Kleine-Limberg und Johann Hustedt (von links) gehörten zu den Teilnehmern des Informationsseminars.

Hilgermissen - Von Jana Wohlers. „Keiner weiß so viel wie wir alle zusammen“, hat einst der amerikanische Präsident John F. Kennedy (1917-1963) gesagt. Dieses Zitat passt zum Vorbereitungs- und Informationsseminar, bei dem am Sonnabend mehr als 40 Bürger der Gemeinde Hilgermissen über den Dorferneuerungsplan berieten. Dabei entstand ein Arbeitskreis, der sich in Zukunft genauer mit der Thematik auseinandersetzen will.

„Die Resonanz war wirklich hervorragend“, freute sich Gemeindebürgermeister Johann Hustedt. „Es waren nicht nur alle Gemeindeteile vertreten, sondern auch zahlreiche jüngere Einwohner anwesend.“ Vor Ort waren auch Gregor Paus vom Planungsbüro Grontmij sowie Wolfgang Kleine-Limberg von der Planungsgesellschaft Amtshof Eicklingen. Was können wir wann, wo und wie im Zuge der Dorferneuerung verwirklichen? Welche Möglichkeiten gibt es, wo sind Grenzen gesetzt? Diese Fragen standen im Fokus des lebhaften Seminartags im Gasthaus Zum Goldenen Krug in Hilgermissen.

In Kleingruppen fügten die Teilnehmer zuerst ihre persönlichen Erwartungen zusammen und zeigten sie anschließend an großen Modell-Wänden. Was für den einen der Ausbau der Mobilität ist, ist für den anderen der Erhalt dorfprägender Gebäude: Die Männer und Frauen hatten viele verschiedene Ideen. Trotzdem war die Stimmung gut, die Anwesenden diskutierten konstruktiv und offen miteinander. „Die Harmonie innerhalb Ihrer Gemeinde ist wirklich überraschend“, lobte denn auch Seminar-Moderator Wolfgang Kleine-Limberg. „Das ist bei weitem nicht der Normalfall.“

In einer Interviewphase sollten die Teilnehmer in sich gehen und eine Antwort auf die Frage finden, was sie persönlich an ihrer Gemeinde besonders schätzen. Es ging um Zukunftsvisionen, um Ziele der Dorferneuerung und um eine Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse.

Zudem bildete sich ein Arbeitskreis mit rund 25 Freiwilligen. Ratsmitglied Tim Stegemann fungiert als Bindeglied zwischen dem Gemeinderat und diesem Arbeitskreis. Mitte März soll es das erste Treffen geben, regelmäßige Zusammenkünfte sollen folgen.

Zu Wort meldete sich auch Klaus Groß. Der Bürgermeister von Westerstede erzählte am Beispiel des Dorfs Westerloy, welch einmalige Chancen die Aufnahme in das Förderprogramm Dorferneuerung mit sich bringt. „Jedes Dorf ist unterschiedlich, anders strukturiert und setzt andere Prioritäten“, sagte Groß. „Wichtig ist, mit Freude an die Sache zu gehen, die jüngeren Generationen mit ins Boot zu holen und die Öffentlichkeit einzubeziehen.“

Für die Gemeinde Hilgermissen war das Vorbereitungs- und Informationsseminar ein erster Schritt in eine vielversprechende Zeit, ist sich Bürgermeister Hustedt sicher: „Der Tag hat uns durch die vielen Anregungen sehr viel für die Zukunft gebracht.“

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