Hilgermisser Rat stimmt für Aufstellung von Bebauungsplan „Langer Kamp“

Das Industriegebiet kommt

Der „Lange Kamp“ liegt nördlich von Hoya und grenzt im Osten an das bestehende Hoyaer Industriegebiet. - Foto: Michael Wendt

Wechold - Von Michael Wendt. Der „Lange Kamp“ zwischen Hoya und Mehringen soll ein Industriegebiet werden. Der Hilgermisser Rat beschloss am Mittwochabend die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans (B-Plan). Nur Heike Beermann (Wählerinitiative für Hilgermissen) stimmte dagegen.

Im Vorfeld hatte es Gespräche mit dem Hoyaer Rat über einen möglichen Gebietsänderungsvertrag gegeben (wir berichteten). Dieser kam jedoch nicht zustande. Ein Grund für die Gespräche war die Tatsache, dass Hoya finanzkräftiger ist als Hilgermissen und die hohen Kosten für die Ausweisung des Industriegebiets (geschätzt 660 000 bis 750.000 Euro) leichter tragen könnte. Die Stadt hat räumlich aber keine Möglichkeit mehr, größere eigene Gewerbeflächen auszuweisen.

Mehrere Hilgermisser Ratsmitglieder erläuterten bei der Sitzung im Wecholder Gasthaus Thielhorn ihre Beweggründe, für oder gegen das Industriegebiet zu stimmen (siehe Zitate).

Gemeindedirektor Detlef Meyer hatte den Sachverhalt zuvor zusammengefasst. Ziel sei es, der Hoyaer Firma Oelschläger Metalltechnik (OMT) in den nächsten Monaten Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Das gegenüber des „Langen Kamps“ ansässige Unternehmen möchte sich erweitern und kauft dafür nahezu die komplette Fläche des neuen Industriegebiets (rund 10,5 Hektar). Geplant ist dort ein Drei-Schicht-Betrieb.

Im Zuge der Aufstellung eines Bebauungsplans muss die Gemeinde Hilgermissen die Erschließung des Gebiets mit Strom-, Wasser-, Abwasser- und Gasleitungen planen und in Auftrag geben sowie den Bau einer Zufahrtsstraße. 

Außerdem gilt es, die Entwässerung von Regenwasser sicherzustellen und naturschutzrechtliche Maßnahmen zu verwirklichen, um die Versiegelung des bislang als Acker genutzten „Langen Kamps“ auszugleichen. Alternativ sind auch „Ersatzgeldzahlungen“ an den Landkreis möglich (laut Sitzungsunterlagen grob geschätzte 470.000 Euro).

Lesen Sie zum Artikel den Kommentar "Zum Verhalten der Räte".

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