Schüler des Johann-Beckmann geben Sommerkonzert

„Immer wieder beeindruckend“

Das Saxofonquartett mit (von links) Rieke Heitmann, Pia Koppermann, Phillip Riekenberg und Musiklehrer Arndt Nünninghoff spielte „Mambo No. 5“ zum Abschluss. - Foto: Marion Thiermann

Hoya - Von Marion Thiermann. Rund 120 Schüler des Johann-Beckmann-Gymnasiums (JBG) zogen ihre Zuhörer beim jährlichen Sommerkonzert am Mittwochabend in ihren Bann. Die Bläserklassen des fünften bis neunten Jahrgangs, das JBG-Schulorchester, die Rockband „The Jammer“ sowie Solisten und Ensembles hatten sich während eines mehrtägigen Musikworkshops in Rotenburg/Wümme auf das Konzert vorbereitet.

Nun präsentierten sie eindrucksvoll die Ergebnisse mit der gesamten Bandbreite der Musik, von Klassik bis Pop – in einer voll besetzten Aula mit rund 400 Gästen, die teilweise stehen mussten. Unterstützt wurden die Musiker und ihre Lehrer Hagen Meyer, Ullrich Füller und Arndt Nünninghoff von der Technik-AG des Schulzentrums, die die Ton- und Lichttechnik übernahm.

Den Auftakt machten die Bläserklassen 8 b und 9 b. Zusammen mit dem Schulorchester spielten sie Samba und Walzer.

„Sie werden immer reifer und musikalisch immer besser“ – mit diesen Worten kündigte Hagen Meyer, der humorvoll durch den Abend moderierte, die Band „The Jammer“ an. Sie spielt „Wonderwall“ von Oasis und rockte die Bühne außerdem mit „Under the bridge“ (Red Hot Chilly Peppers) sowie dem österreichischen Song „Ham kummst“.

Den Schülern der Bläserklasse 5 b war ihre Aufregung nicht anzumerken, obwohl es ihre Premiere beim Sommerkonzert war. Sie begeisterten unter anderem mit „Dragonfire“ und „Turbo Rock“.

Musiklehrer Hagen Meyer (links) und seine beiden Musiklehrer-Kollegen verabschiedeten die musikalischen Abiturienten (von links) Clara Nitsch, Corinna Schneidt, Rieke Heitmann, Pia Koppermann und Phillip Riekenberg. - Foto: Marion Thiermann

Dass sich die Restauration des Schulflügels Anfang des Jahres gelohnt hat, zeigten die Klavier-Solisten: Corinna Schneidt spielte Chopins „Fantaisie-Impromptu“ in cis-Moll. Fabio Lange bot die dramatische Darbietung von „Das Gewitter“ (F. Burgmüller). „Mit diesem Lied wollen wir den Mitbürgern im Süden etwas Trost spenden“, sagte Hagen Meyer und trug passend dazu das gleichnamige Gedicht von Heinz Erhardt vor.

Das ebenfalls etwas rasantere Stück „Children of Sanchez“ aus dem gleichnamigen Film spielte das Schulorchester – auf Anregung des stellvertretenden Schulleiters Bernd Ehm.

Immer wieder bekamen die talentierten Nachwuchsmusiker tosenden Applaus. Mit Lob wurde auch in der Pause nicht gespart, in der mit Sekt, Bier sowie Softdrinks auf das erfolgreiche Konzert angestoßen wurde. Ausgeschenkt wurden die Getränke von einigen Oberstufenschülern. „Immer wieder beeindruckend“, „Das machen die Super“ sowie „Es ist beachtenswert, was die Schüler hier leisten“, hörte man von allen Seiten.

Nach der Pause gab es einen traurigen Moment für die drei Musiklehrer des JBG. Sie verabschiedeten fünf musikalische Abiturienten aus ihren Reihen (mit einem Geschenk): Phillip Riekenberg, Pia Koppermann, Rieke Heitmann, Corinna Schneidt sowie Clara Nitsch. Rieke Heitmann bedankte sich im Namen der fünf Schulabgänger für die schöne Zusammenarbeit und den Spaß, den sie mit dem Lehrer-Trio hatten.

Ullrich Füller und Arndt Nünninghoff bekamen eine Flasche Wein überreicht, Hagen Meyer vom gesamten Orchester einen „EM-Präsentkorb“, mit allem was Mann zum Fußballgucken braucht. „Jetzt kann die EM ja kommen“, sagte er schmunzelnd.

Phillip Riekenberg, Pia Koppermann sowie Rieke Heitmann bildeten zusammen mit Arndt Nünninghoff auch das Saxofonquartett, das besinnliche Musik zum Besten gab, bevor es „Mambo No. 5“ als Abschiedsnummer spielte.

Bao NguyenLe spielte das „Präludium Nr. 1“ von Bach als Gitarrensolo. Die 7 b hatte etwas Neueres einstudiert: ein Potpourri aus Disney-Filmen mit „Circle of Life“ aus „König der Löwen“ sowie Songs aus „Arielle“, „Alladin“ und „Die Schöne und das Biest“. Die 6 b demonstrierte „Skyfall“ aus dem gleichnamigen James Bond.

Sommerkonzert des Johann-Beckmann-Gymnasiums

Den Abschluss des Konzerts sollte das „Weser-Lied“ bilden. Die Schüler hatten es bei einem Musikworkshop in Kooperation mit der Musikschule Nienburg und dem Gymnasium Stolzenau einstudiert. Es folgten allerdings noch einige lautstark geforderte Zugaben.

Darauf waren die Musiker eingestellt. Die Bläserklassen 8 b und 9 b sowie das Schulorchester gaben bei „Pasadena“ der niederländischen Saxofonlegende De Haan noch einmal alles.

Schließlich bat Hagen Meyer am Ende des Konzerts (der Eintritt war frei) um Spenden für die Neuanschaffung von Pauken und scherzte: „Legen sie etwas Ballast von sich, in Form von Wertpapier, unsere Geschenke für die Abiturienten waren auch teuer!“

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