„Ich weiß, wie schwer es dort ist“

Nach einjähriger Pause: „Tschernobyl-Aktion“ startet im Juli

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Galina und Jens Frieling organisieren seit 2018 die „Tschernobyl-Aktion“.

Hoyerhagen - Von Nala Harries. Rund 400 Kinder aus Gomel (Weißrussland), der am stärksten von der Nuklear-Katastrophe von Tschernobyl (Ukraine) im Jahr 1986 betroffenen Region, kommen im Juli nach Niedersachsen, um ihre Ferien dort zu verbringen - 18 von ihnen sind dafür im Schullandheim Wöpse untergebracht.

Diese Aktion hat bereits seit Jahren Tradition im Kirchenkreis Syke-Hoya. Seit 2018 haben nun Galina und Jens Frieling aus Hoyerhagen die Planung des Aufenthalts übernommen, nachdem Renate Paul ihr ehrenamtliches Engagement in diesem Bereich aufgegeben hatte. „Ich fühle mich mit den Kindern verbunden, da ich selbst aus dieser Stadt komme und weiß, wie schwer es für die Menschen dort ist“, erzählt die gebürtige Weißrussin Galina Frieling.

Das Ehepaar aus Hoyerhagen hat sich bereits seit einigen Jahren an der „Tschernobyl-Aktion“ beteiligt. Seit 2018 haben sie nun die komplette Organisation für den Kirchenkreis Syke-Hoya übernommen. „Es sind viele Ausflüge geplant. Etliche Vereine sind schon seit Jahren engagiert und wollen sich wieder beteiligen“, sagt Jens Frieling. Darunter der Landfrauenverein Hoya, der gemeinsam mit den Kindern russische Speisen gekocht hat. Auch der „Lions Club“ organisierte in den letzten Jahren Unternehmungen, wie einen Tagesausflug in den Magic Park Verden. „Der Schützenverein Haendorf, in dem ich auch selbst tätig bin, hat eine Outdoor Betonkegelbahn, dort wollen wir mit den Kindern hinfahren. Zudem soll an diesem Tag ein Bogenschießen veranstaltet werden“, fügt Jens hinzu. Unterstützung gab es in den vergangenen Jahren auch von dem Augenoptikgeschäft Huth aus Hoya, welches die Augen der Kinder vermessen hatte und die Kosten für Brillen übernahm. „Ich arbeite in den Sommermonaten im Kletterpark Verden, da hoffen wir natürlich auch auf eine Zusage“, sagt Galina Frieling. Damit die Gruppe jedes Mal von A nach B kommt, ist auch das Taxiunternehmen Schweers aus Bruchhausen-Vilsen in das Projekt eingestiegen. Insgesamt gebe es etliche Vereine und Unternehmen, die sich beteiligen möchten. „Wir wollen, dass sich die Kinder hier erholen und einfach die Seele baumeln lassen können“, fügt Galina hinzu.

Teilnahme an der Aktion und Spendenkonto:

Es werden noch Helfer für das Projekt gesucht. Voraussetzung ist ein Auto-Führerschein. Interessierte können sich bei Jens und Galina Frieling unter Telefon 04251/670132 oder per E-Mail an jens@jensfrieling.de oder galina.frieling@web.de melden.

Spenden werden mit dem Verwendungszweck: 0010-32511 auf folgendes Konto überwiesen: DE96291517001110049606.

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