„Gemeinde voranbringen“

Heiko Lange ist neuer Hasseler Bürgermeister

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Unser Bild zeigt die Mitglieder des Hasseler Rats und den Verwaltungsvertreter (von links): Helmut Wüste, Peter Bruns (Verwaltungsvertreter), Ralf Straßburg, Jens Braun, Klaus Staroske, Heiko Lange, Steffen Bandorski, Harald Wegehöft, Hartwig Blohme, Carmen Dietz, Hajo Onken und Hermann Brüns.

Hassel - Von Anne Schmidtke. „Ich möchte mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken“, sagte Heiko Lange, der am Montagabend während der konstituierenden Sitzung des Hasseler Rats einstimmig zum neuen Bürgermeister gewählt wurde. Er sei sich darüber im Klaren, dass er in den kommenden fünf Jahren wahrscheinlich nicht allen gerecht werden könne. Um seinen „Dienst an der Gemeinschaft“ trotzdem gut auszuführen, hat der Soldat einige Vorsätze: „Ich möchte zuhören, Antworten geben, vermitteln, anpacken und unsere Gemeinde voranbringen.“

Lange hatte bei der Kommunalwahl im September 810 Stimmen und somit weit mehr als alle anderen Bewerber erhalten. „Das war ein klares Votum für Heiko Lange als Bürgermeister“, sagte Ratsmitglied Jens Braun, der ihn für das Amt vorschlug.

Genau wie sein Vorgänger, Günter Kesebom, wird Lange das Amt als Vollbürgermeister ausführen. Er hat somit den Vorsitz des Rats inne, übernimmt repräsentative Tätigkeiten und ist für Verwaltungsaufgaben zuständig. Die Ausführung des Amts als Vollbürgermeister „hat nichts mit einem Mangel an Vertrauen der Verwaltung gegenüber zu tun. Das Gegenteil ist der Fall, denn die letzten Jahre waren durch ein offenes, vertrauensvolles Miteinander geprägt“, betonte Lange, der in der vergangenen Wahlperiode stellvertretender Bürgermeister war. 

Heiko Lange will Vollbürgermeister werden

Er werde als Vollbürgermeister agieren, weil der Rat dies intern beschlossen habe, weil er dies im Zuge der Kommunalwahl zugesichert habe und weil die vergangenen fünf Jahre mit einem Vollbürgermeister zielführend gewesen seien. „Mich irritieren Aussagen, die dieses Vorhaben als ,groben Unfug‘ bezeichnen“, sagte Lange und spielte damit auf die Gründungsversammlung des Eystruper Rats an, bei der Bürgermeister Jost Egen gesagt hatte, dass er die Ausführung des Bürgermeisteramts als Vollbürgermeister für groben Unfug halte. 

Heiko Lange betonte, dass er mit Kritik umgehen könne, jedoch nicht mit Behauptungen, die nicht zuträfen. In diesem Zusammenhang definierte er „groben Unfug“. „Ehemals stellte dies eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch dar. Nach der Strafrechtsreform von 1975 ist es eine Ordnungswidrigkeit, die als ,Belästigung der Allgemeinheit‘ bezeichnet wird“, erzählte Lange. Er stellte klar, dass er als Vollbürgermeister niemanden belästigen möchte. Dafür bekam er von den rund 25 Zuhörern im Dorfgemeinschaftshaus viel Applaus.

Die beiden gleichberechtigten politischen Stellvertreter von Heiko Lange sind Jens Braun und Harald Wegehöft. Sein Verwaltungsvertreter ist Peter Bruns aus dem Bauamt der Samtgemeinde, der das Amt auch schon in der vergangenen Wahlperiode ausgeführt hat. „Ich freue mich riesig, dass du uns weiterhin zur Verfügung stehst“, sagte Lange an Bruns gerichtet.

Im neuen Hasseler Rat sitzen nur Vertreter der Unabhängigen Wählergemeinschaft Hassel. Fraktionsvorsitzender ist Harald Wegehöft, sein Stellvertreter Steffen Bandorski.

„Wir haben uns dazu entschlossen, nur einen Ausschuss, den Verwaltungsausschuss, zu bilden“, sagte Lange. Dieser besteht aus dem Bürgermeister, also Heiko Lange, und den zwei Beigeordneten Jens Braun und Harald Wegehöft. Die Stellvertreter des Trios im Verwaltungsausschuss sind Ralf Straßburg, Klaus Staroske und Helmut Wüste. Alle anderen Ratsmitglieder dürfen an den Sitzungen des nicht-öffentlich tagenden Verwaltungsausschusses als Zuhörer teilnehmen.

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