Maike Carls amüsiert EFA-Mitglieder

Humorvoller Vortrag über das Älterwerden

Dank lustiger Kopfbedeckungen und plüschiger Utensilien hatte Maike Carls die Lacher auf ihrer Seite. - Foto: Maren Hustedt

Eystrup - Von Maren Hustedt. „Eine Minute Lachen ist so erfrischend wie 45 Minuten Entspannungstraining“, zitierte Maike Carls aktuelle medizinische Fachliteratur. Die Diplom-Pädagogin für Erwachsenenbildung war auf Einladung von Christiane Reifferscheid-Schünemann in das Eystruper Gemeindehaus gekommen, um beim vierten Frauenfrühstück von EFA (Eystruper Frauen-Abend) einen Vortrag zum Thema „Älter werden mit Humor“ zu halten.

Doch bevor die – nach eigener Aussage – „blonde, fast 60-jährige Ostfriesin, die genetisch verdorben und in den Wechseljahren ist“, temperamentvoll loslegen durfte, stärkten sich die Frauen mit den schmackhaften Leckereien, die sie eigens für dieses Frühstück zubereitet und mitgebracht hatten.

Während die Frauen beim Frühstück noch angeregt Informationen über ihre Familien, Gesundheit und Hobbys ausgetauscht hatten, lauschten sie der Referentin im Anschluss satt und zufrieden. Doch es blieb nicht lange ruhig im Gemeindesaal, denn Maike Carls eroberte sich die Sympathie ihres Publikums im Sturm und entfachte unter ihrer Zuhörerschaft begeisterte Zustimmung.

„Treffen sich zwei Blondinen nach dem Schwangerschaftstest. Fragt die eine: Und, waren die Fragen schwer?“ Mit Witzen wie diesem brach die Ostfriesin das Eis, um dann wieder direkt zu sich selbst zu kommen. Sie berichtete davon, wie sie nach einer Krebserkrankung ihre Einstellung zum Leben positiv verändert hat. Dabei ließ sie jedoch keinerlei Traurigkeit aufkommen, sondern schaffte es – mit einem zwinkernden Auge – selbst bewegende Momente, humorvoll zu beleuchten.

„Mit dem Esel ist es so, dass er sich nicht bewegt, wenn man ihm am Halfter zieht“, erklärte Maike Carls. „Aber drücken wir ihn am Steert, dann läuft er.“ Dementsprechend belehrte sie die Frauen nicht darüber, wie sie ihr eigenes „Älterwerden“ positiv gestalten könnten, sondern hielt ihnen auf amüsante Weise den Spiegel vor. „Bei mir ist das so“, leitete sie ein, wenn sie vom Ärger über tägliche Kleinigkeiten erzählte. „Früher verzog sich dann mein Gesicht wie bei einer Essigabschmeckerin und ich bin in den geduckten 50-Euro-Gang verfallen.“

Dass das Leben aber viel zu kostbar ist, um sich zu ärgern, machte die quirlige Referentin anhand vieler Beispiele deutlich. Ihre Anekdoten gestaltete sie anschaulich mit plüschigen Fröschen, Elefant und Wolf sowie gestrickten Unterhosen, Spiegeleiern aus Kunststoff und anderen farbenfrohen Utensilien. Als Hilfsmittel zum Glücklichsein stellte sie ein zwischen die Zähne geschobenes Essstäbchen vor – das dem Gehirn ein Lächeln suggerieren soll. Als „emotionaler Airbag“ kam eine bunte Clownsnase zum Einsatz sowie der klassische Perspektivwechsel.

„Veränderung ist möglich, solange der Körper warm ist“, sagte die Referentin geradeheraus. Mit ihrem trockenen Humor und ihrem kurzweiligen Vortrag traf Maike Cordes genau den Nerv ihres Publikums. Es wurde so ausgiebig und herzhaft gelacht, dass – um der anfangs zitierten These zu folgen – die Frauen am Ende sozusagen tiefenentspannt nach Hause gingen.

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