Hoyaer Ausstellung zeichnet Geschichte der gedruckten Schrift nach

Zwei Museen, eine Schau

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Schreibmaschinen von Rheinmetall und Mercedes sind nur ein Teil der Exponate im Heimatmuseum.

Hoya - Von Anette Steuer. Alles begann mit einem Blick quer durchs Archiv, erzählt Hoyas Museumschefin Elfriede Hornecker mit Blick auf die neue Ausstellung. Seinerzeit blieb sie an einer alten Schreibmaschine hängen und dachte sich, dass man daraus doch eine Ausstellung machen könne. Gesagt, getan. Am Sonntag, 19. Juli, startet um 15 Uhr im Heimatmuseum, Im Park 1, die Ausstellung: „Wir machen Druck“.

„In Zusammenarbeit mit Michael Linkes Druckerei-Museum zeigen wir den Weg von der Herstellung beweglicher Lettern über die ersten Buchdrucke bis zur Gegenwart, in der die neue Technik es jedermann erlaubt, eigene Schriften in perfektem Druck herzustellen“, sagt Elfriede Hornecker. So sind also nicht nur Schreibmaschinen jeglichen Alters und verschiedener Art zu sehen, sondern auch der Beginn des Buchdrucks ist dargestellt.

„Die Schreibmaschine arbeitet ja mit Lettern. Genauso hat der Buchdruck mit beweglichen Letter auch angefangen“, sagt Michael Linke. Was früher per Hand in eine Holzplatte geschnitzt wurde, entwickelte sich dank des Mainzers Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (1400-1468), zu einer vollständig neuen Technologie: der Druck mit einzelnen Buchstaben, die wiederverwendet werden können.

Die beweglichen Lettern revolutionierten ab 1450 die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion und lösten in Europa eine Medienrevolution aus.

Einen guten Teil des Weges zeigen die Aussteller, bezogen auf Hoya, im Heimatmuseum. Neben den Schreibmaschinen sind alte Bücher zu sehen und natürlich auch die Arbeit der Buchdrucker und ihre Handwerkszeuge dargestellt.

Ab Sonntag, 26. Juli, öffnet Michael Linke zeitgleich zum Heimatmuseum die Türen seines benachbarten Druckerei-Museums an der Kirchstraße 30 (neben dem Kulturzentrum Martinskirche). So lohnt sich ein Besuch dieser Ausstellung gleich in doppelter Hinsicht. Auch versprechen die Organisatoren, dass Anfassen und Ausprobieren ausdrücklich erlaubt ist.

Die Ausstellung läuft bis zum 4. Oktober und ist jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

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