„Die Stadt Hoya ist auf einem guten Weg“

Stadtdirektor Detlef Meyer stellt sich bei BGH-Versammlung den Fragen der Bürger

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Zahlreiche Teilnehmer zeigten großes Interesse am Bericht von Stadtdirektor Detlef Meyer (stehend) bei einer Versammlung des Arbeitskreises „Bürger gestalten Hoya“ (BGH) im Lindenhof. 

Hoya - Von Horst Friedrichs. „Das Industriegebiet Hoya-Nord ist zugebaut“, sagte Stadtdirektor Detlef Meyer. Dort gebe es keine freien Flächen für die Neuansiedlung von Betrieben mehr. „Jetzt müssen wir uns in anderen Himmelsrichtungen umsehen“, fügte Meyer hinzu, als er am kürzlich während einer Versammlung des Arbeitskreises „Bürger gestalten Hoya“ (BGH) im Lindenhof über Aktuelles aus der Stadtverwaltung sprach. Meyer nahm seine Zuhörer mit auf einen virtuellen Rundgang durch die Grafenstadt und schilderte vollendete ebenso wie geplante Vorhaben. Versammlungsteilnehmer nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Die Skulptur im Mittelpunkt des Kreisels Bücker Straße und Weserstraße soll nach den Worten des Stadtdirektors im kommenden Frühjahr eingeweiht werden. Aldi werde sein bestehendes Gebäude abreißen und am jetzigen Standort neu und größer bauen. Auch Lidl beabsichtige, seine Ladenfläche zu vergrößern, allerdings ohne Abriss. Das derzeit einzige freie Baugelände in Hoya sei das frühere Krankenhausgrundstück an der Langen Straße. Dort sei ein neues Wohngebiet geplant (wir berichteten). „Wir haben aber auch Leerstand“, gab Meyer zu bedenken.

Für Gestaltung und Verwendung des Schlosses werde das beauftragte Planungsbüro in Kürze erste Vorschläge präsentieren, und der Stadtrat könne diese dann im Februar erörtern. Das geplante Ärztehaus werde nun nahe der Promenade entstehen. Durch die Grundstücksankäufe, die die Stadt dort getätigt hat, seien dann auch bessere innenstädtische Straßenanbindungen möglich, durch die die Einzelhandelsgeschäfte dort besser zu erreichen sein werden.

Der Wohnmobilstellplatz an der Weserseite der Stettiner Straße solle aufgewertet werden, berichtete Stadtdirektor Detlef Meyer. Unter anderem werde es dort einen Stromanschluss für die Gäste geben. Außerdem seien Wasser- und Abwasseranschlüsse vorgesehen.

Einen neuen Blickpunkt wird es auf der anderen Weserseite geben. Dort solle der Bürgerpark illuminiert werden. Nach dem für 1,3 Millionen Euro verwirklichten Projekt alte Martinskirche gebe es viele Sanierungsaufgaben im Heimatmuseum und auch bei den Wohnungen im Park. Der Hochwasserschutz an der Ostseite der Weser müsse vollendet werden. Meyer streifte auch die noch ausstehenden Vorhaben an der Langen Straße und der Deichstraße und schloss: „Vieles ist in Hoya im Fluss.“

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich Meyer den Fragen der Versammlungsteilnehmer. BGH-Vorsitzender Norbert Thoss erinnerte an den Vorschlag, eine städtische Immobiliengesellschaft zu gründen, um Liegenschaften schneller gestalten zu können. Dr. Lutz Drache unterstützte den Vorschlag des Vorsitzenden. Stadtdirektor Meyer entgegnete, eine solche Immobiliengesellschaft sei bei einer Einwohnerzahl von weniger als 20 000 nicht praktikabel. Überdies habe die Stadt Hoya andere Prioritäten. Derzeit kaufe sie Immobilien lediglich, um sie an Investoren weiterzuverkaufen.

Eine Neubürgerin schilderte ihre Eindrücke vom Zustand der Deichstraße, wo ihr immer mehr leer stehende Gebäude und Tatenlosigkeit seitens der Stadt auffielen. Meyer erklärte dazu, die Stadt sei auf einem guten Weg, nicht zuletzt auch, was die Einbeziehung der Weser in das Konzept für die Deichstraße betreffe. Der Fortschritt scheitere aber an Grundstücksfragen, wenn die Stadt nicht Herr des Verfahrens sei. Zudem gab es nochweitere Wortmeldungen und Einzelfragen über den Wohnungsbedarf in Hoya, über Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrsberuhigung, neue Straßenverbindungen zur Innenstadt und die Gestaltung des Ziegeleisees, an dem der einst geplante Rundwanderweg nie verwirklicht worden sei. Stadtdirektor Meyer unterstrich, dass es gut sei, die Bürger in die Gestaltung der Stadt einzubeziehen.

Änderungen gab es im Vorstand des BGH. Arbeitskreis-Leiter Norbert Thoss gab bekannt, dass er seinen Posten aus Altersgründen zur Verfügung stelle. Sein bisheriger Stellvertreter, Dr. Jens Neinhardt, scheide aus Zeitgründen aus. Als neuer Vorsitzender des BGH wurde Niklas Brenten, bisher Schriftführer, mit großer Mehrheit - bei zwei Enthaltungen - gewählt. Norbert Thoss wurde - ebenfalls mit großer Mehrheit, bei vier Enthaltungen, zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Niklas Brenten schilderte anschließend über den Stand der Dinge, was die bei der Stadt eingereichten Anträge und Anregungen des BGH betraf. Darüber sei bereits in der vorherigen BGH-Versammlung ausführlich diskutiert worden (wir berichteten). Es folgten Gespräche über weitere Gestaltungsmöglichkeiten der Stadt.

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