„Hoya ist mobil“: Morgen Start in Eystrup / Ein Rückblick auf die Anfänge

Die erste Radrallye startete im Mai 1999 bei Schneeregen

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2001 saßen die Teilnehmer der allye anschließend bei der Firma Thies + Co gemütlich zusammen.

Von Friederike Schockenhoff. Die Fahrradrallye „Grafschaft Hoya ist mobil“ an Himmelfahrt ist eine der erfolgreichsten Veranstaltung in der Samtgemeinde überhaupt. Morgen starten die Teilnehmer zwischen 9 und 11 Uhr an den Spargelplantagen Alhusen in Eystrup, Mahlen 2. Doch wie war das eigentlich vor 17 Jahren, als eine Arbeitsgruppe des Unternehmerstammtischs diese mobile Gewerbeschau entwickelte? Der Hoyaer Unternehmer Klaus Völker war als Ideengeber und Organisator mit dabei und blickt zurück.

Ende der 90er-Jahre entstand in Hoya der Unternehmerstammtisch. Bei einem der Treffen brachte Völker die Idee einer Radtour ein. Sein erster Gedanke für eine neue Aktion sei ein autofreier Sonntag gewesen. Doch der schien den anderen Unternehmern schwer realisierbar. Dann also eine Fahrradrallye. 1999 fuhren die Teilnehmer erstmals los.

Bei der Organisation bekamen die Geschäftsleute Unterstützung aus Politik und Verwaltung. „Der damalige Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Rustemeyer hat sofort gesehen, wie wichtig diese Initiative für den Standort Hoya sein würde“, erinnert sich Klaus Völker. „Er hat sich für die Projekte eingesetzt und zusätzlich Bauamtsleiter Rolf Walnsch mit in die Gruppe gebracht.“ Walnsch wählte in der Folge unter anderem die Strecken mit aus.

In der Arbeitsgruppe für die Radrallye arbeitete Völker mit Gerd Wiebking, Ralf Grünhagen und Jürgen Stegmann zusammen.

Für die Premiere im Mai 1999 erdachten sie sogar zwei alternative Strecken. Start war am Gasthaus Thöle in Bücken, danach konnten die Radler wählen zwischen Stationen im Norden und im Süden der Samtgemeinde.

Völker selbst fuhr bei der ersten Tour nicht mit – er hatte einen Tag der offenen Tür in seinem Geschäft an der Deichstraße organisiert. Aber er erinnert sich sehr gut an den Morgen des 15. Mai. Tags zuvor hatte bei milden Temperaturen die Sonne geschienen, aber am Himmelfahrtstag gab es Wind, graue Wolken und sogar Schneeregen. Gut 500 Radler kamen trotzdem und hatten Spaß. „503 regenfeste Entdecker“ titelte die Kreiszeitung am nächsten Tag.

Die Arbeitsgruppe war zufrieden mit dem Verlauf, wollte aber zugleich bei einer Fortsetzung viele Dinge verbessern. „Die Beschilderung zum Beispiel war nicht professionell“, sagt Völker. „Die Schilder ließen sich leicht umdrehen, und genau das passierte am Himmelfahrtstag auch an einigen Stellen.“

Den Namen der Radrallye änderte die Gruppe später von „Grafschaft Hoya macht mobil“ zu „ist mobil“. „Uns war das vorher ein bisschen zu nah an dem Wort Mobilmachung.“

Nach ein paar Jahren stieg Völker aus der Arbeitsgruppe aus, der Tour ist er aber verbunden geblieben. Dass die Teilnehmerzahlen gestiegen sind, freut ihn. 2000 Fahrer, wie in den vergangenen Jahren mehrfach vorgekommen, seien zwar zu stemmen, aber schon eine große Aufgabe.

Dass die Radrallye mittlerweile auch über das Gebiet der Samtgemeinde hinaus geht, begrüßt Völker. Den Traum vom autofreien Tag hat er nicht aufgegeben. An einem Sommersonntag könnte man zum Beispiel eine Kreisstraße für Autos sperren und den Firmen an der Strecke die Möglichkeit geben, sich den Radfahrern zu präsentieren, sagt er.

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