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Hoya fehlt eine Gleichstellungsbeauftragte: Amt seit eineinhalb Jahren vakant

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Von: Christel Niemann

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Im Rathaus in Hoya ist der Schreibtisch der Gleichstellungsbeauftragten noch immer unbesetzt.
Im Rathaus in Hoya ist der Schreibtisch der Gleichstellungsbeauftragten noch immer unbesetzt. © sigi schritt

Hoya – Hoya wird noch eine Weile eine der wenigen Kommunen im Landkreis Nienburg sein, in denen es keine Gleichstellungsbeauftragte (mehr) gibt. Gleichwohl hat Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer im Gespräch mit der Kreiszeitung betont, dass es von Seiten der Verwaltung Bemühungen gebe, die Grafschaft Hoya in Sachen Gleichstellung wieder fit zu machen.

„Die Stellenplan-Bearbeitung ist aktuell in Vorbereitung. Danach werden wir ausschreiben, auch die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten“, so Meyer. Ein Datum für die Neubesetzung nannte er nicht. Nur so viel: „Wir streben eine schnellstmögliche Besetzung an. In der Samtgemeinde ist die Gleichstellungsstelle bereits seit eineinhalb Jahren vakant. Davor hat Ursula Priggen-de-Riese rund acht Jahre das Amt bekleidet, und zwar als nebenamtliche Gleichstellungsbeauftragte, da sie außerdem im Familienservicebüro der Samtgemeinde angestellt war. Sie hat einen hervorragenden Job gemacht“, lobt Meyer.

Die Lösung im Nebenamt sei ideal gewesen, zumal Priggen-de-Riese die Verwaltungsstrukturen kannte. „Dies wird sich aber so mit der Nachfolgerin in spe nicht mehr umsetzen lassen“, meint Meyer. Denn die Stelle im Familienservicebüro ist inzwischen neu besetzt worden, und die zukünftige Gleichstellungsbeauftragte soll das Amt auf ehrenamtlicher Basis ausüben.

Dem Rathauschef ist bewusst, dass die Suche nach einer Gleichstellungsbeauftragten nicht einfach ist. Doch auch wenn es in der Zeit der Vakanz bislang noch nicht einmal zu Problemen gekommen sei, sehe er die Wiederbesetzung dieser Position als wichtig an. Die Tätigkeit habe schließlich nicht nur das Ziel der Gleichberechtigung der Geschlechter beizutragen, sondern das Aufgabengebiet erstrecke sich auf sämtliche Vorhaben, Entscheidungen, Programme und Maßnahmen, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung und die Anerkennung der gleichwertigen Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft hätten. „Das betrifft zwar in erster Linie die Beschäftigten in der Kernverwaltung. Die Gleichstellungsbeauftragte gilt aber ebenso als Ansprechpartnerin für alle Bürger“, so der Samtgemeindebürgermeister weiter.

Obwohl das Amt zukünftig ehrenamtlich besetzt werden solle, erhalte die Stelleninhaberin natürlich eine monatliche Aufwandsentschädigung. Wie hoch diese ausfalle, konnte er indes nicht beziffern, da dies abhängig von Eignung und Ausbildung der Bewerberin sei.

Gesucht und gebraucht werde jedenfalls eine kontaktfreudige ehrenamtlich Tätige, die über Verhandlungsgeschick, Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit verfüge und zu selbstständiger Arbeit in der Lage sei.

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