Arbeitskreis „Bürger gestalten Hoya“ berät sich

Der Wunsch: Wiederbelebung des Centralplatzes

Hoya - Von Horst Friedrichs. „Es wäre besser, wenn das Büro der Tourist-Information am Centralplatz in Hoya bliebe. Im Schloss sollte es nicht untergebracht werden.“ Das erklärte Norbert Thoss, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises „Bürger gestalten Hoya“ (BGH), am Donnerstagabend während eines Treffens im Lindenhof.

Eines der Hauptthemen der Versammlung war die künftige Gestaltung des Centralplatzes. Außerdem ging es um weitere aktuelle Themen der Stadtverschönerung.

„Bei den Maßnahmen im Bürgerpark“, sagte BGH-Vorsitzender Niklas Brenten, „würde es sich anbieten, dass wir vom Arbeitskreis eine der dort vorgesehenen Bänke mitfinanzieren. Um was für ein Modell es sich handeln wird, muss noch geklärt werden.“ Norbert Thoss fügte hinzu: „Wenn wir eine Bank spenden, haben wir letztlich etwas Tatkräftiges geleistet und entkräften den Vorwurf, wir würden immer nur anregen und selbst nichts tun. Außerdem muss es ja nicht unbedingt eine Bank im Bürgerpark sein; es könnte auch ein Standort an der Deichstraße oder der Von-Kronenfeldt-Straße ausgewählt werden.“

Dr. Lutz Drache, einer von rund einem Dutzend Teilnehmern des BGH-Treffens, hielt ein Plädoyer für die Wiederbelebung des Centralplatzes in seiner Funktion als altes Stadtzentrum. Drache unterstrich die Bedeutung des Centralplatzes als Veranstaltungsort und als möglicher Ausgangspunkt für Bürger und Gäste der Stadt, sich auf die andere Seite der Weserbrücke zu begeben.

Norbert Thoss wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Abriss des Hauses Schröder und weiterer Gebäude gute architektonische Möglichkeiten in Hinblick auf die künftige Gestaltung des Centralplatzes ergeben werde. Was das betreffe, gebe es aber noch keine konkreten Pläne.

Weiter regte Lutz Drache an, Bäume zu pflanzen. Das könne auf den vielen Freiflächen geschehen, die durch kommende Abrissmaßnahmen entstünden. Zugleich, so Drache, könnten Ruhezonen für Radfahrer eingerichtet werden. Niklas Brenten nannte als möglichen Pflanzort für weitere Bäume den Guder-Parkplatz an der Langen Straße. Überdies regte er an, eine Verbindung vom Löschplatz an der Weser zur Promenade zu schaffen. Die Versammlungsteilnehmer waren sich darin einig, dass bei der Neuanlage des Löschplatzes die Gelegenheit verpasst worden sei, die Verbindung zur Promenade gleich mit herzustellen.

Norbert Thoss zollte dem Rat und der Verwaltung ein ausdrückliches Lob für die Aktivitäten der Stadt Hoya in der jüngsten Vergangenheit, dabei insbesondere für die Immobilienkäufe, die die Stadt getätigt habe. Brenten und Thoss betonten übereinstimmend, dass der BGH nicht gegen die Stadt, sondern stets mit ihr zusammenarbeiten wolle. Zum Bau der Weserterrassen am Ostufer der Weser, die er 2012 angeregt hatte, sagte Thoss: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich deren Verwirklichung noch erleben werde.“

Zum Fußgängerweg rund um den Ziegeleisee bemängelte Thoss den mangelnden „Durchblick“ auf den See: „Es müssten viel mehr ,Fenster’ in das Buschwerk an den Seeufern geschnitten werden, damit man den Blick auf die Wasserfläche auch genießen kann.“ Eine Liste der Anträge und Anregungen, die der BGH in den zurückliegenden zwei bis drei Jahren an die Stadt gerichtet hat, gibt es auf der Website des Arbeitskreises. Einzelheiten darüber hatte Niklas Brenten zu Beginn des Treffens geschildert. Norbert Thoss: „Diese Liste wollen wir jetzt den Stadtratsmitgliedern schicken – als Gedankenstütze und nicht etwa, um sie zu ärgern.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter

www.arbeitskreis-bgh.de

Rubriklistenbild: © dpa

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