Jahresabschlüsse 2017 bestätigt

„Alles gut“ in Sachen Wasser

Hoya - Einen sogenannten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhielten die Jahresabschlüsse 2017 der Wasserversorgung sowie der Abwasserbeseitigung der Samtgemeinde Grafschaft Hoya von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rubel, Kothe und Beck GmbH aus Nienburg. Hendrik Schmädecker und Simone Borcherding, Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, bestätigten beiden Abschlüssen ein gesundes Zahlenwerk. „Kurz und knapp: alles gut“, sagte Schmädecker.

Für die Wasserversorgung wird die wirtschaftliche Bilanzsumme bei etwa 3,2 Millionen Euro liegen. Der Jahresüberschuss beträgt rund 139 000 Euro. Vor allem beim Sachanlagevermögen habe es im Vergleich zu den Vorjahren große Veränderungen gegeben. „Im Jahr 2017 wurde eine ganze Menge investiert“, sagte der Wirtschaftsprüfer. Unter anderem in den Aktivkohlefilter. Die flüssigen Mittel der Wasserversorgung hätten sich zum Ende des Jahres 2017 auf etwa 1,4 Millionen Euro belaufen. Fremdkapital in Form von Krediten seien momentan nicht notwendig. Das Eigenkapital mache 93 Prozent der Bilanzsumme aus.

„Die Investition in den Aktivkohlefilter war eine richtige“, meinte Johann Meyer von der Wählergemeinschaft. Man dürfe sich dennoch nicht auf den Zahlen ausruhen, „es gibt noch viel zu tun“, sagte Meyer. Es stünden unter anderem erhebliche Investitionen in das Rohrnetz an. Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer bestätigte dies, im Prioritätenplan sei der Rohrnetzausbau weit oben angesiedelt. „Die AZ-Rohre müssen alle ausgetauscht werden“, erklärte der Bürgermeister. „Und außerdem müssten wir das Reinwasserbehältnis angehen für einen hohen sechsstelligen Betrag“, ergänzte Meyer.

„In der Abwasserbeseitigung hat sich die wirtschaftliche Bilanzsumme ein klein wenig erhöht“, schilderte Wirtschaftsprüferin Simone Borcherding. Diese liege bei gut 19 Millionen Euro. Das Eigenkapital bleibe konstant bei 10,7 Millionen Euro. Der entkalkulatorische Jahresgewinn für Hoya beträgt knapp 160 000 Euro, wovon 90 000 Euro als Jahresgewinn für die Abführung der Stammkapitalverzinsung an den Haushalt der Samtgemeinde ausgewiesen wurden. Der restliche Betrag wurde der Entgeltausgleichrückstellung zugeführt, welche einen Bestand von circa 253 000 Euro aufweist. Der Jahresgewinn in Eystrup beträgt 40 000 Euro, er geht komplett in die Stammkapitalverzinsung an den Haushalt über. Der Entgeltausgleichrückstellung konnten knapp 86 000 Euro zugeführt werden, sodass diese einen Bestand von annähernd einer halben Million Euro ausweist. Der Jahresüberschuss beträgt insgesamt 126 000 Euro. Das Sachvermögen mache bei der Abwasserbeseitigung ungefähr 86,5 Prozent aus, was 16,4 Millionen Euro entspreche.

Mehrkosten durch Rohrbeschädigung

„Das ordentliche Ergebnis ist im Geschäftsjahr 2017 besser als ein Jahr zuvor in 2016“, sagte Simone Borcherding abschließend.

Beim Punkt Mitteilungen und Anfragen teilte Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer mit, dass die Wasserleitung zwischen Bücken und Hoya mittlerweile in Betrieb genommen werden konnte. Dort habe es aufgrund einer mutwilligen Sachbeschädigung Verzögerungen gegeben. Die Mehrkosten von 125 000 Euro sollen auf Wasserversorgung und ausführendem Unternehmen zu je der Hälfte aufgeteilt werden. „Wir können keinen mehr dafür haftbar machen, das Verfahren ist eingestellt“, erklärte Meyer. J reg

Rubriklistenbild: © dpa

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