Von Zauberern und garstigen Fischen

Künstlerin Indre Busar veröffentlicht Puppenspiel „der III. Kuss“ als Hörspiel-CD

Indre Busar ist Puppenspielerin, Sängerin, Malerin und Skulpteurin.
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Indre Busar ist Puppenspielerin, Sängerin, Malerin und Skulpteurin.

Hoya/Graue – Indre Busar, Puppenspielerin, Sängerin, Malerin und Skulpteurin, hat das von ihr schon 2007 verfasste und erstmals aufgeführte Puppenspiel „der III. Kuss“ inzwischen auch als Hörspiel auf Audio-CD veröffentlicht.

„Der Zauberer, weltberühmt im ganzen Reich, verwandelt diesen Prinzen in einen Fisch in diesem Teich! Geifer und Gicht, erlöst wirst du nicht“. Mit diesem Zauberspruch wird die Welt des Prinzen und seiner geliebten Kammerzofe Elsa gehörig auf den Kopf gestellt. Indre Busar, Puppenspielerin, Sängerin, Malerin und Skulpteurin, die wir bereits vor einigen Monaten im Rahmen der Serie „Künstler in ihrem Refugium“ näher vorgestellt haben, hat das von ihr schon 2007 verfasste und erstmals aufgeführte Puppenspiel „der III.Kuss“ inzwischen auch als Hörspiel auf Audio-CD veröffentlicht, einer Ausdrucksform, der sie sich hiermit erstmals bedient.

Die Idee hatte Tochter Fredda, die das originale Puppentheaterstück ihrer Mutter gemeinsam mit dieser sowie ihrer früheren Klassen- und Deutschlehrerin Sandra Seelbach am Johann-Beckmann-Gymnasium mit dem Ziel einer Buchausgabe überarbeitet, im Winter 2019 dann jedoch zu einem Hörspiel umgeschrieben hat. Im vergangenen Jahr wurde es schließlich im Tonstudio von Emil Richters in Asendorf gemeinsam mit Fredda und Thomas Denker aus Martfeld eingespielt.

Fredda, die schon als Sechsjährige mit Sätzen wie „Mama, ,nie wieder’ ist eine schrecklich lange Zeit“ überrascht hat, konnte sich als talentierte Schauspielerin sofort in die gleichaltrige Protagonistin Elsa einfühlen und hat ihr sowie einigen anderen Figuren ihre Stimme verliehen. Thomas Denker, Akkordeonist aus Martfeld, der mit Indre auch in der Band „Saman“ unterwegs ist, lieferte nicht nur die musikalische Untermalung. Er konnte sich auch sofort in den ihm zugeschriebenen Rollen zurechtfinden, etwa der des Zauberers oder der des philosophierenden Fisches namens Tolstoi, den er mit beeindruckendem russischen Akzent wiedergibt.

Die Autorin ist mit dem Ergebnis rundum zufrieden, zumal Emil Richters mit seiner Tontechnikerfahrung noch lustige Effekte hinzu gezaubert hat. In einem 14-seitigen Booklet wird das Geschehen zudem knapp begleitet. Die darin abgebildeten Illustrationen waren zunächst für die Buchfassung bestimmt. Sie stammen ebenso wie das nach einem Foto ihres Vaters, das ein in Schottland aufgenommenes Schloss zeigt, gestaltete CD-Cover aus der Hand der Künstlerin.

In der Geschichte, die nach Einschätzung von Indre Busar für Zuhörer im Alter von vier bis 110 Jahren geeignet ist, verwandelt ein übellauniger Zauberer den etwas einfältigen und verträumten Prinzen, der kurz vor seiner Vermählung mit der zwar nicht standesgemäßen, wegen ihrer vielen Heldentaten aber doch als geeignete Braut akzeptierte Kammerzofe Elsa steht, in einen garstigen Fisch. Ob es der gleichermaßen schönen, mutigen und schlauen Elsa – übrigens in allen Stücken von Indre Busar die kecke Hauptfigur – gelingt, diesen wieder zu erlösen, wird nicht verraten. Nur soviel: „Das ist das Größte, was dem Menschen gegeben ist, dass es in seiner Macht steht, grenzenlos zu lieben“, zitiert die Künstlerin den Dichter und Schriftsteller Theodor Storm.

Das Motiv für das CD-Cover stammt von einem Foto von Busars Vater.

Eigentlich hatte Indre Busar vorgehabt, zusammen mit ihrer Tochter auf die Märkte zu fahren, dort das Puppenspiel aufzuführen und hinterher die CD zu verkaufen. Doch da hat ihr Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie sie betont, trifft gerade freischaffende Künstler, die wie sie auf Veranstaltungen wie etwa den Katharinenmarkt in Hoya, Stadtfeste oder Weihnachtsmärkte angewiesen sind, die Pandemie in ganzer Härte.

Zu kaufen gibt es die CD, für die übrigens eine Fortsetzung zumindest schon einmal überlegt wird, zum Preis von 14 Euro in Hoya in der Buchhandlung „Leserei“ (Lange Straße 14) und im Bioladen „Kulinarium“ (Lange Straße 15) sowie in Schweringen anlässlich der Lunaria Werkstatt (Hinter der Mühle 7) von Edda Bormann, die jeweils donnerstags, freitags und samstags von 14 bis 19 Uhr ihre Tore öffnet. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Interessierte auf der Homepage unter www.indrebusar.de.

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