Hobby-Näherinnen suchen Mitstreiter / „Geste steht für Geborgenheit“

Kuscheldecken für Flüchtlingskinder

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Marion Friedrich (links) und Annegret Harms suchen noch Mitstreiter, die mit ihnen Kuscheldecken für Flüchtlinge nähen.

Hoya/Helzendorf - Annegret Harms aus Hoya und Marion Friedrich aus Calle sind auf der Suche nach bunten Baumwollstoffen, um damit Gutes zu tun: Die Hobby-Näherinnen wollen Flüchtlingskindern handgearbeitete Decken schenken. Für die Aktion „Mini Decki“ brauchen sie allerdings noch viele Mitstreiter.

Daher planen die beiden für Freitag, 9. Oktober, ab 17 Uhr ein erstes Nähtreffen im Dorfgemeinschaftshaus in Helzendorf (Hausnummer 35). „Wir hoffen, dass ganz viele Leute kommen“, sagt Friedrich. Teilnehmer sollten eigene Nähmaschinen, Nähmaterialien sowie, wenn möglich, Stoffreste und aussortierte Kinderbettwäsche mitbringen.

Die Idee zu der Aktion „Mini Decki Deutschland“ stammt ursprünglich aus der Schweiz, wo in den Auffanglagern jedes Mädchen und jeder Junge eine handgearbeitete Decke erhält. „Es ist eine Geste, ein Zeichen für die Kinder. Sie steht für Sicherheit, Geborgenheit, Vertrauen und Anerkennung. Wir wollen ihnen sagen: Hier bist du willkommen“, heißt es auf der Homepage von „Mini Decki Deutschland“.

„Über Facebook bin ich auf das Projekt aufmerksam geworden“, sagt Harms. Da es im Landkreis Nienburg bisher noch kein Team gebe, das kuschelige Decken für Flüchtlingskinder produziere, hätten sie und ihre Mitstreiterin entschieden, Aktion-Mitglieder zu werden und eine Nähgruppe zu gründen. „Falls andere Personen in anderen Ortschaften ebenfalls eine Gruppe gründen wollen, stehen wir mit Rat und Tat beiseite“, erklärt Friedrich.

Besonders begeistert ist die pädagogische Mitarbeiterin der Grundschule Wietzen davon, dass die Dritt- und Viertklässler der Einrichtung im Unterricht „Textiles Gestalten“ Kuscheldecken nähen wollen. „Sie haben bereits ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass man helfen muss. Sie sammeln eifrig Bettwäsche und haben Lust aufs Nähen“, freut sich Friedrich, die wie Harms Mitglied im Verein „Patchwork-Gilde Deutschland“ ist.

„Die Flüchtlingskinder können nichts dafür, in ihre Situation gekommen zu sein“, sagt Harms. Mit der Aktion wollten sie und Friedrich den Mädchen und Jungen etwas Wärme auf ihrer unsicheren Reise schenken. Die Hoyaerin hofft, dass ganz viele Personen am Freitag, 9. Oktober, ins Dorfgemeinschaftshaus nach Helzendorf kommen, um zu helfen. Anmeldungen sind erforderlich unter Telefon 04251/2180 (Marion Friedrich) und 04251/673900 (Annegret Harms). Die beiden freuen sich zudem über Spenden in Form von gebrauchter Kinderbettwäsche und Kinderstoffen.

asc

www.minidecki.de

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