DKMS und Freunde des Erkrankten rufen am Sonntag zu Stammzellen-Registrierungsaktion auf

„Helmut braucht Helden“

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Helmut Achmus verbringt seine Zeit am liebsten mit seiner Familie, seinen Freunden und Hund Tillmann.

Hämelhausen – Der 53-jährige Helmut Achmus aus Hämelhausen ist im Oktober an Blutkrebs erkrankt. „Gerade hat er eine Chemotherapie hinter sich“, erzählt seine Ehefrau Gisela Achmus. Zwar habe er dadurch zwölf Kilo Körpergewicht verloren, aber es gehe ihm momentan den Umständen entsprechend gut.

Trotzdem: Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Bislang sei die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ erfolglos verlaufen. Deswegen haben sich jetzt rund 40 Freunde und Bekannte von Helmut Achmus zusammengetan und gemeinsam mit der gemeinnützigen Gesellschaft der Deutschen Knochenmarkspendekartei (DKMS) eine Registrierungsaktion organisiert. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, verteilten sie rund 1 000 Flyer in Hämelhausen und den Dörfern der Umgebung. Auch Arztpraxen erhielten einen Zettel mit der Aufschrift „Helmut braucht Hilfe“. Zusätzlich nutzten die Helfer die sozialen Netzwerke, um die Geschichte des 53-Jährigen zu verbreiten.

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann jetzt helfen und sich als potenzieller Stammzellspender am Sonntag am Sportheim (Zum Sportplatz 10) in Hämelhausen in der Zeit von 11 bis 15 Uhr registrieren lassen. Helmut Achmus könne nur überleben, wenn es irgendwo auf der Welt einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gebe, der zu einer Stammzellspende bereit ist, heißt es in einer Pressenotiz der DKMS. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden“, weiß Demet Kaygusuz, Mitarbeiterin der DKMS. Auch Helmut Achmus und seine Frau Gisela sind seit Jahrzehnten typisiert.

Unter dem Motto „Helmut braucht Helden“ appellieren die Initiatoren der Aktion an die Menschen in der Region, sich am Sonntag in die Kartei der DKMS aufnehmen zu lassen. Die Registrierung funktioniere einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels eines Wattestäbchens durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit in der Datei registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. „Wir und die Ärzte sind guter Hoffnung, dass durch die Aktion ein passender Spender gefunden wird“, erzählt Gisela Achmus. Falls dies tatsächlich der Fall sein sollte, geht es für ihren Mann anschließend ins Krankenhaus. Dort müsse er zunächst vorbereitet werden, meint die Hämelhauserin. Das bedeutet, dass er zwei Wochen lang eine starke Chemotherapie erhält. Zudem bekäme er Medikamente, die dafür sorgen, dass sein Körper die gespendete Stammzellen nicht abstoße. Die Diagnose habe sein Leben völlig auf den Kopf gestellt, doch er will kämpfen, um die Krankheit zu besiegen.  nh

Spendenkonto:

Wer die gemeinnützige Organisation unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgendes Konto überweisen: DKMS Spendenkonto Commerzbank, IBAN DE 387 00 400 608 987 000180,

Verwendungszweck: UIZ 001.

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