Heimatverein Eystrup präsentiert sein saniertes Domizil am Bahnhof

Alter Schuppen, neuer Glanz

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Hereinspaziert! Der Vorsitzende des Heimatvereins, Horst Wyss (links), und seine Stellvertreter Marion Grönke und Horst Müller-Kuntzer begrüßten gestern die geladenen Gäste im sanierten alten Güterschuppen am Eystruper Bahnhof.

Von Michael Wendt. Vor dem Fenster rauschen Züge vorbei, doch drinnen hört man sie wenig. Der Schallschutz und die Akustik im alten Güterschuppen am Eystruper Bahnhof sind so gut, dass Gemeindedirektor Detlef Meyer bei seiner Rede nicht laut werden musste.

Die vom Heimatverein geladenen Gäste konnten heute bei der Eröffnung des Kultur- und Begegnungszentrums Meyers Lob für eben jene Akustik trotz Zugverkehr gut verstehen. Der Heimatverein Eystrup präsentierte sein neues altes „Vereinsheim“, für das ihm der Eigentümer, Spediteur Holger Land, langjährige Nutzungsrechte eingeräumt hat.

Rund 240000 Euro hat die Sanierung des Gebäudes gekostet, bezahlt aus Mitteln der Gemeinde und Fördergeldern von Land und Bund. Der Heimatverein selbst hat 9000 Euro beigesteuert – und zahllose Stunden ehrenamtlicher Arbeit.

Gerhard Grönke, der dem Verein im Namen des Gemeinderats gratulierte, sprach von einem „Mosaikstein“ im Bahnhofsquartier: „Wir freuen uns, dass wir in Eystrup nun auch ein vorzeigbares Kulturzentrum bekommen haben.“

Detlef Meyer nannte den Güterschuppen eine Bereicherung für die ganze Samtgemeinde. Er passe ins Tourismuskonzept 2020 und zur geplanten weiteren Belebung des Bahnhofsquartiers mit dem Krafthaus und der Endhaltestelle des „Kaffkiekers“ direkt gegenüber dem Güterschuppen. Schon vor der Umbauphase hatte der Heimatverein den Schuppen an den Fahrtagen des Triebwagens geöffnet, Kaffee und Kuchen verkauft.

Kulturzentrum am Bahnhof in Eystrup eröffnet

Burkard Bruns vom zuständigen Bremer Architekturbüro Bruns und Hayungs erläuterte die Sanierung: „Die Idee war es, den Raum größer zu machen für die nächste Generation.“ Deshalb wurden einige Wände herausgerissen und ein großer Saal geschaffen.

Von einem Gast war zu hören: „Größer ist es geworden, schöner nicht.“ Das mag jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall wirkt die Kombination von historischem Ziegelmauerwerk und Holzbalken (beides per Sandstrahl gesäubert) mit neuen Glas- und Putzelementen zeitgemäß. Wo früher verbretterte Tore waren, lassen jetzt drei große Doppelflügel-Türen viel Licht in den Raum, der knapp 200 Personen Platz bietet. Auf der gegenüberliegenden Seite sind neue Fenster eingebaut worden.

An den Stirnseiten des Gebäudes schließen sich Funktions- und Lagerräume an. Alles ist barrierefrei zu erreichen.

Als Vorsitzender des Heimatvereins dankte Horst Wyss allen am Umbau Beteiligten. Und er erinnerte auch an zwei Eystruper, die das 2011 erstmals angedachte Projekt maßgeblich vorangetrieben haben, dessen Fertigstellung aber nicht mehr erlebten: den ehemaligen Heimatvereinsvorsitzenden Manfred Fehsenfeld und Eystrups ehemaligen Bürgermeister Manfred Ernst.

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